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Szene aus der Klostergeschichte: Nun folgt die fünfte Inszenierung des Stücks. 

Kultur 

Jubiläum eines Spektakels: Historienspiel zeigt Klostergeschichte

 Im Jahre 1256 ließ der bayerische Herzog Ludwig II. seine Gemahlin Maria von Brabant wegen vermeintlicher Untreue enthaupten. Als Sühneleistung für seine Tat wurde 1263 auf dem „Feld des Fürsten“ ein Kloster gegründet. Diese Geschichte des Kloster Fürstenfeld haben die Mitglieder des Vereins Historienspiel Fürstenfeld vor 13 Jahren vor mehr als 4000 Besuchern uraufgeführt.

Fürstenfeldbruck – 2018 erfolgt die fünfte Inszenierung. Die Vorbereitungen sind in vollem Gange. 

Bei dem Schauspiel agieren meist mehr als hundert Menschen auf der Bühne. Renate Lohde, die Gründerin des gemeinnützigen Vereins, sucht dringend noch Mitwirkende aus dem ganzen Landkreis. Sowohl Schauspieler als auch Tänzer für die Gruppe „Tänzer zu des Fürsten Felde“ werden benötigt. „Es sind keine Bühnenerfahrungen notwendig. Leute jeden Alters können bei der Nummer mitspielen“, sagt die ehemalige Kulturreferentin. „Es waren bisher auch immer einige Kinder dabei.“ Kardinäle, Päpste, das höfische Volk und viele weitere spielen bei der Geschichte eine Rolle. Daher brauche man auch so viele Darsteller, sagt Lohde.

Je nach Eignung teilt Yvonne Brosch, leitende Regisseurin und ehemaliges Mitglied des Bayerischen Staatsschauspiels, den Hobby-Schauspielern passende Rollen zu. „Die tragenden Charaktere übernehmen Profis. Alle anderen Figuren werden von Laiendarstellern gespielt“, sagt Lohde.

Zwischen den hauptberuflichen Statisten und den Laien entstehe meist während der Vorbereitungszeit ein enges soziales Gefüge. Die „Anfänger“ erhalten mimische Anregungen der Profis und werden von deren Können mitgerissen.

Doch nicht nur die Darbietungen sind sehr ansprechend, sondern auch die Kostüme. „Alle Kleider sind handgenäht und realitätsgetreu. Da werden keine Gummibänder oder Druckknöpfe verwendet“, verspricht die Vereinsgründerin. Auf die Frage, worauf sich interessierte Bürger bezüglich des Zeitaufwands einstellen müssen, antwortet sie: „Die Probenzeit beginnt erst zwei Wochen vor der Premiere. Insgesamt ist sie sehr kurz aber intensiv.“ Jeder bekomme frühzeitig seinen Text zugeschickt, somit müsse man bei den Proben nicht bei Null anfangen. „Während der finalen zwei Wochen liegt das Augenmerk auf dem Zusammenspiel der Akteure.“ Die Hauptberuflichen kennen ihre Rollen schon seit Längerem und beherrschen diese daher bereits.

Bei dem Historienspiel handelt es sich um ein Millionenprojekt, das nur durch die freiwilligen Eigenleistungen der Bürger zu stemmen ist. Einige der vergangenen Aufführungen wurden sogar im Fernsehen bei RTL und dem Bayerischen Rundfunk übertragen. (Alexandra Müller)

Die Vorstellungen

finden am Wochenende 7./8. und 9. September 2018 statt. Alle Bürger, die Interesse am Mitwirken haben, können sich unter raimund.froehling@gmx.de melden.

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