Jubel und Standing Ovations in der Schlussphase: Rund 650 Zuschauer feierten die Handballer des TuS. Foto: Dieter Metzler

Jubel über ein Spiel der Spitzenklasse

Fürstenfeldbruck – Der Tabellenführer aus Nußloch kann kommen. Nach dem grandiosen 33:29-Sieg im Spitzenspiel der 3. Bundesliga gegen die TGS Pforzheim scheinen die Panther des TuS bestens gerüstet zu sein. Doch das in der Nähe von Heidelberg beheimatete Top-Team tritt erst am 5. November in der Wittelsbacher-Halle an.

Was die 650 Zuschauer am Samstagabend aber erlebten, das war Handball der absoluten Spitzenklasse. Mit Standing Ovations in der Schlussphase der Begegnung honorierten die Anhänger die Leistung ihrer Panther, die mit Bravour die erste große Herausforderung in dieser Saison bewältigten. Der Lohn: Nach fünf Spielen bleiben die Panther mit 9:1-Punkten hinter dem punktgleichen Tabellenführer Nußloch weiter ungeschlagen auf Platz zwei.

„Es war ein geiles Spiel“, sagte Erich Raff, Brucks amtierender Bürgermeister und langjähriger Handball-Manager, der die 60 Minuten in unzähligen Fotos festhielt. „Wichtig war, dass bei der kurzen Aufholjagd der Gäste nie der Ausgleich fiel. Selbst beim Unterzahlspiel ließen wir Pforzheim nicht wirklich herankommen.“ Brucks Trainer Martin Wild lobte in der anschließenden Pressekonferenz die unbeschreibliche Atmosphäre in der Halle, die die Mannschaft zu der unglaublichen Energieleistung anspornte. Auch wenn die zweiten 30 Minuten nicht mehr so schön anzuschauen gewesen seien, so Wild. „Dafür waren sie umso umkämpfter.“

Die Gäste aus dem Nordschwarzwald mit ihrem Trainer Andrej Klimovets, der 101 Länderspiele für Weißrussland und 71 für Deutschland bestritten hatte, erwiesen sich als das erwartet starke Top-Team, das sich lange gegen die drohende Niederlage stemmte. In der von beiden Mannschaften sehr intensiv, aber nicht unfair geführten Begegnung konnte sich zunächst keiner absetzen.

Erst gegen Ende der ersten 30 Minuten spielten sich die Brucker mit vier Toren einen kleinen, aber vielleicht in dieser Phase nicht unwesentlichen Vier-Tore-Vorsprung heraus. „Das war die bisher beste Halbzeit, die ich von den Bruckern seit langer Zeit gesehen habe“, schwärmte Fritz Stache, einer der Brucker Dauergäste zur Pause.

Das starke spielerische Niveau konnten beide Mannschaften im zweiten Durchgang nicht mehr abliefern. Das Spiel lebte jetzt von der Spannung, vor allem, ob den hocheingeschätzten Gästen aus dem Nordwesten Baden-Württembergs noch die Wende gelingen würde. Acht Minuten vor dem Ende war der Vorsprung der Panther beim Stand von 28:27 bis auf ein Tor zusammengeschrumpft.

Der mit 15 Treffern erfolgreichste Brucker Angreifer, Sebastian Meinzer, sorgte mit zwei Toren zum rechten Zeitpunkt für die Vorentscheidung, da half den Gästen am Ende auch nicht mehr, den Torwart zugunsten eines siebten Feldspielern herunter zu nehmen. (dm)

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