Rotwein und Antipasti mit Blick auf die Klosterkirche servierte Markus Gandlgruber (r.) seiner Frau Tanja und Christian Selter. Als Sitzunterlage dienten zwei Teppiche.
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Rotwein und Antipasti mit Blick auf die Klosterkirche servierte Markus Gandlgruber (r.) seiner Frau Tanja und Christian Selter. Als Sitzunterlage dienten zwei Teppiche.

Mit Regenschirm und Brotzeitkorb

„Karodecke statt Kanaren“: Urlaubsflair beim Fürstenfeld-Picknick

  • Ulrike Osman
    VonUlrike Osman
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„Karodecke statt Kanaren“ lautete das Motto des diesjährigen Fürstenfeld-Picknicks. Doch mit der Karodecke allein war es nicht getan – die meisten Besucher hatten wohlweislich auch Isomatten und Regenschirme dabei. So ausgerüstet konnte ihnen auch das durchwachsene Wetter die Stimmung nicht verhageln. Eine willkommene Abwechslung vom Corona-Alltag.

Fürstenfeldbruck – Es war die erste große Freiluft-Veranstaltung im Veranstaltungsforum nach dem Lockdown, doch die dicken Wolken über Bruck verhinderten, dass es allzu voll wurde. Nicht jeder sah die Situation so zuversichtlich wie Georg Ortlauf aus Gilching, der zum ersten Mal zum Fürstenfeld-Picknick gekommen war. „Man kann sich nicht immer nach dem Wetter richten“, sagte er. „Ich habe eine hübsche Begleitung, da geht die Sonne von allein auf.“

Kurz in der Luft geschwenkt und schon konnten Tanja Vogt und Georg Ortlauf auf dem Sofa Platz nehmen.

Mit Freundin Tatjana Vogt aus Neu-Esting ließ sich der Diplom-Kaufmann auf einem Luftsofa nieder, das nicht einmal mit eigener Lungenpower aufgepustet werden musste. Ein paar Sekunden Hin- und Herschwenken genügten, um den roten Sitzsack mit ausreichend Luft zu füllen. Mit Blick auf die Klosterkirche ließen sich Ortlauf und Vogt ihr erstes Bier schmecken und freuten sich über den entspannten Nachmittag.

Mit einem Bollerwagen hat Markus Gandlgruber seine Picknick-Ausrüstung auf das Klosterareal transportiert – zwei Teppiche, auf denen man im feuchten Gras trocken sitzen kann, und ein dickes Polster als Abstellfläche für die mitgebrachten Köstlichkeiten. „Ich bin Stammgast beim Fürstenfeld-Picknick“, erzählt der Emmeringer. Währenddessen holt er für sich, seine Frau Tanja und den gemeinsamen Freund Christian Selter eine Box mit Antipasti und eine Flasche Rotwein aus dem Picknickkorb.

Das Wetter tat der Stimmung keinen Abbruch. Als ein paar Tropfen fielen, wurden einfach Regenschirme aufgespannt. So wurde es aber auch nicht zu voll in Corona-Zeiten.

Die paar Regentropfen, die zwischenzeitlich vom Himmel fallen, stören die drei nicht. Und auch die rundherum sitzenden Besucher fliehen nicht. Ein paar Regenschirme gehen auf und bald wieder zu – es war nicht mal ein richtiger Schauer. Kinder tollen über den Rasen, unter dem Dach des Waaghäusls stimmt die portugiesische Songwriterin Maria Rui mit ihrer Band das erste Lied des musikalischen Rahmenprogramms an. Besucher flanieren an den Ständen mit Schmuck, Hüten und Kunsthandwerk entlang. Sogar einen Liegestuhl könnte man sich hier kaufen, ein Händler hat viele bunte Exemplare samt passender Sonnenschirme dabei.

Michaela Landmann, die als Mitarbeiterin des Veranstaltungsforums das Picknick koordiniert hat, wischt die am Rande der Klosterwiese aufgebauten Biergarten-Garnituren trocken. Sie ist froh, dass das Fürstenfeld-Picknick nicht abgesagt werden musste. „Hauptsache, die Leute freuen sich über das Angebot und genießen die Zeit.“

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