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Tim Niklas ist beim Brucker Slam mit dabei.

Säulensaal des veranstaltungsforums

Junge Poeten dichten um die Wette

Die IG Kultur veranstaltet am Samstag um 20 Uhr zum siebten Mal den „Brucker Slam“. Mit tiefsinniger, meist sozialkritischer Dichtkunst treten Nachwuchs-Poeten im Veranstaltungsforum in den Wettstreit. Mit dabei sind Lokalmatadoren.

Fürstenfeldbruck – Gerade einmal fünf Minuten wohnt Tim Niklas (18) vom Kloster entfernt. „Ich kann es vom Balkon aus sehen“, sagt er. Für ihn ist es praktisch ein

Heimspiel – und das zum wiederholten Mal. Bereits zweimal war Niklas beim Brucker Slam am Start. Damals noch im Haus 10 der IG Kultur, die den Wettstreit organisiert.

Bereits im vergangenen Jahr erfolgte wegen des riesigen Zuschauerinteresses der Umzug in den Säulensaal. Und auch der war am Ende ausverkauft. Auch dieses Mal erwarten die Veranstalter wieder einen vollen Saal. Niklas

wundert das angesichts des Teilnehmerfeldes, das der Exil-Brucker und Poetry Slammer Johannes Berger zusammengestellt hat, nicht. „Er hat wieder ein wahnsinniges Line-up auf die Beine gestellt.“

Mit seiner jährlichen Austragung sei der Brucker Slam zwar selten, aber immer gut zusammengestellt. „Es ist schön, wenn die kleine Heimatstadt gute Leute da hat“, sagt Niklas. Auch diesmal konnte Berger wieder Nachwuchspoeten aus der ganzen Republik nach Fürstenfeld lotsen. Neben Niklas und den drei Münchnern Sarah Potye, Katrin Freiburghaus und Paddi Regört gehen im Säulensaal noch Sylvie LeBonheur aus Mannheim, Kaleb Erdmann aus Frankfurt und Florian Wintels aus Hannover auf die Bühne. Erstmals dabei ist zudem die zweite Lokalmatadorin, Felisa Walter vom Beirat der IG Kultur.

Tim Niklas freut sich, dass das Kräftemessen mit der Konkurrenz für ihn ein Heimspiel wird. „Ich bin auch schon bis nach Regensburg für einen Auftritt gefahren“, erzählt der 18-Jährige. „Da ist es schön, wenn man nur mal vor die Tür muss.“ Das macht für den jungen Brucker auch die besondere Atmosphäre seines Heimat-Slams aus. „Es sind immer viele Leute da, die man kennt – und sei es nur vom Sehen beim Einkaufen.“ Das sei etwas anderes, als ein Auftritt vor fremdem Publikum.

Ob er das Publikum mit seinen gesellschaftskritischen, oft auch bitter-zynischen Texten so weit überzeugen kann, dass es für ihn zum Sieg reicht, will Niklas nicht prognostizieren. „Die eigenen Chancen sind schwer kalkulierbar.“ Der größte Konkurrent auf der Bühne sei man ohnehin selbst. „Schließlich will man immer sein Bestes zeigen.“ Letztlich gehe es aber vor allem um die Möglichkeit, daheim aufzutreten. (ad)

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