Die Parkbank ist kaputt (oben), die Abdeckung des Kneipp-Beckens zerstört: Die Feierwütigen haben die Insel am Silbersteg verwüstet. Mittlerweile haben die Mitarbeiter der Stadt die Becken-Überdachung abmontiert, sie wird repariert. Ein Schreiner hat dem Bankerl eine neue Sitzfläche gezimmert. Das alles auf Kosten der Stadt, „und somit auf Kosten der Allgemeinheit“, sagt ein Mitarbeiter. Das Rathaus will eine Anzeige wegen Sachbeschädigung bei der Polizei aufgeben. 

In Bruck

Kneippinsel verkommt zur Partyzone

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Die Kneippinsel am Silbersteg verkommt immer mehr zur Partyzone. Eine Bank und eine Abdeckung wurden zerstört. Anwohner schimpfen über den Müll, der einfach liegen bleibt. Die Stadt will nun eine Anzeige wegen Sachbeschädigung aufgeben.

Fürstenfeldbruck – Scherben, Chipstüten, Plastikbecher: Immer wieder ärgern sich Anwohner und Spaziergänger über die Sauerei, die nach Partys auf der Kneippinsel hinterlassen wird. Die Stadt hat nun sogar Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Denn zu allem Überfluss wurden unlängst auch noch die Abdeckung des Kneipp-Beckens und eine Sitzbank zerstört. Der Schaden dürfte laut Rathaus bei etwa 2000 bis 3000 Euro liegen.

Stadt-Mitarbeiter mussten Müll wegräumen

Mittlerweile haben die Mitarbeiter des Bauhofs die Abdeckung entfernt. Sie waren es auch, die den Müll auf der Insel eingesammelt haben. „Wenn der Verursacher unbekannt bleibt, muss die Stadt die Wiederherstellung des beschädigten Stadtmobiliars veranlassen und die Kosten hierfür tragen. Somit muss die Allgemeinheit für den Schaden aufkommen“, sagt Michael Probst von der Stadt. „Sollte der Täter ermittelt werden, muss er die Kosten übernehmen.“

Bei der Stadt gehen immer wieder Beschwerden über laute Feiern und Müll auf der Kneippinsel ein. „Bereits früher hat ein privater Sicherheitsdienst dort Kontrollen durchgeführt“, sagt Probst. Er kündigt an, dass dieser wieder beauftragt wird. Die Stadt sei auch darauf angewiesen, dass die Bürger Randalierer im Rathaus melden. Dass sich die Brucker in den Parkanlagen aufhalten, sei gewünscht. „Nur sollten sich die Nutzer dieser Anlagen auch an das Gesetz halten und sich vernünftig verhalten.“

Geschützte Lage könnte Ausbrüche provozieren

Einer der Anwohner vermutet, dass die geschützte Lage die Randale provoziert. „Die Büsche sorgen dafür, dass die Randalierer nicht gesehen werden.“ Er habe festgestellt, dass das Kneipp-Becken schon lange nicht mehr viel genutzt werde. „Das war früher einmal in. Aber mittlerweile haben viele beispielsweise ihre eigene Sauna“, sagt der Anwohner. „Die Bürger erholen sich zu Hause.“

Deshalb schlägt er vor, das Areal umzugestalten. „Beispielsweise könnte man die Büsche entfernen.“ So würde auch der Blick auf die Amper freigegeben. Bei der Stadt gibt es momentan keine Überlegungen diesbezüglich. „Aktuell ist nichts in Planung“, heißt es aus dem Rathaus.

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