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Kommunalwahl 2020

Grüne stellen so viele Kandidaten wie nie

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Die Grünen liegen bei Umfragen derzeit voll im Trend. Das schlägt sich auch im Landkreis Fürstenfeldbruck nieder. Noch nie hat sich die Öko-Partei in so vielen Orten für Gemeinde- und Stadträte aufgestellt wie zur Kommunalwahl im März 2020.

Fürstenfeldbruck – Der ganze Landkreis ergrünt. Der ganze Landkreis? Nein, nicht ganz: Auch nach der Kommunalwahl wird es einige Gemeinderäte ohne grüne Mitglieder geben – aber nicht mehr viele. In 16 von 23 Gemeinden und Städten bewerben sich die Grünen um lokale Mandate. Über 340 Frauen und Männer lassen sich auf den verschiedenen Listen namentlich nennen, einige von ihnen treten als Parteifreie für die Grünen an. Der Kreisverband ist auf 330 Mitglieder angewachsen. Auf der Liste der Partei für den Kreistag stehen 70 Namen.

Erstmals überhaupt bei einer Kommunalwahl ins Rennen geht die Öko-Partei in Türkenfeld, Schöngeising, Emmering, Mammendorf, Althegnenberg und Alling. Das bedeutet sechs Neuanfänge teils auf dem flachen Land, wo die Grünen traditionell einen schwereren Stand haben als in städtischen Gebieten.

Eine Mammutaufgabe

Gina Merkl

„Es war schon eine Mammutaufgabe, so viele verschiedene Gemeinderatslisten parallel zu koordinieren und erstmals aufzustellen“, sagt Gina Merkl aus dem Kreisvorstand. „Manchmal wurde es etwas hektisch, aber am Ende war es ja eine unglaubliche Erfolgsgeschichte, und darauf können wir wirklich sehr stolz sein.“

Kommunalpolitiker kennen die teils recht komplizierten Regeln, die man einhalten muss, um Kandidaten zu nominieren. Es sei aber gelungen, Beanstandungen jedenfalls habe es keine gegeben, hieß es.

Im dichter besiedelten Osten des Landkreises hätten es die Grünen immer schon leichter gehabt, sagt auch die am politischen Horizont auf Kreisebene noch eher unbekannte Kreistagsspitzenkandidatin Barbara Helmers aus Maisach. „Dass nun auch der dünn besiedelte Westen ergrünt, ist ein beeindruckendes Statement.“ Es spiegele die Ergebnisse der zurückliegenden Landtags- und Europawahl wider, meint der Landratskandidat der Grünen, Jan Halbauer. Gerechnet an der Zahl der Einwohner im Landkreis (knapp 220 000 Ende 2018) seien die Grünen auf lokaler Ebene damit für 92 Prozent der Brucker wählbar, sagt Halbauer. Die fehlenden sechs Orte werde man dann 2026 in Angriff nehmen, kündigt der Brucker Stadt- und Kreisrat an.

Brucks gallische Dörfer

Doch welche Orte sind es nun, die sich wie gallische Dörfer noch standhaft gegen eine politische Ergrünung zur Wehr setzen? Es sind die noch eher ländlich geprägten Orte Hattenhofen (1536 Einwohner), Adelshofen (1739), Jesenwang (1576), Oberschweinbach (1705), Egenhofen (3467) und Mittelstetten (1719). Wobei im letztgenannten Ort die neue Farbe trotzdem Einzug halten könnte. Denn bei einer Gruppierung in dem Dorf, aus dem Vorstandsmitglied Gina Merkl stammt, gibt es zwar keine ausgewiesene grüne Liste, dafür aber Kandidaten mit – wie man hört – bereits ergrüntem Herzen.

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