Impfungen
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Eine Impfung mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer wird vorbereitet.

Fürstenfeldbruck

Impfzentrum wird flexibler - Rotes Kreuz bietet neue Möglichkeiten

  • Thomas Steinhardt
    VonThomas Steinhardt
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Im Brucker Impfzentrum fallen Regeln, die einer größeren Flexibilität im Wege stehen: Die Zweitimpfung etwa ist hier nun auch dann möglich, wenn man zuerst beim Hausarzt war. Impfabstände werden flexibler und die Regelungen für Kinder-Impfungen werden einfacher.  

Fürstenfeldbruck - Impfmüdigkeit, unflexible Handhabung der Impftermine, niedrige Inzidenz – all dies sind Schlagworte, die fallen, wenn es um die Frage geht, warum nun auf einmal mehr als ausreichend Impftermine frei sind, schreibt eine BRK-Sprecherin am Donnerstag in einer Mitteilung.

Der Landkreis und der Betreiber des Impfzentrums, das Bayerische Rote Kreuz, reagieren nun darauf und hoffen, dass dadurch weiter Bürger animiert werden, sich erst – oder auch zweitimpfen zu lassen.

Ausreichend Impfstoff

Dazu werden organisatorische Änderungen im Impfzentrum umgesetzt. Das Impfzentrum FFB wird trotz Rückgang der Erstimpfungen weiterhin geöffnet bleiben. Was aus logistischen Gründen in der Vergangenheit nicht möglich war, kann nun aufgrund ausreichenden Impfstoffes ermöglicht werden: Es gibt für Bürger sowohl die Möglichkeit, den Impfabstand zwischen Erst- und Zweitimpfung zu verkürzen, als auch die Zweitimpfung im Impfzentrum nach Erstimpfung beim Hausarzt wahrzunehmen. Die Verkürzung müsse natürlich im Rahmen des empfohlenen Abstandes erfolgen und medizinisch sinnvoll sein.

Wer seinen Impfabstand verkürzen möchte, kann dies ohne Angabe von Gründen bei der Hotline unter (08141) 400450 erbitten. Online ist eine Terminumbuchung nicht möglich.

Rücksprache mit Hausarzt

Impflinge, die ihre Erstimpfung beim Hausarzt erhalten haben, sollten vorerst mit diesem bezüglich Änderungen Rücksprache halten und dort gegebenenfalls ihren Termin absagen, so das BRK. Beispielsweise bei Verschieben des Termins oder Erhalt eines mRNA-Impfstoffs nach AstraZenecaErstimpfung. Falls dies beim Hausarzt nicht möglich ist, kann ein Account in BayIMCO erstellt werden und ein Terminpärchen im Impfzentrum gebucht werden. Wichtig ist, dass der Termin in dem vorgegebenen Zeitraum der Zweitimpfung liegt. Dieser ist nach AstraZeneca Erstimpfung bei Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff vier Wochen, bei BioNTech drei bis sechs Wochen und bei Moderna vier bis sechs Wochen. Im Impfzentrum muss am Termin zwingend ein Nachweis der Erstimpfung vorgelegt werden. Nur dann kann die Zweitimpfung dokumentiert und durchgeführt werden.

Für 12- bis 15-jährige Kinder ist weiterhin kein Termin über BayIMCO buchbar, dies kann aber komplikationslos über die Hotline erfolgen, so das BRK. Auch diese Termine könnten schnell umgesetzt werden. Bisher war hier die Regelung, dass vor einem Termin eine Abklärung mit dem Impfarzt erfolgen musste, erst danach konnte ein Termin vereinbart werden. Dies entfällt nun. Kinder können direkt über die Hotline einen Termin erhalten, vor der Impfung wird im Impfzentrum dann ein ausführliches Arztgespräch stattfinden und dann kann, nach Freigabe, direkt die Impfung erfolgen. Alle Kinder und Jugendlichen zum Schutz vor Corona erhalten BionTech Impfstoff. Auch hier ist natürlich zu beachten, dass dies immer mit dem Einverständnis der Erziehungsberechtigten geschehen muss.

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