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Kommunalwahl 2020: AfD tritt nur für Kreistag an

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Die AfD im Landkreis wird sich im Vorfeld der Kommunalwahl im März 2020 auf die Aufstellung einer Liste für den Kreistag konzentrieren. Weitere Kandidaturen sind nicht vorgesehen.

Fürstenfeldbruck – Bei einem Treffen habe sich herausgestellt, dass viele Mitglieder der AfD aus Sorge vor Repressalien am Arbeitsplatz und aus Furcht vor Attacken aus dem linksextremen Spektrum sehr zurückhaltend mit Kandidaturen sind, antwortet der Vorsitzende der AfD im Landkreis, Florian Jäger, auf Nachfrage. „Wir werden uns aus diesem Grund auf die Aufstellung einer Liste für den Kreistag konzentrieren.“

Für eine Bewerbung als Landrats-Kandidat habe sich niemand gemeldet, erklärte Jäger auf Nachfrage. Der Job des Landrats sei ja eher eine Verwaltungstätigkeit, für die man „niemanden mit sinnvollen politischen Ansichten“ brauche. Wichtig sei, dass sich ein Landrat mit der Verwaltung auskenne. Jemanden ins Rennen zu schicken, nur um einen Kandidaten auf Plakaten präsentieren zu können, sei den Mitgliedern beim Treffen als nicht sinnvoll erschienen, sagte Jäger.

Wer sich aufstellen lässt, muss mit Stress rechnen

AfD-Listen in den verschiedenen Orten seien nicht zu erwarten. Das liege zum einen daran, dass die AfD im Kreis zu wenig Mitglieder habe um eine Liste vollzumachen – derzeit sind es 80. Daher seien die Aussichten relativ schlecht. Außerdem ein gravierender Grund für die Zurückhaltung vieler AfD-Mitglieder: Wer sich auf einer Liste aufstellen lässt, müsse mit Stress rechnen. Daher entschieden sich viele dafür, eher nicht anzutreten.

Jäger berichtet davon, dass AfD-Kandidaten aus Gewerkschaften geworfen worden seien und Repressalien am Arbeitsplatz erleben müssten. „Da stimmt was grundsätzlich nicht in unserer Gesellschaft.“ Auch große Konzerne äußerten sich gegen die AfD, also hielten viele Leute lieber den Mund, um ihren Arbeitsplatz nicht zu verlieren. Die Familie zu ernähren gehe für viele vor.

Die Liste für den Kreistag soll voraussichtlich am ersten Dezember-Wochenende aufgestellt werden, sagt Jäger. Plan sei es, die 70 Plätze umfassende Liste mindestens zu einem Drittel zu füllen. Das solle mit eigenen Leuten geschehen und nicht mit Parteifremden.

Im Kreistag sitzen derzeit sieben Parteien beziehungsweise Gruppierungen. Die CSU erreichte bei der letzten Kommunalwahl 44 Prozent der Stimmen. Die SPD kam auf 19 Prozent, die Grünen auf 14, die Freien Wähler auf elf Prozent, die UBV auf sechs, die ÖPD und die FDP jeweils auf drei Prozent. Insgesamt besteht der Kreistag in Fürstenfeldbruck aus 70 Mitgliedern. (st)

Eine Übersicht über die Vorbereitungen der Parteien und Gruppierungen auf die Kommunalwahl 2020 im Raum Fürstenfeldbruck finden Sie hier

Alle News und Infos zur Kommunalwahl 2020 im Landkreis Fürstenfeldbruck finden Sie immer aktuell auf unserer großen Themenseite.

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