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Die jungen Forscher in ihrem Element (v.l.): Cian Sauermoser, Fabian Schatz, Maxi Geschwinder und Patrick Plechinger mit ihrer Physiklehrerin Britta Stamminger.

Jugend forscht

Schlaue Köpfe lösen Alltagssorgen

Was, wenn aus Trinkwasser nach dem Verbrauch zwangsläufig Abwasser wird? Dafür hatte ein schlauer Kopf vom Viscardi-Gymnasium eine Lösung, die er beim Wettbewerb „Jugend forscht“ präsentiert hat.

Fürstenfeldbruck Was, wenn aus Trinkwasser nach dem Verbrauch zwangsläufig Abwasser wird? Dafür hatte ein schlauer Kopf vom Viscardi-Gymnasium eine Lösung parat, die er beim Wettbewerb „Jugend forscht“ präsentiert hat.

Das Patentrezept von Cian Sauermosers lautet: „Ich bastle mir mit einer Plastikflasche, einer Luftpumpe und einem Gartenschlauch eine Druckluftkanone, mit der man Verstopfungen im Abflussrohr Herr wird.“ Gesagt, getan. Aber wie kommt ein Elfjähriger auf so eine Idee? „Mein Opa hatte immer wieder Probleme mit Verstopfungen im Abfluss und er versuchte es mit chemischen Pulvern aus der Drogerie“, erklärt Cian. Viele Stunden tüftelte er an seiner Druckluftkanone und er sagt: „Das kann jeder selbst daheim nachbauen und man braucht gar kein Pülverchen mehr.“

Ein Tischputzroboter auf dem dritten Platz

Seit diesem Schuljahr gibt es am Viscardi-Gymnasium die Forscherwerkstatt. Physik- und Mathelehrerin Britta Stamminger leitet das Projekt „Jugend forscht“. Insgesamt fünf Gruppen stellten beim Regionalwettbewerb ihre Erfindungen vor.

Bleistift- oder Tintenreste auf dem Schreibtisch, oder gar ein zerkauter Kaugummi, der fest am Pult oder am Boden klebt? Kein Problem für die beiden Achtklässler Maxi Geschwinder und Fabian Schatz. Solchen sichtbaren Lern- oder Alltagsspuren rücken die 14-Jährigen mit ihrem Tischputzroboter zu Leibe. „In der Fachrichtung Technik war die Konkurrenz mit 17 Mitbewerbern am größten“, sagen die beiden. Umso stolzer sind sie, dass sie mit ihrer Idee die Jury überzeugen konnten: Mit ihrem Tischputzroboter kamen sie auf Platz drei. Und sind noch längst nicht am Ende mit ihrem Latein: „Wir werden unseren Roboter noch nachrüsten, da ist noch Spielraum nach oben.“

Der Trinkwasserfilter 

Parallel dazu entwickelten Jeanette Plechinger (12) und ihr Bruder Patrick (9) im Rahmen des Wettbewerbs einen Trinkwasserfilter, der mit ganz einfachen Zutaten funktioniert: Man nehme eine Hand voll Erde, Kies, Sand, Kohle und Stoff und eine Konservendose – und fertig ist der Trinkwasserfilter – sprich es fließt sauberes Wasser aus der Dose. „Man kann aus ganz einfachen Materialien einen Filter basteln, das ist für arme Länder sehr interessant“, meint Patrick. Wenn der Schmutz rausgefiltert ist, müsse das Wasser natürlich noch abgekocht werden.

Die jungen Forscher vom Viscardi-Gymnasium sind auch danach noch voller Tatendrang und von Erfindergeist beseelt: „Wir haben noch viele Ideen und die werden wir in der Forscherwerkstatt weiterverfolgen.“

akk

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