„Wir haben ein neues Haus, alles Alte flog hinaus“ sangen die Kindergartenkinder aus vollem Hals. Fotos: Rm

Sanierungen weitgehend abgeschlossen

Kindergarten an der Frühlingstraße erblüht in neuem Glanz

Fürstenfeldbruck – Ganz aufgeregt waren die Kinder des Kindergartens Frühlingstraße am Freitag. Endlich durften sie ihren Eltern und den Besuchern ihren frisch renovierten Kindergarten präsentieren. Dazu tanzten die Kinder und sangen ein eigens für diesen Anlass gedichtetes Lied.

Feng Shui-Farben sollen für Wohlbefinden sorgen.

„Fast alles wurde erneuert“, sagte Kindergartenleiterin Andrea Nukovic. „Die Böden und Decken, die schlechte Heizung, die undichten Fenster – auch Wände wurden neu eingezogen.“ Während der rund einjährigen Umbauzeit waren die Kinder im Keller einquartiert. Für Nukovic und ihre Kollegen sei es nicht immer einfach gewesen, Sanierung und Kinderbetreuung parallel zu handhaben.

Mittlerweile sind die Arbeiten weitgehend abgeschlossen, die Handwerker erledigen nur noch Kleinigkeiten. Die Kindergartenfamilie freut sich nun über eine Terrasse und eine Steintreppe, die zum Garten hinunterführt. Es gibt außerdem zusätzliche Toiletten für die Kinder, einen Computerraum für die Betreuer und einen Treppenlift für Essenswägen.

Nukovic wies auch auf die neue Farbgebung hin. Die Möbel sowie Wände und Böden wurden auf Wunsch von Brucks Oberbürgermeister Klaus Pleil nach der chinesischen Harmonielehre Feng Shui gestaltet. Die Gruppenzimmer sind nun zweifarbig. Ein Teil ist in grün und blau, die anderen in lila-gelb oder rot-orange gehalten. „Durch die Farben sollen sich die Kinder und Betreuer wohlfühlen“, so Kindergärtnerin Karin Kammholz. Und Feng Shui soll auch die Gesundheit fördern. „Wenn zum neuen Kindergartenjahr alle Handwerker weg sind, kann die Energie hoffentlich ungehindert fließen“, sagte Nukovic.

Die Regenbogentreppe war eine Idee des Architekten.

Die gesamten Sanierungskosten betrugen circa 1,8 Millionen Euro. Rund eine Million Euro steuerte die Amperstadt bei. „Wir haben viel Geld in die Hand genommen“, so Brucks zweiter Bürgermeister Erich Raff. Doch da in Bruck im vergangenen Jahr wieder mehr Kinder geboren wurden, sei die Sanierung eine wichtige Investition gewesen. Das 45 Jahre alte Haus sei nun ein „kleines Vorzeigeobjekt“. Ende Juli würde eventuell auch der Neubau des Kindergarten Nord beschlossen.

Claus Reitberger, Chef des gleichnamigen Brucker Architekturbüros, war mit dem Umbau beauftragt. Er sorgte auch dafür, dass die restlichen 800 000 Euro, die die Stadt nicht bezahlte, über Fördergelder finanziert werden konnten. Kindergartenleiterin Nukovic überreichte er einen Scheck über 500 Euro. „Für Unnötiges und Überflüssiges“, scherzte er.

Im Kindergarten Frühlingstraße werden 150 Kinder betreut. Die Kinder sind in sechs Gruppen aufgeteilt. Davon sind drei Ganztagsgruppen.  (rm)

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