Das Gerüst steht schon lange. Doch saniert wird der Turm von St. Bernhard erst 2020.

St. Bernhard in Fürstenfeldbruck

Kirchturm wartet auf Sanierung

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Verglichen mit anderen Kirchenbauten ist er noch nicht alt. Erst 1964 wurde der Turm von St. Bernhard errichtet. Trotzdem geht es der Bausubstanz nicht gut.

Fürstenfeldbruck –  Seit Februar 2018 ist der Turm deshalb eingerüstet, gearbeitet wird bisher aber nicht. Die Fragen an die Pfarrei mehren sich deshalb. Die informiert nun über den aktuellen Stand der Sanierung. Sie soll im Frühjahr 2020 beginnen.

„Natürlich warten wir alle sehr ungeduldig auf die Ausführung der Turmsanierung“, sagt Pfarrer Otto Gäng. Doch es sei unverzichtbar, dabei die Nachhaltigkeit in den Vordergrund zu stellen. Nur so sei die Sicherheit des Turms auf Dauer gewährleist.

Oder anders gesagt: Die Sache ist komplizierter als gedacht. Wie bei so viele Bauten aus den 60er-Jahren, darunter auch die inzwischen sanierte Kirche selbst, erwies sich der Beton als mangelhaft. Dadurch rosten die Stahlarmierungen. Zwischenzeitlich war fraglich, ob der 43 Meter hohe Turm zu retten ist.

Betonteile lösten sich

Schon 2017 lösten sich Betonteile aus der Fassade. Zur Sicherheit von Passanten und parkenden Autos wurde zunächst ein kleines Gerüst angebracht. Diese Maßnahme erwies sich aber als unzureichend. Darum wurde der Turm im Februar 2018 ganz eingerüstet. Erst dann konnten auch die Schäden vollständig erfasst werden.

Danach mussten die Statik geprüft und der Denkmalschutz gehört werden, bevor die Stadt im Juli 2019 die Baugenehmigung für die Sanierung erteilten konnte. Derzeit läuft die Ausschreibung für die nötigen Arbeiten.

Die Finanzierung der Sanierung ist inzwischen weitgehend geklärt. Den Großteil übernimmt das erzbischöfliche Ordinariat. Doch auch die Gemeinde muss einen Teil beisteuern. Das sei schon eine Herausforderung, heißt es in St. Bernhard. Auch Spenden sollen helfen, diese zu meistern. 

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