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Internet-Hotspot

Dank hoher Spenden

Internet im Asylheim: Verein macht weiter

Fürstenfeldbruck – Wende in der Debatte ums Internet in Asyl-Unterkünften: Der Verein Refugees Online kann weitermachen.

Volker Werbus freut sich, dass die Online-Helfer in Fursty weitermachen können.

Nach einem Tagblatt-Bericht über die missliche Lage der Online-Helfer gingen bei dem Verein zwei Spenden in signifikanter Höhe ein, wie Volker Werbus von Refugees Online bestätigt. Das Geld reiche aus, um das Internet-Angebot ein Jahr lang aufrechtzuerhalten – „wenn ich ein wenig sparsam bin, und das bin ich“, sagte Werbus.

Dabei geht es – nicht nur, aber auch – um die große Asylunterkunft am Fürstenfeldbrucker Fliegerhorst. Gerade hier ist der Verein Refugees Online auf Spenden angewiesen. Denn in der Erstaufnahme-Dependance mit immer wieder wechselnden Flüchtlingen ist es schwer, die Kosten für das Internet-Angebot auf die Asylbewerber umzulegen. Gerade in kleineren Unterkünften dagegen gelingt es in Zusammenarbeit mit Helferkreisen, die Kosten für eine Wlan-Verbindung von den Flüchtlingen selbst bezahlen zu lassen.

Hintergrund der Debatte waren die Pläne der Staatsregierung, das Internet-Angebot in Flüchtlingsheimen künftig im Rahmen des Bayern-Wlan selbst zu schultern. Die Regierung von Oberbayern will deshalb die ehrenamtlichen Online-Helfer nicht finanziell unterstützen, was insgesamt aber nötig schien, da die Spenden seit der Silvesternacht von Köln merkbar eingebrochen sind.

Insgesamt ist Werbus überzeugt, dass er mit seinem Verein das Online-Angebot wesentlich billiger aufrechterhalten kann als der Freistaat. Ihm schwebte daher vor, dass der Freistaat einige Stellen im Verein bezahlt, ansonsten die Arbeiten aber den Ehrenamtlichen überlässt – eine Idee, die wegen der Pläne des Freistaats auf Eis liegt. Wie es mit dem Bayern-Wlan in Flüchtlingsheimen weitergeht, muss im Moment als unklar gelten. Werbus indes ist sehr dankbar für die Spenden. „Ich freue mich sehr“, sagt der Online-Helfer

Das Angebot in Flüchtlingsunterkünften gilt als enorm wichtig was den sozialen Frieden anbetrifft. Gerade in Bruck war es zu Beschwerden aus der Bevölkerung gekommen, als Flüchtlinge einen offenen Wlan-Zugang in einem Park an der Maisacher Straße nutzten.

von Thomas Steinhardt

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