Der Advent im Landkreis

Das ist der größte Christbaum der Region

Privatleute decken sich jetzt mit Tannen, Fichten und Co. fürs Wohnzimmer ein. Die Christbäume auf Märkten und Plätzen erstrahlen schon im Licht ihrer Kerzen. Manche ragen schier in den Himmel, andere sind bescheiden – und in einem Ort sind die Christbäume sogar selbst gezogen.

FürstenfeldbruckDer mit Abstand höchste Christbaum des Landkreises steht in Fürstenfeldbruck am Viehmarktplatz. Die Fichte misst 17 Meter und stammt aus dem Garten eines Brucker Bürgers. Der Baum musste mit einem riesigen Kran an seinen Platz gehievt werden. Die Weihnachtsbäume in den restlichen Gemeinden im Landkreis sind alle deutlich kleiner, von drei bis zehn Metern ist alles vertreten.

Meist stehen die Bäume vor den Rathäusern. Einen ungewöhnlichen Standort hat der Olchinger Christbaum: Er wurde auf der Mittelinsel des Kreisverkehrs an der Hauptstraße aufgebaut. In Alling wurde auch ein Baum geschmückt, der fest eingepflanzt ist. „Der Baum wächst mit jedem Weihnachten ein kleines Stück, inzwischen ist er fünf Meter hoch“, sagt Bürgermeister Frederik Röder.

Einige Orte stellen gleich mehrere Christbäume auf. Den Rekord hält Mammendorf mit 14 Stück – acht davon im Freien. Die Tannen sind alle zwischen drei und vier Meter hoch. Zehn Bäume wurden gekauft, vier sind selbst gezogen. Seit zwölf Jahren betreibt der Mammendorfer Bauhof eine eigene Tannenbaumplantage am Wasserhaus. Über 150 Bäume in verschiedenen Größen wachsen dort bereits.

In Türkenfeld hat ein Bürger eine zehn Meter hohe Tanne gestiftet. Sie war für seinen Garten einfach zu groß geworden. Auch für seine neue Aufgabe als Christbaum vor dem Schloß musste er gekürzt werden – auf sechs Meter.

Eine Alternative zu Kauf, Spende und selbst ziehen ist der Gemeindewald. „Die sechs Meter hohe Tanne vor dem Adelshofener Rathaus haben wir im eigenen Gemeindewald geschnitten. Sie ist sehr beeindruckend“, meint Johann Siebenhütter, zweiter Bürgermeister.

In Mittelstetten fiel der eingepflanzte Baum dem Rathausumbau zum Opfer. „In den Außenanlagen liegt noch überall Kies“, erklärt Bürgermeister Andreas Spörl. Sobald der weg ist, wird ein gefällter Baum aufgestellt.

Geschmückt sind alle Weihnachtsbäume ausschließlich mit Lichtern. Teils verwenden die Gemeinden moderne LEDs, teils noch herkömmliche Ketten. Manchmal brennen die Lichter die ganze Nacht über, manchmal werden sie um 22 Uhr wieder ausgeschaltet. Das Schmücken übernehmen mancherorts Vereine. Fast alle Bäume kann man bis Heilig-Drei-Könige bestaunen, nur die in Grafrath werden bereits an Neujahr wieder abgebaut. Viele Bäume bleiben dieses Jahr auch länger stehen, als Ausgleich für den kurzen Advent. „Die 10,5 Meter hohe Tanne auf dem Christkindlmarkt ist wirklich makellos schön. Es wäre doch viel zu schade, den Baum schon nach Neujahr abzubauen, deshalb bleibt er ausnahmsweise noch bis zum 8. Januar stehen“, erklärt Allings Bürgermeister Frederik Röder

In Gröbenzell dient der Christbaum vor der Bücherei als Wunschbaum. Bürger mit geringem Einkommen haben dort ihre Weihnachtswünsche aufgehängt. Wer einen davon erfüllen möchte, kann sich beim Bund der Selbstständigen melden.

Nur zwei Gemeinden haben heuer keinen Weihnachtsbaum aufgestellt: Geltendorf und Landsberied. In Landsberied veranstaltet die Feuerwehr als Ersatz dafür einen Christbaumverkauf vor dem Feuerwehrhaus. Die Landsberieder können dort am zweiten Advent ab 14 Uhr einen Baum kaufen, der ihnen kostenlos nach Hause geliefert wird. Der Gewinn geht an den Feuerwehrverein.

Alle Christbäume auf einen Blick 

(für eine größere Ansicht bitte einfach auf das Foto klicken)

Alle Christbäume auf einen Blick!

 

Katharina Wohlfahrt

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