Anja Aschenbrenner lädt zum Thermografie-Spaziergang ein.

Das aktuelle Interview

Ihre Kamera deckt Wärme-Lecks auf

Wie gut ist mein Haus gegen Energie-verluste geschützt? Wo sind vielleicht Wärmebrücken? Um diese Fragen geht es bei den sogenannten Thermografie-Spaziergängen, die die Stadt heuer erstmals am 31. Januar und 8. Februar organisiert.

Fürstenfeldbruck –  Im Gespräch mit Tagblatt-Mitarbeiterin Katharina Wolfart erklärt Fürstenfeldbrucks Klimabeauftragte Anja Aschenbrenner, worum es bei den Spaziergängen geht.

-Frau Aschenbrenner, was ist ein Thermografie-Spaziergang, ?

Wir haben einen Thermografen eingeladen, der mit interessierten Bürgern verschiedene Häuser durch eine Wärmebildkamera betrachtet. Dadurch werden energetische Schwachstellen an der Fassade sichtbar. Man kann erkennen, wo Wärme verloren geht. Der Energieberater erklärt danach, was man gegen Wärmelecks tun kann und gibt Tipps zur Sanierung.

-Wie laufen die Spaziergänge ab?

Zuerst treffen wir uns um 18 Uhr zu einer kleinen Einführung. Am 31. Januar ist der Treffpunkt der Große Sitzungssaal des Rathauses, am 8. Februar das Pfarrheim St. Bernhard. Oberbürgermeister Raff begrüßt die Teilnehmer, danach erklärt der Thermograf in einem Vortrag, wie er die Schwachstellen mit seiner Kamera sichtbar machen kann. Nun folgt die Praxis: Wir ziehen auf einer vorher festgelegten Route los und schauen uns insgesamt vier Hausfassaden an. Am 31. Januar besuchen wir das Viertel östlich und westlich der Puchermühlstraße. Am 8. Februar sind wir im Stadtteil Bruck West rund um die Kirche St. Bernhard unterwegs.

-Warum wurden diese Viertel ausgewählt?

Die Stadt hat 2011 einen Energienutzungsplan erstellt. Darin wurde erfasst, in welchen Quartieren der größte Energiebedarf herrscht. Dabei sind vier Quartiere herausgekommen, die anscheinend noch nicht so gut saniert sind. Zwei der vier Gebiete haben wir für unsere Sparziergänge ausgewählt.

-Kann man sein Haus als Versuchsobjekt anmelden?

Ja, Hauseigentümer sind eingeladen, sich für die Erstellung der Wärmebilder anzumelden. Auch Interessierte, die nur mitgehen wollen, sollten sich anmelden. Falls das Wetter nicht mitspielt, muss der Spaziergang kurzfristig abgesagt werden. Zu warmes Wetter, aber auch starker Regen, Wind und Schnee sind nachteilig für die Qualität der Bilder. Ich werden dann den angemeldeten Personen Bescheid geben, falls der Spaziergang tatsächlich ausfällt.

-Welche Vorteile hat ein Hauseigentümer, wenn er daran teilnimmt?

Einerseits ist der Spaziergang kostenlos, man spart sich also die sonst sehr hohen Ausgaben für eine Erstellung von Wärmebildern. Andererseits erkennt man anhand eines Wärmebildes sehr gut, wo viel Wärme verloren geht und wo man über eine Sanierung nachdenken sollte. Es gibt auch relativ günstige Dämm-Maßnahmen, die man selbst umsetzen kann, zum Beispiel eine Dämmung für den Rollladenkasten.

-Bis wann sollte man sich anmelden?

Ich nehme für den Spaziergang am 31. Januar bis zum 29. Januar Anmeldungen entgegen. Für den Spaziergang im Westen der Stadt endet die Frist am 6. Februar. Man erreicht mich unter Telefon (0 81 41) 2 81 41 17 oder per Mail unter anja.aschenbrenner@fuerstenfeldbruck.de.

Die Spaziergänge

starten am Mittwoch, 31. Januar, 18 Uhr, im Großen Sitzungssaal des Rathauses sowie am Donnerstag, 8. Februar, 18 Uhr, am Pfarrheim St. Bernhard.

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