+
Die Feuerwehr Fürstenfeldbruck im Einsatz.

Fürstenfeldbruck

Jetzt doch Zustimmung zur zweiten Feuerwache 

Die Stadt hält an der Planung für eine zweite Feuerwache fest. Ein neues Gutachten hat nun auch die Skeptiker im Stadtrat überzeugt. Die wehren sich aber gegen den Vorwurf, sie hätten das Projekt unnötig verzögert.

Fürstenfeldbruck – Für die Stadt ist es ein Horrorszenario: Auf dem Fliegerhorst brennt es und die Feuerwehr ist nicht so schnell da, wie es das Gesetz vorschreibt – weil die Feuerwache einfach zu weit weg ist. Man bewege sich derzeit in einer rechtlichen Grauzone, betonte Christian Kieser, Rechtsamtsleiter der Stadt, im Planungs- und Bauausschuss, der jetzt über den Entwurf für eine zweite Wache an der Flurstraße abzustimmen hatte.

Mahnschreiben der Regierung

„Wir bekommen dazu regelmäßig Mahnschreiben von der Regierung“, sagte Kieser vor der Abstimmung, um die Dringlichkeit der Angelegenheit zu unterstreichen. Seit die Bundeswehr 2016 ihre Brandbekämpfer abgezogen hat und der Verwaltungsgerichtshof feststellte, dass fortan die Freiwllige Feuerwehr Fürstenfeldbruck für das Areal verantwortlich sei, geht die Angst vor Regressansprüchen um.

Deshalb will die Stadt so schnell wie möglich eine zweite Wache bauen. Denn vom bestehenden Bau an der Landsberger Straße aus sind die vorgeschriebenen Alarmzeiten nicht im ganzen Stadtgebiet zu halten – auch nicht mit einer neuen Ausfahrt, mit der die Einsatzfahrzeuge direkt auf die B 471 kämen. Das hat nun ein neues Gutachten bestätigt, das seit vergangener Woche vorliegt.

Im Planungs- und Bauausschuss haben daraufhin auch jene Räte den Neubauplänen an der Flurstraße zugestimmt, die bis zuletzt die Prüfung anderer Optionen verlangt hatten. So hatte Andreas Rothenberger (BBV) noch im Mai gefordert, eine Kooperation mit der Emmeringer Feuerwehr und eine zusätzliche Zufahrt zur B 471 zu prüfen, um möglicherweise die 5,7 Millionen Euro für die neue Wache einzusparen.

Ein Profilisierungsversuch?

Für Andreas Lohde (CSU), den Feuerwehrbeauftragten des Stadtrates, war der Vorstoß nur ein Profilierungsversuch. Rothenberger, der einen Vorschlag aus einer Anwohnerversammlung aufgegriffen hatte, wolle sich „eine Klientel aneignen“, warf Lohde dem BBV-Stadtrat vor und verlangte gar, dass Ausschussmitglieder, die gegen den Neubau stimmen würden, im Haftungsfall die Verantwortung übernehmen sollten.

Rothenberger wehrte sich vehement gegen die Vorwürfe. Wäre die B 471-Zufahrt schon früher geprüft und die rechtliche Situation deutlicher kommuniziert worden, hätte es seine Einwendungen gar nicht gebraucht. All das sei in der Vergangenheit versäumt worden. „Ich bin nicht für die Verzögerungen verantwortlich“, verteidigte sich der BBV-Stadtrat.

Alles war längst bekannt

Rechtsamtsleiter Kieser betonte zwar, all dies sei lange bekannt gewesen, er versprach aber, in Zukunft dies noch deutlicher zu kommunizieren. Letztlich herrschte im Gremium Einigkeit. „Wir können uns den Bau nach allem, was vorliegt, nicht sparen“, sagte Christian Stangl (Grüne). „Wir sind in der Verpflichtung, in die Pötte zu kommen.“

So votierte der Ausschuss einstimmig für den vorgelegten Entwurfsvorschlag. Der sieht im Erdgeschoss eine Feuerwache mit Platz für vier Fahrzeuge vor und darüber zwei Geschoße mit je vier Wohnungen, die günstig an Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr vermietet werden sollen.

Das war die Debatte zuletzt.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

GNTM 2020: Teilnehmerin Nadine ist in München schon berühmt - durch einen anderen Wettbewerb
Nadine hat es bei der 15. Staffel „Germany‘s next Topmodel“ unter die Top 25 geschafft. Die 20-Jährige aus Fürstenfeldbruck bei München hat schon einmal einen …
GNTM 2020: Teilnehmerin Nadine ist in München schon berühmt - durch einen anderen Wettbewerb
Klima-Demo im Stadtpark geplant - Landrat aber bietet Aktivisten eine umweltfreundlichere Lösung an
Der Brucker Ableger der Fridays-For-Future-Bewegung will am Freitag, 13. März, den ersten Klimastreik der Stadt abhalten. Der Landrat unterbreitet den Aktivisten nun ein …
Klima-Demo im Stadtpark geplant - Landrat aber bietet Aktivisten eine umweltfreundlichere Lösung an
Landtag will erst nach der Wahl über Umfahrung entscheiden - was denken Sie über die Trasse?
Der Verkehrsausschuss des Landtags hat die Entscheidung über einen Antrag der Grünen gegen die Südwestumfahrung (SWU) vertagt.
Landtag will erst nach der Wahl über Umfahrung entscheiden - was denken Sie über die Trasse?
Die Kreisverkehrswacht ist reaktiviert
 „Wieder sichtbar werden“: Dieses Ziel hat sich die Kreisverkehrswacht gesetzt.
Die Kreisverkehrswacht ist reaktiviert

Kommentare