Katrin Staffler (CSU)hat die Kontakte nach Berlin.

Fürstenfeldbruck

Jeder kann einen Beitrag zum Schutz des Regenwalds leisten

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In Südamerika wird der Regenwald niedergebrannt. In Asien abgeholzt für die Produktion von Soja und Palmöl. In Afrika und im Speziellen im Kongo ist zumindest der Baumbestand noch gut erhalten, aber auch hier droht Gefahr. 

Fürstenfeldbruck – Um darauf aufmerksam zu machen und um Helfer zu gewinnen, organisierte die Bundestagsabgeordnete Katrin Staffler (CSU) jetzt ein Gespräch. Mit dabei waren die Kongo-Experten Pfarrer Josef Aicher, Vermessungsingenieur Rainer Widmann und Peter Kiefer von der Olchinger Kolpingsfamilie.

Katrin Staffler (CSU)hat die Kontakte nach Berlin.

Der 86-jährige Aicher ist seit 40 Jahren Pfarrer in Yaloya im Kongo. Und er sagt: „So schlimm wie jetzt, war es dort noch nie.“ Der Wildbestand sei besorgniserregend geschrumpft und jetzt drohe auch noch die massive Abholzung des Regenwalds durch die Holzwirtschaft, finanziert von ausländischen Investoren. Die Menschen dort brauchen Anreize ihren Wald zu schützen und vor allem brauchen sie eine Zukunftsperspektive, so der Pfarrer.

Funktionieren kann das auf zwei Arten. Zum einen hat die Bundesregierung im kürzlich verabschiedeten Klimapaket 1,5 Milliarden Euro für den Schutz der Regenwälder eingeplant. Verwaltet wird das Geld von Bundesminister Gerd Müller (CSU) und dem Amt für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Mit ihm steht Katrin Staffler im engen Kontakt. Sie berichtet ihm von Problem vor Ort oder schlägt immer wieder Projekte vor, in die das Geld investiert werden kann.

Zum anderen braucht es die Hilfe von Freiwilligen, die sich über die Kolpingsfamilie engagieren können. „Geld ist gut, aber nicht alles“, sagt Widmann. Jeder kann einen Beitrag leisten und sei es nur beim Ausfüllen von Anträgen zu helfen. „Wir wollen auch Beziehungen auf gleicher Ebene schaffen.“ Also Kontakte von Handwerker zu Handwerker oder von Schule zu Schule schaffen.  tel

Helfer gesucht

Wer sich über Projekte und Mitmachmöglichkeiten informieren will, kann zum Afrika-Treff an jedem ersten Montag im Monat um 19 Uhr ins Kolpingheim nach Olching kommen.

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