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Eine Mannschaft vergangener Tage: Conny Seitler (hinten v.l.), Klaus Bauer, Walter Schwarz, Walter Schreiber, Hans Christner, Jürgen Hirn, Peter Bethmann, (vorne v. l.) Manfred Strasser, Heinz Galitz, Geza von Urbanovic, Rainer Wiedemann, Klaus Kurtze. Auf dem Foto fehlen Peter Staab, Waggi Eder, Eugen Meier, Georg Lechner, Rainer Hahn, Charly Ziegler, Peter Schiele, „Fuchs“ Hager und Günter Leike. 

Landesligaverein feiert Jubiläum

60 Jahre EVF – und es wird noch immer unter freiem Himmel gespielt

Fürstenfeldbruck – Der EV Fürstenfeldbruck spielt immer noch unter freiem Himmel Eishockey – und das seit 60 Jahren. Gefeiert hat der Landesligaverein aber nicht. „Einen 50., 75. oder 100. Geburtstag feiert man, nicht aber einen 60.“, erklärt EVF-Vizepräsident Werner Kaltenegger.

Dennoch sah sich eine unlängst wiederbelebte Gruppe, der Förderverein Eishalle, dazu veranlasst, eine Jubiläums-Party im Squash-Palast abzuhalten. Der ehemalige Aktive, frühere Vorstand und immer noch im Verein als Nachwuchstrainer arbeitende Klaus Zieglmeier hielt die Festrede, in deren Mittelpunkt die immer noch vom Verein schmerzlich vermisste Eishalle stand.

Seit 30 Jahren diskutiert man in der Kreisstadt über die Überdachung des Eisstadions beziehungsweise den Neubau einer Halle. Das Engagement des im Mai 2000 gegründeten Fördervereins ließ angesichts der kaum machbaren Situation jedoch recht bald nach.

Gegründet wurde der EVF am 31. August 1956 von 35 begeisterten Eishockeyspielern in der Gaststätte „Zum Bad“. Bereits zehn Jahre später zählte der Verein 500 Mitglieder. Dem trug die Stadt damals Rechnung und errichtete ein Kunsteisstadion in Südlage zum Hallenbad, was bis heute zu erheblichen Schwierigkeiten bei der Eisaufbereitung führt.

Schwere Vorwürfe erhob Zieglmeier als BBV-Mitglied in Richtung CSU-Fraktion im Brucker Stadtrat. Sie habe den EVF im Stich gelassen bei der Realisierung eines Eisstadions. So scheiterte bereits 1981 die EVF-Vorstandschaft trotz Unterstützung des damaligen Sportreferenten Manfred Hölzl (CSU) und zugesagtem Zuschuss in Höhe von einer Million DM am Veto von Bürgermeister Max Steer (CSU), der die Gesamtkosten von 2,3 Millionen DM als zu teuer bezeichnete. Zwei Jahre später stellte Steer einen Neubau auf dem Gelände des ehemaligen Schlachthofes auf der Lände in Aussicht. Nach den Wahlen verschwand das Projekt jedoch als „Merkposten“ für das neue Jahrtausend in der Schublade.

Weitere Anträge der BBV, so Zieglmeier, in den Jahren 1990 und 1995 scheiterten an der CSU-Mehrheit. Besonders bedauerte er die Ablehnung 1995. Damals baute Nürnberg eine neues Stadion, den Bruckern hatte man Teile des alten Hallendaches angeboten. Ein Millionengeschenk, so Zieglmeier.

Richtig Hoffnung kam beim EVF im Jahr 2000 noch einmal auf, als der Förderverein einen Ideenwettbewerb anregte, den die Studenten der Fachhochschule München mit vier Modellen konkretisierten. Doch auch diese Vorschläge landeten in der Versenkung. Weitere Vorstöße 2006 und 2010 blieben irgendwo auf dem Verwaltungsweg hängen, sagte Zieglmeier frustriert.

In diesem Jahr gelang es BBV-Stadtrat Klaus Quinten, die Planungen parteiübergreifend neu anzustoßen. Zumindest hat der Haupt- und Finanzausschuss erstmals Gelder dafür in den Haushalt eingeplant. Allerdings muss sich auch der EVF an den Kosten beteiligen, sollte es nun tatsächlich konkret werden.  

von Dieter Metzler

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