Rund 80 Gäste lauschten OB Erich Raff und dem Gastredner beim Wirtschaftsempfang der Stadt.
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Rund 80 Gäste lauschten OB Erich Raff und dem Gastredner beim Wirtschaftsempfang der Stadt.

Fürstenfeldbruck

Empfang der Stadt: Hoffnung auf wirtschaftlichen Aufschwung

  • VonStefan Reich
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Im vergangenen Jahr musste er coronabedingt ausfallen. Nun aber konnten rund 80 Gäste aus Stadtpolitik, Verwaltung und Wirtschaft zum Wirtschaftsempfang der Stadt ins Veranstaltungsforum kommen. Ganz wie früher war es natürlich nicht.

Fürstenfeldbruck – Das Hygiene-Konzept ließ es kaum zu, nach dem offiziellen Programmteil noch lange beisammen zu stehen, sich zu unterhalten, Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen auszutauschen. Das müsse noch warten, sagte Oberbürgermeister Erich Raff zur Begrüßung beim Wirtschaftsempfang der Stadt Fürstenfeldbruck, der nach einer Zwangspause im vergangenen Jahr am Dienstag im Veranstaltungsforum erstmals wieder stattfand.

Neue Betriebe ansiedeln  

Dennoch freue er sich, dass man sich „nach vielen entbehrungsreichen Monaten“ zumindest wieder persönlich im Saal sehen könne. Der OB versuchte dann auch, in seiner Rede möglichst die positiven Erfahrungen der vergangenen Monate zu betonen.

Die Pandemie zeige, dass die Gesellschaft funktioniere. Sie verkrafte auch Querdenker und habe viel ehrenamtliches Engagement hervorgebracht. Namentlich nannte Raff die Nachbarschaftshilfe, die in den ersten Wochen der Pandemie mit zahlreichen Helfern Schutzkleidung für Kliniken und Heime genäht hatte.

Die Stadt selbst sei 2020 finanziell gerade so über die Runden gekommen. Der wirtschaftliche Ausblick, den Raff gab, klang erwartungsgemäß nicht rosig, aber hoffnungsvoll.

Die Gewerbesteuereinnahmen, die sich in den letzten Jahren bei etwa 16 Millionen Euro eingependelt hatten, würden in diesem Jahr wohl etwas geringer ausfallen. Er habe aber Hoffnung, so Raff, dass die ansässigen Unternehmen und damit die Stadt einen wirtschaftlichen Aufschwung erleben. Auch neue Betriebe anzusiedeln, sei eine wichtige Aufgabe. Kurzfristig sei das aber nicht möglich. Es gingen schlicht die Gewerbeflächen aus. Erfreut zeigte sich Raff darüber, dass der Leerstand in der Innenstadt in den Monaten der Krise nicht so dramatisch zugenommen habe wie andernorts.

Der Gastredner

Einen Blick auf mögliche zukünftige Entwicklungen warf der studierte Raumfahrttechniker und Informatiker Christoph Holz, den die Stadt als Gastredner engagiert hatte. Holz, der in seinen Vorträgen Einblick in die Historie und den aktuellen Entwicklungsstand von künstlicher Intelligenz, maschinellem Lernen und Datenverarbeitung gibt, investiert in Start-Up-Unternehmen und berät Firmen bei der technologischen Transformation.

Die Zeit der großen Konzerne sei vorbei, glaubt er. Dass zukünftig eher kleinere Unternehmen erfolgreich sein würden, biete eine Chance für Städte der Größe Fürstenfeldbrucks. Die technologischen Möglichkeiten könnten aber auch Konsequenzen für Verwaltungen von Staaten und Städten haben. Denkbar seien gar Staaten, die ganz ohne menschliches Verwaltungspersonal auskämen. Man müsse nur entscheiden, ob man das wolle.

Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen, bleibe auch ein Merkmal des Unternehmertums, sagte Referent Christoph Holz vor den etwa 80 Gästen aus Stadtpolitik, Verwaltung und Wirtschaft. Denn das könne künstliche Intelligenz nicht.

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