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Stadtsaal

Jahresauftakt im Traumland der Operette

Was wäre ein Jahresanfang ohne ein Feuerwerk der Operette im Stadtsaal? Für die zahlreichen Freunde der Chorgemeinschaft Fürstenfeldbruck sicherlich undenkbar.

Fürstenfeldbruck – Dieses Mal standen laut Titel „Frauenträume“ und „Männerwünsche“ im Mittelpunkt des zweistündigen Programms. Und nach dem Applaus zu urteilen, wurden die Wünsche der Zuschauer beiderlei Geschlechts damit mehr als erfüllt. Dirigent, Arrangeur und Gesamtleiter Klaus Linkel hatte bei der Auswahl der Stücke auf eine Mischung aus Klassikern und weniger bekannten Stücken geachtet.

Den Anfang machte das perfekt aufspielende Westböhmische Symphonieorchester mit Jacques Offenbachs Ouvertüre zu „Orpheus in der Unterwelt“. Es katapultierte das Publikum damit ohne Umschweife in das Traumland der Operette, wo sich alles um Liebe und Intrige, Irrungen und Wirrungen dreht - und wo Dinge wie „Nur ein Stückchen Batist“ zum Zankapfel zwischen zwei musikalischen Helden werden.

Das Duett von Christian Bauer (Tenor) und Torsten Frisch (Bariton) stammt aus Franz Léhars Singspiel „Frühling“ – einem Werk, das in den Augen Linkels zu Unrecht in Vergessenheit geraten ist. Bauer, Frisch und Sopranistin Christina Gerstberger gehören zu den Brucker Neujahrskonzerten wie Sekt und Feuerwerk zur Silvesternacht. Alle drei überzeugten nicht nur durch Stimmgewalt, sondern ließen auch ihrem komödiantischen Talent freien Lauf.

Gerstberger gab Offenbachs wimpernklimpernde „Schöne Helena“ ebenso überzeugend wie die temperamentvolle Mascha aus Léhars „Zarewitsch“ und die pfiffige Annina aus Johann Strauß’ „Nacht in Venedig“. Frisch brillierte unter anderem als gekränkter Schwerenöter und verführerischer Herzog, während Christian Bauer in Ringel-Shirt und Schärpe einen veritablen venezianischen Gondoliere abgab.

Und wie sich die beiden Herren schließlich noch in „Dein ist mein ganzes Herz“ um die Dame kabbelten, die ihrerseits Klaus Linkel auf dem Dirigentenpult anschmachtete – es sind Kniffs wie dieser, die den Neujahrskonzerten der Chorgemeinschaft ihren besonderen Charme verleihen.

Der Chor selbst durfte bei insgesamt sechs Einsätzen zeigen, dass er unter seinem neuen Leiter Bernhard Westermaier nichts an Qualität eingebüßt hat. Ein starker Frauenchor unterstützte Gerstberger als „Holde Königin“ und gab eine Einlage aus „Hoffmanns Erzählungen“, alle Stimmen gemeinsam ließen das fulminante Finale der „Nacht in Venedig“ erklingen – ein Werk übrigens, das aufgrund seines allzu banalen Textes bei der Uraufführung glatt durchfiel, wie Moderatorin Lilli Linkel zu berichten wusste. Erst im zweiten Anlauf mit komplett umgeschriebenen Text konnte sich Komponist Johann Strauß über einen triumphalen Erfolg freuen. Für die Zuschauer im Stadtsaal endete der Abend mit drei Zugaben und einem Regen aus goldenem Glitzer - so federleicht wie die Träume aus dem Operetten-Land. (os)

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