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Freitag für die Zukunft

Klimaschutz à la FFB: Fahrräder, Fotovoltaik, Bäume

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Freitagvormittag, das heißt seit einigen Monaten: Schulstreik für den Klimaschutz. Gegen CO2-Verbrauch, für erneuerbare Energien. In der Brucker Innenstadt ist zwar noch kein Demozug aufgetaucht, trotzdem fühlen sich einige Stadträte angesprochen.

Fürstenfeldbruck –  „An der eigenen Nase gepackt“ von den Jugendlichen fühlen sich zum Beispiel Dieter Kreis (ÖDP) und Alexa Zierl (Die Partei & Frei). Die Konsequenz für ihre Arbeit als Stadträte: Noch stärker gegen den Klimawandel kämpfen. „Wir müssen jetzt aktiv sein. Wir müssen hier vor Ort etwas tun“, sagt Dieter Kreis. Zierl und Kreis wollen CO2 einsparen und erneuerbare Energien in der Stadt fördern. Diese fassen sie unter „FFB – Fahrräder, Fotovoltaik, Bäume“ zusammen.

Man müsse bei der Verkehrsplanung „als erstes an den Radverkehr denken“ sagt Dieter Kreis. Er fährt oft mit dem Radl vom Brucker Bahnhof durch die Innenstadt. Dann steht er vom Stockmeierweg bis zum Rathaus mit den Autos im Stau. Eine Lösung wären Schutzstreifen für Radfahrer, außerdem sollte man eine Alternativroute abseits der B2 ausschildern – damit unsichere Radfahrer nicht über die Hauptstraße fahren müssen.

Fotovoltaik-Anlagen gehören auf jedes Dach von städtischen Gebäuden sagen die beiden Politiker. Ein Antrag aus 2017, in dem Zierl das fordert, liegt immer noch bei der Verwaltung. Beim Kindergarten in der Frühlingsstraße und bei der Grundschule Mitte sei eine Anlage überfällig, ebenso beim bald sanierten Rathaus: „Das Ding muss drauf. Das wird der Stadt Geld sparen.“ Nicht nur eigene städtische Gebäude, auch Supermärkte, Gewerbehallen oder Parkplätze bieten sich dafür an, sagen die beiden.

Für die Bäume wünscht sich Zierl das Motto „Fördern statt verbieten“. Anstatt mit Schutzverordnungen den Baumbestand zu erhalten, könne man für neue Bäume zum Beispiel einen Zuschuss geben. Nachdem bei der Rathaus-Erweiterung schon über den Begriff „klimaneutral“ debattiert wurde, kündigt Zierl einen neuen Vorstoß an: Neue Baugebiete der Stadt sollen klimaneutral werden.

„Wir zwei werden es nicht schaffen, diese Sachen im Stadtrat alleine durchzusetzen“, sagt Dieter Kreis. Man will sich mit allen Fraktionen absprechen und austauschen. Das Argument, dass Klimaschutz zu teuer ist, wollen die zwei Stadträte in Zukunft entkräften: Wenn die Verwaltung Kosten berechnet, sollen auch Folgekosten aus Umweltschäden auftauchen. Die Stadträte berufen sich auf das Weltwirtschaftsforum – das sieht mittlerweile den Klimawandel und die Folgen als besonders großes Risiko für die Zukunft der Menschheit.  fd

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