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Dennis V. (32) vor Gericht: Er räumte alle Tatvorwürfe ein. Er sagt, dass er selbst leide.

Schon wieder einen Bub missbraucht

Dieser Kinderschänder lässt sich kastrieren

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München - Wegen 35-fachen Missbrauchs saß Dennis V. schon im Knast, vor zwei Jahren verging er sich erneut an einem Buben. Jetzt will er sich operativ kastrieren und die Hoden entfernen lassen.

Dennis V. (32,Name geändert) hält sich Akten vors Gesicht, als er den Gerichtssaal betritt. Niemand soll ihn erkennen – schon gar nicht seine Mithäftlinge. Denn V. hat sich schon mehrfach an Kindern vergangen. Und am 28. April 2014 erneut zugeschlagen: In einem Technikmarkt in Fürstenfeldbruck sprach er einen Buben (9) an. Ihn überredete V., mit nach in seine Wohnung zu fahren, um X-Box zu spielen – und verging sich dort an ihm.

Selbst für Dennis V. ist das nicht mehr zu ertragen. Der Kinderschänder unterzieht sich seitdem freiwillig einer chemischen Kastration, damit er keine Sexualhormone mehr produzieren kann. Außerdem will er sich noch operativ kastrieren und sich die Hoden entfernen lassen.

„Ich wusste, dass mein Leben so nicht weitergehen kann“, erklärte er Dienstag vor dem Landgericht, wo ihm wegen sexuellen Missbrauchs der Prozess gemacht wird. Die Taten gab der Verkäufer zu. Er hatte den Buben in einem Zimmer eingesperrt. Nach einer Weile gab er vor, dass er eine SMS von dessen Mutter bekommen habe: Angeblich sollte K. nachsehen, wie lang dessen Penis sei. Der Bub habe sich die Hose ausziehen lassen. Der Verkäufer habe sich daraufhin einige Minuten an ihm vergriffen. Für sein Schweigen bekam der Bub anschließend etwas aus dem Spielzeugladen. Der Angeklagte zeigte sich dann selbst an.

Kommt Dennis V. in die Sicherheitsverwahrung?

„Es tut mir leid, was ich getan habe“, sagte Dennis V. , der einschlägig vorbestraft ist und wegen 35-fachen Missbrauchs bereits jahrelang hinter Gitter saß. „Ich würde es gerne rückgängig machen, aber es geht nicht.“ Er habe alles zugegeben, um dem Kind die Aussage vor Gericht zu ersparen.

Nach einem Rechtsgespräch stellte das Gericht Dennis V. zwischen dreieinhalb und vier Jahren Haft in Aussicht. Offen ist jedoch die viel wichtigere Frage, ob er auch in Sicherungsverwahrung muss. Das könnte bedeuten, dass er für immer weggesperrt würde.

Die Missbräuche erklärte er damit, dass er selbst als 12-Jähriger auf dem Heimweg von zwei Jugendlichen missbraucht wurde. „Ich bin straffällig geworden, weil ich keine Therapie in dieser Sache gemacht habe“, sagt er.

Im Oktober begann V. deshalb von sich aus die chemische Kastration: Medikamente sollen helfen, seine Triebe ausmerzen. „Seitdem konzentriere ich mich nicht mehr auf Kinder“, behauptet er. Der Prozess dauert an.

Nina Gut

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