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Keine Einladungen: Neubürgerempfang bleibt leer

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Von: Stefan Reich

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© Weber

Aus den Nähten geplatzt war der Sitzungssaal des Rathauses auch in den letzten Jahren nie, wenn die Stadt die kürzlich Zugezogenen einlud, um ihnen ihren neuen Wohnort näher zu bringen.

Fürstenfeldbruck - Aber ein gewisses Interesse von Bürgerseite bestand immer, zumindest ein größeres als in vielen anderen Kommunen. Das schien beim Neubürgerempfang am Donnerstagabend erstmals anders, der Zulauf war so gering wie noch nie. „Wir müssen jetzt überlegen, wie wir das Thema in Zukunft angehen“, sagte OB Erich Raff, nachdem er zusammen mit Vertretern der Verwaltung, des Stadtrates und seiner Beiräte etwa eine Stunde lang die Vorzüge der Stadt, die Freizeitmöglichkeiten und aktuelle Bauprojekte vorgestellt hatte. Es gab durchaus auch einige interessante Fakten zu erfahren. Etwa, dass dank der Zuzüge von Familien trotz steigender Zahl der Senioren das Durchschnittsalter der Brucker Bevölkerung sinkt. Nur hörte es fast niemand. Ganze vier Neubürger waren gekommen. Die zeigten sich zwar von ihrem neuen Wohnort richtig angetan. 

Für die Stadtverwaltung war der Abend angesichts der geringen Resonanz dennoch ernüchternd. Um die 50 Besucher – mal etwas mehr, mal etwas weniger – kamen zuletzt zu den Neubürgerempfängen, zu denenen die Stadt bislang zweimal jährlich einlud. Bei gut 1000 neu Zugezogenen pro Jahr war das immerhin fast jeder Zehnte, der zu einem solchen Empfang kam. Das Interesse, sich zu informieren, mit anderen Neubürgern und mit den Vertretern der Verwaltung und der Stadtpolitik ins Gespräch zu kommen, war da. Doch für die Verwaltung bedeutete dies, jedes Jahr rund 2000 persönliche Einladungsschreiben zu adressieren, in Umschläge zu packen und zu verschicken. Das brauchte Zeit und verursachte Kosten. 

Zusammen mit dem OB entschied man, 2018 nur noch einen Empfang zu veranstalten und auf den Versand persönlicher Einladungen zu verzichten. „Wir haben diesmal versucht, über Plakate, den Rathaus-Report und unsere Social-Media-Kanäle zum Neubürgerempfang einzuladen“, sagte Raff. Welche Schlüsse man bei der Stadt ziehen werde – ob man etwa in Zukunft wieder zum alten Vorgehen zurückkehrt oder die Neubürgerempfänge zur Disposition stellt –, müsse man nun besprechen.

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