In Fürstenfeldbruck

Kaiserwetter lockt Besucher zum Weinfest

Guter Auftakt für das Brucker Weinfest: Am sonnigen Donnerstag ließen sich schon viele Besucher im Stadtsaalhof ihren Schoppen schmecken. Das Tagblatt hat die Gäste befragt: Wie kommen Sie überhaupt aufs Weinfest und wieder nach Hause?

Fürstenfeldbruck – Ganz unterschiedlich – dieses Resümee kann man nach einer kleinen Befragung quer durch die anwesenden Besucher am Donnerstagnachmittag ziehen. Da ist zum Beispiel der in Tracht gekleidete Markus Weißenberger, der mit Frau Katharina und den beiden kleinen Kindern samt Kinderwagen vor Ort ist. Die Familie Weißenberger ist mit dem Auto aus Ismaning angereist. Markus Weißenberger selbst darf Wein trinken, seine Frau fährt.

Der 33-Jährige ist aber nicht nur zum Vergnügen hier. Er tritt mit dem Münchner Hochschul-Tanzkreis gleich auf der Bühne auf und gibt bayerische Volkstänze zum Besten. „Wir bleiben danach noch hier und genießen die Stimmung“, sagt er. Das dritte Jahr in Folge ist der Münchner Hochschul-Tanzkreis zu Gast auf dem Weinfest.

Auch Kristijan Pusic ist mit der Familie von München nach Bruck gekommen. Wie er und Frau Marijana die Strecke bewältigt haben, sieht man auf den ersten Blick: Das Ehepaar ist in Motorrad-Kluft und mit Schutzhelm unterwegs. Spontan sei man heute mit der Yamaha gefahren, erzählt Pusic, die Motorrad-Tour führte vom Tegernsee zum Weinfest. „Ich habe es von einem Spezi gewusst, dass in Bruck Weinfest ist“, erzählt Pusic. Sie sind zum ersten Mal hier, die Location gefällt ihnen super. Er selbst kann aber nur auf ein Weißbier – gekauft beim nahen Fürstenfelder – bleiben, dann muss er wieder los und die Kinder abholen. Die Eltern und der Bruder von Pusic samt eigener Familie bleiben noch – sie sind auch aus München mit dem Auto hergefahren, nachdem man das Familientreffen in Bruck vereinbart hatte.

So ähnlich machen es viele Gäste, beobachtet der Gildemeister der Heimatgilde, Daniel Brando. Man habe viele Reservierungen für die Tische bekommen. „Statt in den Biergarten gehen die Leute aufs Weinfest“, sagt Brando. Der Auftakt stellt den Gildemeister jedenfalls schon mal zufrieden.

Viele Besucher von außerhalb des Landkreises sind da, doch auch die direkten Nachbarn kommen natürlich ins Kloster. Ein ganzer Tisch aus Maisach rund um Xaver Hirsch (66) ist zum Beispiel angereist. Und das auf ganz unterschiedlichen Wegen: Per Radl zum Beispiel oder man hat sich von der Verwandtschaft chauffieren lassen. Dabei kommt man öfters aufs Weinfest zu Besuch, sagt Hirsch: „Meistens ist das Wetter zu schlecht, aber heuer passt’s ja.“

Das Kaiserwetter passt zur Stimmung von Hirsch. Er ist just an diesem Tag Opa geworden. Da wird der Besuch auf dem Weinfest natürlich in die Feierlichkeiten integriert, getrunken wird deswegen kein Wein, sondern ein Sekt. Einen Kritikpunkt haben Hirsch und seine Freunde aber. „Zu laut“ sei die Musik, „wir brauchen es nicht wirklich, die Gäste wollen sich ja unterhalten“, sagt er.

Die Maisacher stört ein wenig, dass die veranstaltende Heimatgilde das Musikprogramm ausgebaut hat. Auch Markus Weißenberger, der ja selbst auftritt, meint: Das Rundumprogramm auf dem Weinfest dürfe nicht überhandnehmen, sagt er. Aber immerhin sei so etwas für die Besucher geboten. Für Kristijan Pusic sind Musik und Auftritte aber überhaupt kein Problem: „Die Musik stört nicht.“ (fd)

Das Weinfest

findet noch an diesem Wochenende statt. Das Bühnenprogramm startet am Samstag um 15 Uhr und am Sonntag um 14.15 Uhr.

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