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Miss-Bayern-Kandidatin Julia Greiner. 

Interview

Eine Bruckerin will Miss Bayern werden

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Fürstenfeldbruck - Am Samstag wird in Mühldorf am Inn die Miss Bayern gekürt. Auch Julia Greiner aus Fürstenfeldbruck tritt an – in der Hoffnung, Bayern bei der bundesweiten Miss-Germany-Wahl vertreten zu dürfen. Wir haben sie zum Gespräch getroffen.

Die 23-jährige Ingenieurin verwehrt sich gegen Klischees von Oberflächlichkeit und Schönheitswahn – denn nur mit Traummaßen alleine habe man noch lange nicht gewonnen. 

Frau Greiner, warum haben Sie sich ausgerechnet die Miss-Wahlen als Hobby ausgesucht? 

Julia Greiner: Es macht mir einfach Spaß, auch weil man ständig neue Mädels kennenlernt. In den vergangenen zwei Jahren habe ich immer wieder bei Städtewahlen teilgenommen, bei der Wahl zur Miss Bayern versuche ich es zum zweiten Mal. Man entwickelt einen gewissen Ehrgeiz.

Was sagen Ihre Freunde zu dem Hobby? 

Julia Greiner: Da gibt es unterschiedliche Meinungen. Manche denken an die Klischees und sagen: Schönheitswettbewerbe sind oberflächlich und überflüssig. Aber meine beste Freundin und mein Freund unterstützen mich. Bei der Wahl in Landshut waren sie mit einem Plakat und haben mich angefeuert – mein eigener kleiner Fan-Club. 

Und was antworten Sie den Kritikern?

Julia Greiner: Ich versuche zu erklären, dass eine Miss-Wahl mehr ist als nur ein Schönheitswettbewerb. Es geht eben nicht nur um Traummaße. Man muss der Jury ja auch sympathisch sein und in den Kurzinterviews ein bisschen was von seinem Charakter zeigen. Da sollte man auch gewisse Kanten haben, damit einen die Jury interessant findet. 

Aber die Kanten dann doch lieber im Charakter als im Gesicht, oder? 

Julia Greiner: Klar, um Schönheit geht es schon auch. Aber wenn man sich selbst attraktiv findet und das auch ausstrahlen kann, dann ist man auch für andere schön.

Und wie sehen Sie Ihre Chancen? 

Julia Greiner: Kommt ganz auf die Konkurrenz an. Beim Wettbewerb schaut man sich die Mädels natürlich an und sortiert gedanklich, wer vor und wer hinter einem landen könnte. Wenn eine besonders Hübsche dabei ist, hofft man natürlich, dass sie beim Interview nicht so überzeugt.

Bereiten Sie sich auf die Wahl vor? 

Julia Greiner: So richtig vorbereiten kann man sich nicht. Ich mache halt meinen Sport, gehe Bouldern und ins Fitnessstudio und versuche, mich gesund zu ernähren. Aber die Fragen der Jury sind spontan, da hilft nur Schlagfertigkeit. 

Und da wollen Sie punkten? 

Julia Greiner: Genau. Oft werde ich auf meine Arbeit angesprochen. Ich arbeite in einem Männerberuf, bei BMW in der Entwicklung. Eine Ingenieurin als Miss, das ist ja auch nicht ganz selbstverständlich. 

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