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Areal der Stadtwerke

Historischer Stadtkern Fürstenfeldbrucks steht zum Verkauf

Die Fürstenfeldbrucker Stadtwerke wollen ihr Areal an der Aumühle verkaufen und haben es der Stadt angeboten. 

Fürstenfeldbruck -  Bisher wurden die Stadträte darüber nicht informiert. Und das ärgert sie mächtig:„Ich habe mich geschämt, dass ich nichts weiß“, sagte Klaus Quinten (BBV) im zuständigen Ausschuss. Er habe erwartet, dass die Kosten von 1,5 Millionen Euro im Nachtragsetat stehen. Bei dem Areal handelt es sich um das Aumühlengebäude, das Taubenhaus – beides denkmalgeschützt –, das Verwaltungsgebäude der Stadtwerke sowie Werkstätten und Lagerhallen.

 Dritte Bürgermeisterin Karin Geißler (Grüne) wollte wissen, wann das Angebot eingegangen sei. OB Erich Raff (CSU) sprach von April oder Mai. Er habe eine Fristverlängerung bis Ende Juli beantragt und wolle das Thema erst aufbereiten. Im Juli soll der zuständige Ausschuss darüber beraten. Für Geißler kommt diese Info zu spät. „Bei so einem Grundstück stellt sich die Frage, warum das nicht nichtöffentlich in einen Ausschuss kommt“, sagte sie dem Tagblatt. Die Fristverlängerung wurde bereits im Februar beantragt, erklärte Raff tags darauf dem Tagblatt. Laut Raff gibt es derzeit einen Interessenten. „Der Grund ist wertvoller als die Gebäude darauf“, sagte der OB. Man müsse überlegen, was man damit anfangen könne. Sicher hätte er den Ausschuss informieren können, sagte Raff. „Die Kritik muss ich mir gefallen lassen.“

Exposé der Sparkasse

Das Gelände wird auch via Sparkasse zum freien Verkauf angeboten. Im Expose wird es als „Gewerbegrund in Fürstenfeldbruck – historische Innenstadtlage an der Amper“ beschrieben. Zum Verkauf stehe ein Teil des ehemaligen Betriebsgeländes und das Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Fürstenfeldbruck GmbH, heißt es da. 

Es handelt sich um das Flurstück mit der Nummer 44 mit einer Größe von rund  2.251 Quadratmeter. 

Auf diesem Grundstück befindet sich das denkmalgeschützte Mühlengebäude „Aumühle“ (Baujahr etwa 1897) mit altem Generatorraum und Elektrik. Das Gebäude überragt einen Teil des Amperkanals. Hier wird das Wasser für die Mühle und die Generatoren aufgestaut. Das historische Gebäude gilt als stark renovierungsbedürftig, wie es im Expose heißt.. 

Eine Baugenehmigung aus dem Jahre 2009 für einen Umbau oder Anbau über drei  Geschosse durch die Stadtwerke Fürstenfeldbruck in Gewerbeeinheiten liegt vor.

Weiter befinden sich auf dem Flurstück die Zufahrt zum hinteren Betriebsgelände und zur Lagerhalle respektive dem Unterstellplatz.

Das Flurstück mit der Nummer  44/3 ist rund  2.267 Quadratmeter groß.

Dieser Bereich befindet sich zwischen Amperkanal und Amper (Insellage). Eine Brücke führt zur ehemaligen Schule und jetzigem Verwaltungsgebäude mit dem Baujahr 1930. Es wurde über zwei Geschosse errichtet – ohne Keller, steht im Exposé.

Weiter befinden sich dort eine Werkstatt und davor der Sitzungsraum der Stadtwerke. Über eine weitere Brücke auf dem Flurstück Nummer 44 gelangen Sie auf den hinteren Teil des Grundstückes.

Auch hier waren die Stadtwerke Fürstenfeldbruck bereits in Planung und hätten das Verwaltungsgebäude (ehemalige Schule) und die Werkstatt mit Sitzungsraum abgerissen und weitere Büroeinheiten über 2 Ebenen errichtet (Baugenehmigung von 2009 liegt vor). Einen keller gibt es hier nicht.

Das Flurstück mit der Nummer 44/6 ist rund  1.336 Quadratmeter groß. Dieses Grundstück wird als nicht mehr bebaubare Fläche geführt und muss mit übernommen werden. Derzeit befindet sich dort ein Tennisplatz.

Die Grundstücke liegen angrenzend am Amperkanal und sind aber nur zum Teil/am Rand hochwassergefährdet.

zum Angebot gehören die Flurstücke mit der Nummer 52/5 + 52/2 + 52/4

Hierbei handelt sich um drei Flurstücke des Amperkanals (inclusive Wasserrechte).

Der Verkäufer legt im Exposé außerdem Wert auf die Feststellung: Die Grundstücke und Gebäude werden nur zusammen verkauft.

Hintergrund des Verkaufs ist der Umzug der Stadtwerke an die Cerveteristraße. Das Gebäude, in dem die Stadtbibliothek untergebracht ist, ist nach Tagblatt-Info nicht Teil des Angebots. Die Stadt Fürstenfeldbruck hat ein Vorkaufsrecht. (imu/st)

Das sagt der Stadtwerke-Geschäftsführer zu den Verkaufsplänen.

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