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Die Fachmänner (v.l.): Die Techniker Manfred Reiser und Christian Reischl entfernen die alten Parkautomaten und montieren die neuen Geräte. Etwa eine Stunde brauchen sie pro Apparat. 

In Bruck

Jetzt kommen die neuen Parkautomaten

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Schluss mit kaputten Parkautomaten: Die Stadt lässt die 16 Jahre alten Geräte austauschen, weil sie immer wieder ausfielen. Die neuen Maschinen geben allerdings kein Wechselgeld.

Fürstenfeldbruck – Manfred Reiser und Christian Reischl sind Experten – Fachmänner für Parkautomaten. Bei ihnen sitzt jeder Handgriff. Und das muss auch so sein. Denn innerhalb von zwei Tagen wollen sie sämtliche Maschinen im Stadtgebiet austauschen. Die 16 Jahre alten silbernen Geräte kommen weg. Sie werden momentan durch moderne Geräte ersetzt. Insgesamt zehn Stück stehen im Stadtgebiet – drei davon am Viehmarktplatz. Die Aktion kostet die Stadt 32 000 Euro. Ein Automat liegt bei 2600 Euro.

„Wir hatten immer wieder Probleme mit den alten Geräten“, erklärt Stefanie Obermair, die bei der Stadt zuständig ist. „Es passierte öfters, dass kein Parkschein aus dem Automaten kam. Vermutlich haben die Papierschneider im Gehäuse nicht mehr funktioniert.“ Deshalb fiel die Entscheidung, neue Maschinen anzuschaffen.

Die Arbeiten wurden ausgeschrieben, das beste Angebot machte eine Firma aus Nürnberg. „Wir stellen die Automaten der Firma Hectronic auf“, erklärt Keven Lehmann, der für den Vertrieb zuständig ist. Er weist darauf hin, dass die neuen Maschinen (wie die alten auch) mit Solarstrom betrieben werden, also klimaneutral sind. Über ein Panel auf dem Dach des Automaten wird Energie gesammelt, die in einem Akku im unteren Teil des Geräts gespeichert wird. Und warum haben die Apparate keine Wechselgeldfunktion? Auch das kann Lehmann auflösen. „Diese Geräte sind sicherer, weil die eingeworfenen Münzen direkt in einem Tresor landen. Es gibt kein zweites Fach, das man leicht knacken kann.“ Zudem sei es laut Stadt bei den alten Automaten – die durchaus eine Wechselgeld-Funktion hatten – auch zu Störungen gekommen, wenn das Münzfach dafür leer war. Auch in München funktioniere alles ohne Wechselgeld, heißt es aus dem Rathaus. Mit Smartphone oder EC-Karte könne man zwar bisher nicht zahlen. Allerdings könnten die Automaten laut Stadt nachträglich mit dieser Funktion ausgestattet werden.

An den Preisen ändert sich durch den Einbau der neuen Automaten nichts. Die so genannte Semmeltaste bleibt erhalten. Wer nur eine Stunde etwa am Viehmarktplatz parken will, kann dies weiterhin kostenlos tun. Danach muss der Parkautomat aber gefüttert werden. 90 Minuten liegen bei 50 Cent, drei Stunden kosten zwei Euro.

Was mit den Münzen passiert, erklärt Experte Lehmann. „Wichtig ist als erstes der Münzprüfer.“ Der befindet sich direkt hinter der vorderen Wand. Von dort aus wandert das Geld in einen Safe. Die Rolle mit dem Papier für die Tickets hängt im oberen Bereich des Geräts. Etwa einen halben Meter weiter unten befindet sich ein winziger Drucker, der den Parkschein letztendlich fertigt. Anders als bei den alten Geräten gibt es nun ein Plastikfach, aus dem die Bürger ihr Ticket entnehmen können. Obermair: „Ich bin froh, dass keiner mehr seinen Zettel mit den Fingernägeln aus dem Fach pulen muss.“

vu

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