Die Siegertruppe „Brucklyn 2.0“: Mehrmals wöchentlich hat die Gruppe ihre Choreografien eingeübt. Hinten in der Mitte sieht man Juror Detlef D! Soost. foto: tb

Brucklyn 2.0

HipHop-Meisterschaft: Brucker tanzen sich zum Sieg

Fürstenfeldbruck – Über 730 Kilometer hatten sie mit Auto, Bus und Bahn, teils sogar mit dem Flugzeug zurückgelegt, um bei diesem speziellen Ereignis dabei zu sein. 36 Tänzer des Brucker Tanzstudios Body & Beat haben am Dance Masters Finale in Bottrop teilgenommen – und gewonnen. Schirmherr der Veranstaltung ist der von Popstars und anderen TV-Sendungen bekannte Detlef D! Soost. Er bewertete die Auftritte.

So auch die Brucker, die richtig absahnten. Ab sofort kann sich die Kindergruppe „Cake Bomb“ deutscher Vizemeister in der Kategorie der Neun- bis Zwölfjährigen nennen. Die Turniergruppe der Teens hat es bis ganz nach oben aufs Siegertreppchen geschafft. Die 13- bis 15-Jährigen, die als „Brucklyn 2.0“ auftraten, konnten mit ihrer Choreografie, die an die West Side Story angelehnt war, die Preisrichter überzeugen.

Die Tanzlehrer (v.l.) Chris Hornig, Steffie Brück (Tanzschul-Leiterin) und Juli Ritzler. foto: tb

Tanzen gelernt haben sie von Stefanie Brück (26). Sie übernahm das Tanzstudio am Rudolf-Diesel-Ring vor einigen Jahren und unterrichtet nun zusammen mit ihrem Partner Chris Hornig (28) und Kollegin Juli Ritzler (25) Standardtanz, aber auch Hip-Hop-Dance. „Unser Motto ist, Kids und Teens durch Lob und Motivation zum Erfolg zu bringen“, sagt Brück. Schließlich wolle man keine Roboter schaffen, erklärt die Tanzstudioinhaberin. „Durch permanent neue Stile gerät Hip-Hop-Tanzen niemals aus der Mode“, ist sich Brück sicher. Zudem würde man dadurch auch Jungs erreichen, die sonst vom Tanzen eher abgeschreckt sind.

Für Chris Hornig haben viele Menschen ein falsches Bild vom HipHop. „Die meisten denken dabei immer an dieses typische Gangster-Gelaber.“ Dabei stecken im Hip-Hop ganz andere Möglichkeiten. Zum Beispiel könne man durch die Musik viele junge Menschen erreichen. Durch das gemeinsame Tanzen entstehe zudem ein besonderes Gruppengefühl. „Jedes Mitglied ist Teil unserer Tanzfamilie“, erklärt Brück. Durch das gemeinsame Interesse der fast 400 Tänzer entstünden auch privat Freundschaften.

„Man könnte sagen, wir sind fast schon ein Jugendzentrum,“ meint ihre Kollegin Juli Ritzler. Denn im Studio biete man auch andere Freizeitbeschäftigungen neben dem Tanzen an. Selbst Geburtstage wurden dort schon gefeiert. Und dann und wann kommt man eben auch in den Genuss, bei Großveranstaltungen mitwirken zu können. Sei es bei den Meisterschaften in Bottrop oder auf der Turngala im Berliner Olympiastadion. Da die Brucklyns den ersten Platz erreichten, dürfen sie 2016 in der Hauptstadtarena mitwirken. Dann unter den Augen hunderttausender Zuschauer, denn das Event soll live im Fernsehen übertragen werden. (Matthias Kast)

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