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Bei der symbolischen Schlüsselübergabe: (v.l.) Sabine Weindl (Bauverwaltung), Ajshe Uruqi, Bleona und Bleon, OB Erich Raff, Dennis Gerhardt (Städtisches Immobilienmanagement) und Christian Lichtenberg (Sachgebietsleiter Hochbau).

Sozial geförderter Wohnraum 

Im Vorzeige-Haus kehrt Leben ein

Die ersten Mieter haben das Mehrfamilienhaus in der Parsevalstraße bezogen. Die Stadt hat darin öffentlich geförderten Wohnraum geschaffen, und damit auch ein Zuhause für Familie Uruqi.

Fürstenfeldbruck – In den städtischen Neubau an der Parsevalstraße kehrt Leben ein: Anfang November sind die ersten Mieter in das dreigeschossige Haus eingezogen. Darunter auch die vierköpfige Familie Uruqi. Sie hat den Zuschlag für eine der zwölf öffentlich geförderten Wohneinheiten erhalten. Zur symbolischen Schlüsselübergabe kam Oberbürgermeister Erich Raff zu Besuch.

Das Mehrfamilienhaus gilt als Vorzeigeprojekt im städtischen Wohnbau. Die Stadt hat es in Eigenregie geplant und in Passivbauweise errichtet. Entstanden sind sechs Ein-Zimmer-Appartements sowie jeweils zwei Zwei-, Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen mit einer Gesamtfläche von 670 Quadratmetern. Alle zwölf Wohnungen sind barrierefrei. Sie verfügungen über eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, was Energie spart. Der restliche Heizbedarf des Gebäudes wird von der Gasheizung des Nachbarhauses in der Lilienthalstraße gedeckt, das ebenfalls der Stadt gehört. Um das Grundstück optimal auszunutzen, hat der Grundriss des Gebäudes die Form eines Parallelogramms.

Die Stadt hat sich den Bau mehr als 2,3 Millionen Euro kosten lassen. Der Freistaat steuert Zuschüsse aus dem Wohnungsbauförderprogramm bei. Dafür mussten bestimmte Vorgaben hinsichtlich der Wohnungsgröße und Gebäudeausstattung erfüllt werden. Die Mieter erhalten einen monatlichen, einkommensabhängigen Zuschuss. Angestrebt wird damit eine Mischung aus Haushalten unterschiedlicher Einkommensstufen statt einseitiger Bewohnerstrukturen.

AngespannterWohnungsmarkt

Aufgrund des angespannten Wohnungsmarktes im Stadtgebiet und im Landkreis ist es derzeit schwierig, eine bezahlbare, familiengerechte Wohnung zu finden. Daher freut sich die Familie Uruqi laut einer Mitteilung der Stadt umso mehr, dass es mit der neuen Drei-Zimmer-Wohnung geklappt hat. „Ohne den Neubau hätten wir der Familie gar keine Wohnung anbieten können“, sagt Sabine Weindl von der Stadtverwaltung. Sie vermittelt öffentlich geförderte Wohnungen. Voraussetzung ist, dass bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschritten werden. Und Interessenten müssen einen Wohnberechtigungsschein beantragen. Eine wichtige Rolle spielt auch die Lebenssituation der Menschen. So wie bei Familie Uruqi.

Sie hat vorher in einem Altbau am Leonhardsplatz gewohnt. Die Wohnung lag im dritten Stock. Zuletzt war dies für den zehnjährigen Sohn jedoch ein beinahe unüberwindbares Hindernis. Denn Bleon musste regelmäßig zur Dialyse und hatte nach jeder Behandlung massive Probleme beim Treppensteigen. Einen Aufzug gab es nicht. Die neue Wohnung liegt im Erdgeschoss.  tb

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