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er konnte es kaum noch erwarten: Schon um 10.30 Uhr war Stammgast Gregor Großmann im Klubhouse und testete den neuen Außenbereich im Innenhof.

Fürstenfeldbruck

Impro-Biergarten in Bruck: Stammgast will schon beim Aufbau helfen

Hygienevorschriften und Abstandsregeln haben die Brucker nicht davon abgehalten, gleich wieder in die Biergärten und Cafés zu strömen. Bei Sonnenschein ließen sie sich das Essen schmecken. Ein Stammgast hatte es besonders eilig und wollte sogar beim Aufbau helfen.

Fürstenfeldbruck – Sonnige 20 Grad, Biergartenwetter: So kam schon gestern Mittag in der Innenstadt ein Hauch von Biergarten-Flair auf. Schon kurz nach der Wiedereröffnung nach der Corona-Pause saßen die ersten Besucher vor den Gaststätten. Einer, der es kaum erwarten konnte, war Gregor Großmann. Schon um 10.30 Uhr sei er beim Klubhouse am Leonhardsplatz aufgeschlagen. „Ich hab den Chef gefragt, ob ich ihm beim Aufbauen noch helfen kann“, erzählt der 38-Jährige. Mit Chef meint er Inhaber Florian Weber. Die neue, 40 Quadratmeter große Außenfläche gefällt dem Brucker. Weber hat sie im Innenhof neu geschaffen – an der Stelle, an der im vergangenen Jahr ein Brand großen Schaden angerichtet hat. Schwierigkeiten mit der Genehmigung hatte Weber nicht. „Alles war schnell erledigt.“

Jetzt können seine Gäste zwischen Sombreros und Sonnenstühlen ihre Burger genießen. „Gemeinsam ein paar Bier trinken oder der Pub-Quiz-Abend – das hat mir in der letzten Zeit sehr gefehlt“, berichtet Großmann. Und auch Tischnachbar Max Müller freut sich über die Öffnung des Klubhouses. „Zum Burger-Essen muss man einfach hierher kommen“, erzählte der 19-jährige Brucker.

Martha-Pizzarei

Der bunt angelegte Außenbereich der Martha-Pizzarei zog Familien, Paare und auch Politiker an. „Man freut sich wieder, etwas zusammensitzen zu können“, meinte Bundestagsabgeordnete Katrin Staffler. „Das soziale Leben fehlt allen sehr.“ Vor allem mit den Gastronomen habe sie Mitleid. Mit ihrem Mann Emanuel und Stadtrat Andreas Lohde stärkte sie sich, ehe es zur Kreistagssitzung ging.

Stammgast Bernd Müller ist normalerweise fast jeden Abend in dem Lokal. War die Freude auf die Öffnung groß? „Aber wie“, sagt der 58-Jährige. „Es ist zwar schade, dass das Bankerl nicht mehr davor steht, aber Hauptsache ist, man kann wieder Essen gehen“, berichtete der Brucker.

Im Myra

Gegenüber genoss Achim Huber im Restaurant Myra seine Mittagspause mit einer Zeitung in der Sonne. „Ich bin regelmäßiger Kunde, aber ich saß noch nie draußen.“ Mit seinem Besuch wolle er die angeschlagene Gastronomie unterstützen – und ein Signal setzen. „Es geht wieder los“, sagte der 62-Jährige.

Im Schatten der Sonnenschirme ließ sich Franco Forghieri vor dem Restaurant Domis Kitchen nieder. Zusammen mit seiner Frau genoss der 74-Jährige als erstes Pasta und Bruschetta. Zur Wiedereröffnung der Lokale meinte das Emmeringer Rentnerpaar: „Es wurde ja höchste Zeit.“ (Lisa Fischer)

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