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Das Flugmed feierte ein Jubiläum.

60 Jahre Flugmed

Jubiläumsfeier kurz vor dem Fursty-Abschied

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Seit nunmehr 60 Jahren gibt es das Flugmedizinische Institut der Luftwaffe im Fliegerhorst. Das wurde jetzt gefeiert – wenige Jahre vor dem Fursty-Aus.

Fürstenfeldbruck – In den voll klimatisierten Ludger-Hölker-Saal der Offizierschule der Luftwaffe kam eine erlesene Schar nationaler und internationaler Gäste aus Militär, Politik und Wirtschaft. Das dokumentierte die Bedeutung der Flugmedizin in der Bundeswehr. Nach dem tragischen Absturz zweier Eurofighter bei einem Übungsflug über Mecklenburg-Vorpommern mit einem toten Piloten und einem verletzten Flugzeugführer fand der Festakt ohne jegliche Musik statt. Der Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Ingo Gerhartz, der schon auf dem Weg nach Bruck gewesen war, kehrte wegen des Absturzes wieder um, um an den Unfallort zu eilen. So war die Feierstunde streng akademisch fokussiert.

Fursty war auch Wiege der militärischen Flugmedizin

Der Generalarzt der Luftwaffe, Dr. Rafael Schick, bat bei der Begrüßung um Verständnis. Er freue sich, auf 60 Jahre institutionalisierte militärische Flugmedizin zurückblicken zu können und das an dem Ort, wo vor sechs Jahrzehnten alles begann. So wurde Fursty nicht nur zur „Wiege der Luftwaffe“, sondern auch zur Heimat der militärischen Flugmedizin.

Im Februar 1959 hat der damalige Bundesminister für Verteidigung, Franz-Josef Strauß, die Aufstellung des Flugmedizinischen Instituts der Luftwaffe angeordnet. Heute ist die internationale Vernetzung und die fachliche Kooperation aus über 25 Nationen ein zukunftsweisendes Aushängeschild dieses Kompetenzzentrums.

Die Neuausrichtung der Bundeswehr führte im Oktober 2013 zur Aufstellung des Zentrums für Luft- und Raumfahrtmedizin der Luftwaffe am Standort Köln. Durch die Verschmelzung der Dienststellen Flugmedizinisches Institut, Generalarzt der Luftwaffe unter Einbeziehung des Fliegerärztlichen Dienstes erfolgte eine Bündelung aller luft- und raumfahrtmedizinischen Ressorts. Im Jahre 2022 erfolgt für diese Dienststellen der Umzug in ein gemeinsames Gebäude in Köln. Der Fliegerhorst Fürstenfeldbruck soll als Militär-Standort im Jahr 2023 in Gänze aufgelöst werden.

Fursty leistet hochwertigen Beitrag

Der Leiter des Flugmedizinischen Begutachtungszentrums, Oberstarzt Dr. Lothar Bressem, ließ in seinem Vortrag „60 Jahre Flugmedizin in der Bundeswehr“ die Geschichte des Flugmedizinischen Instituts im Zeitraffer Revue passieren. In 60 Jahren Flugmedizin habe die Bundeswehr einen hochwertigen Beitrag geleistet, um einsatzbereite Kräfte für den Flugbetrieb zu stellen. Dieser reiche von der Eignungsfeststellung und Begutachtung für das fliegende Personal über die Ausbildung von flugmedizinischem und sanitätsdienstlichem Personal bis hin zur Versorgung des lizenzpflichtigen Personals im Grundbetrieb und vor allem auch im Einsatz.

Als Festredner zeigte Oliver Ullrich, ein national und international ausgewiesener Experte der Luft- und Raumfahrt, mit seinem Vortrag „Eine Frage des Horizontes: von der Flugmedizin zur Weltraummedizin“ Zukunftsthemen auf, die zugleich Anregung geben sollen für die weitere Ausgestaltung der vereinbarten Kooperation.

Auch interessant: Der Fliegerhorst Fürstenfeldbruck auf dem Weg in die zivile Zukunft

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