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Wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt: der Kindergarten Nord.  

Wohnungen geplant

Kindergarten Nord marode – Abriss in Sicht

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Fürstenfeldbruck – Der Kindergarten Nord ist marode. Weil sich eine Sanierung nicht mehr rentiert, soll er abgerissen werden. An seiner Stelle plant die Stadt ein modernes Projekt.

Kindergarten, Hort, Jugendzentrum und Wohnungen für wirtschaftlich schlechter gestellte Menschen unter einem Dach: Es ist ein zukunftsweisendes Projekt, das die Stadt an der Theodor-Heuss-Straße anpeilt. Die zuständigen Ausschüsse votierten nun einstimmig dafür, das Vorhaben weiterzuverfolgen.

Konkret geht es um folgendes: Das zweigeschossige und unterkellerte Gebäude ist heruntergekommen. Momentan sind in dem Haus vier Kindergarten- und drei Hortgruppen untergebracht. Im Keller sind Räume des Jugendzentrums und des Abenteuerspielplatzes sowie der Schlafraum für die Kleinen vom Kindergarten. Die Kinder müssen dorthin durch den Flur laufen, den auch die Jugendlichen vom Juz nutzen und haben momentan keinen direkten Zugang zum Garten.

Im Obergeschoss wohnt der Hausmeister. Zusätzlich kocht das Personal im Erdgeschoss auf etwa 50 Quadratmetern 230 Essen pro Tag für die offene Ganztagsschule, den Hort, Kindergarten und die Mittagsbetreuung. Insgesamt hat das 1974 gebaute Haus eine Nutzfläche von 2365 Quadratmetern. Saniert wurde bisher nie.

Deshalb hat die Verwaltung eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Ergebnis: Die Stadt fährt mit einem Neubau am besten. Eine Sanierung würde 5,4 Millionen Euro kosten. Zusätzlich müssten Hort und Küche während des Umbaus in Container ausgelagert werden, der Hausmeister müsste für die Zeit der Sanierung in eine andere städtische Wohnung ziehen. Das Juz würde geschlossen.

Neubau entlastet Stadtkasse auf lange Sicht

Ein Neubau kostet inklusive der Wohnungen im oberen Geschoss voraussichtlich 10,52 Millionen Euro. Der Wohnungsbau würde mit 500 Euro pro Quadratmeter bezuschusst. Kämmerin Susanne Moroff wies außerdem darauf hin, dass der städtische Säckel auf Grund der Mieteinnahmen auf lange Zeit gesehen entlastet würde. Und die Stadt könnte auf dem dann ehemaligen Kindergarten-Bauplatz noch mehr Wohnungen verwirklichen.

Geplant ist, den Kindergarten in einem Gebäudetrakt separat vom Jugendzentrum unterzubringen. Die Einrichtung für die Kleinen könnte neben dem jetzigen Kindergarten um 90 Grad gedreht (im Bereich des jetzigen Zugangs zum Abenteuerspielplatz) gebaut werden. Die restlichen Räume würden entlang der Theodor-Heuss-Straße an das Kindergartenhaus anschließen. Nachdem der Bau fertig ist, würde das alte Haus abgerissen.

Die Fläche des Abenteuerspielplatzes würde nur während der Umbauphase kleiner, der Spielplatz könnte aus den derzeit genutzten Containern ausziehen. Das Team hat laut Stadt bereits angekündigt, in der Umbauphase mit Einschränkungen ein spezielles Programm auf die Beine zu stellen. Laut Verwaltung wollen auch die Verantwortlichen der übrigen Einrichtungen einen Neubau.

Auch die Stadträte zeigten sich überzeugt von der Idee. „Besondere Zeiten erfordern besonders viel Kreativität“, sagte etwa Markus Droth (CSU) über die 18 geplanten Wohnungen. Hans Schilling (CSU), der selbst in dem Gewerbe arbeitete, meinte, ein Neubau sei wegen der „abenteuerlichen“ Bausubstanz dringend nötig.

Die Container am Bolzplatz haben mit dem Neubau übrigens nichts zu tun. Sie sind ab September notwendig, weil Kindergartenplätze fehlen.

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