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Wegen Corona und Quarantäne: Personalausfall in Klinik

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Von: Tobias Gehre

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Das Klinikum in Fürstenfeldbruck.
Das Klinikum in Fürstenfeldbruck. © Weber

Die Omikron-Welle überrollt den Landkreis. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt knapp unter 1000. Das bleibt in der Kreisklinik nicht ohne Folgen: Wegen Corona-Infektionen und Quarantänemaßnahmen fallen im Krankenhaus immer mehr Mitarbeiter aus.

Fürstenfeldbruck – Bei den Belegungszahlen der Kreisklinik machen sich die sprunghaft steigenden Zahlen noch nicht bemerkbar. Dort werden momentan neun Corona-Patienten behandelt, wovon zwei beatmet werden. Allerdings sorgt die Omikron-Welle wie in vielen anderen Bereichen auch im Brucker Krankenhaus für zunehmende Ausfälle beim Personal. „Mit steigenden Inzidenzen rechnen wir auch mit noch steigenden Ausfallquoten“, erklärt eine Sprecherin auf Nachfrage. Zudem sei eine merkliche Anzahl an Mitarbeitern derzeit in Quarantäne – auch weil deren Kinder in häusliche Isolation müssten.

Auf den Ausfall von Angestellten reagiert die Klinik mit der Umschichtung von Personal. Dies sei auch möglich, weil das Krankenhaus von der Regierung von Oberbayern noch immer angehalten sei, planbare Eingriffe einzuschränken. Einfach sei das aber nicht, so die Sprecherin. Mitarbeiter in anderen Bereichen einzusetzen, bedeute einen hohen Organisationsaufwand sowie große Flexibilität der Angestellten. „Die Belastung für alle bleibt also hoch, wobei wir uns Mühe geben, unsere Leute nicht zu überlasten“, erklärt die Sprecherin.

Hoffnung auf Entkopplung

Wie sich die vielen Omikron-Fälle auf die Belegung des Krankenhauses auswirken, könne man noch nicht sagen. „Wir hoffen im Moment, dass wir – wie andere Länder bislang – eine Entkopplung von Inzidenz und Hospitalisierung erleben werden, sodass die Lage beherrschbar bleibt.“ Die nächsten Wochen würden dazu mehr Klarheit bringen.

Am Dienstag lagen insgesamt 217 Menschen im Brucker Krankenhaus. Davon waren aber nur zehn mit dem Coronavirus infiziert. Daran könne man sehen, wie verhältnismäßig stark die Pandemie die Klinik organisatorisch beschäftige.

Und damit dürfte es noch eine Zeit weitergehen. Das Landratsamt meldete am Donnerstag 219 neue Corona-Infektionen im Landkreis. Die örtlich berechnete Sieben-Tage-Inzidenz lag bei 957,73 pro 100 000 Einwohner.

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