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Wer setzt sich am Ende durch? Hier wird die Wahl besonders spannend

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Von: Thomas Steinhardt

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Im März findet die Kommunalwahl statt. © Beispielfoto: dpa

Immer deutlicher wirft die Kommunalwahl ihre Schatten voraus. Kandidaten positionieren sich, neue Gesichter erscheinen auf der Bildfläche, bekannte wollen weitermachen. Einige Entscheidungen werden besonders spannend.

Fürstenfeldbruck – Dass amtierende Bürgermeister wieder gewählt werden, ist zwar kein ehernes Gesetz. Allerdings haben Rathaus-Chefs im Amt in der Regel schon eine gute Chance, vom Wähler wieder einen neuen Auftrag zu bekommen. Besonders spannend dürfte die Kommunalwahl deshalb in den Gemeinden werden, wo die bisherigen Bürgermeister aufhören.

Emmering

Hierzu gehört beispielsweise Emmering. In der nicht knapp 7000 Einwohner umfassenden Amper-Gemeinde in unmittelbarer Nähe zur großen Kreisstadt Fürstenfeldbruck tritt Bürgermeister Michael Schanderl nach drei Amtsperioden nicht mehr an. Damit entsteht ein Vakuum, das zu füllen sich gleich fünf Kandidaten anschicken. Als besonders aussichtsreich müssen Stefan Floerecke (CSU) und Fritz Cording (FW) gelten. Floerecke hat mehrjährige Erfahrung als Kreis- und Gemeinderat, Cording war früher im Brucker Rathaus tätig und leitet derzeit die Verwaltung der Gemeinde Seefeld im Landkreis Starnberg. Dass auch FDP, SPD und Grüne Kandidaten ins Rennen schicken, macht eine Stichwahl durchaus wahrscheinlich.

Alling

Ähnlich wie in Emmering gestaltet sich die Lage in Alling. Frederik Röder (CSU) ist Bürgermeister seit dem Jahr 2002 und hört nun auf. In dem knapp 4000 Einwohner starken Ort bewerben sich nun drei Kandidaten für seine Nachfolge, wobei schwer einzuschätzen ist, wer am Ende die Nase vorne haben wird. Möglicherweise schafft es einer der Kandidaten gleich im ersten Durchgang – vielleicht aber auch nicht. Dann gibt es eine Stichwahl.

Egenhofen

Interessierte Blicke werden sich auch auf die Gemeinde Egenhofen richten, wo Josef Nefele nach vielen Jahren aus Altersgründen nicht mehr antreten kann. Obwohl nicht mal 4000 Einwohner stark, Egenhofen ist flächenmäßig eine der größten Gemeinden im Landkreis. Sie umfasst sehr viele kleinere Ortsteile und Weiler mit ganz spezifischen Problemfeldern beziehungsweise Aufgaben.

Ziemlich einzigartig im Landkreis ist die Tatsache, dass sich der im selben Ort amtierende Verwaltungsleiter, Robert Köll, um die Aufgabe des Rathauschefs bewirbt. Er wird sich mit Martin Obermeier messen, der zwar im Gemeinderat sitzt, aber eine neue Gruppierung gründete und so erst mal Unterstützer-Unterschriften sammeln musste, um als Bürgermeister kandidieren zu können. Egal, wer hier das Rennen macht: Er wird der erste hauptamtliche Bürgermeister Egenhofens sein.

Kottgeisering

Definitiv einen neuen (ehrenamtlichen) Bürgermeister geben wird es in Kottgeisering. Die bisherige Bürgermeisterin hört auf und kandidiert als Landrätin.

Althegnenberg

Ähnlich wie in Egenhofen verhält es sich in Althegnenberg: Nach der Wahl wird es einen hauptamtlichen Bürgermeister geben. Zwei Kandidaten wollen den scheidenden Rathaus-Chef beerben – einer davon tritt für die Grünen an. Würde er Bürgermeister in der 2000-Einwohner-Gemeinde an der Grenze zum Nachbarlandkreis Aichach-Friedberg werden, wäre das eine kleine Sensation.

Türkenfeld

Als fast schon entschieden könnte die Wahl in Türkenfeld gelten. Hier hört zwar auch der amtierende Bürgermeister auf, es gibt aber mit Emanuel Staffler (CSU) nur einen Bewerber für die Nachfolge. Wobei: Selbst bei nur einem Kandidaten herrscht eine gewisse Spannung. In solchen Fällen räumt das Gesetz dem Wähler die Möglichkeit ein, einen anderen ihm als geeignet erscheinenden Bürger auf dem Wahlzettel handschriftlich zu vermerken. Dabei gibt es besondere Regeln. Die genannte Person müsste Deutsche/r, sein, mindestens 18 Jahre alt und seit mindestens drei Monaten in der Gemeinde wohnen. Die Konstellation mit nur einem Bewerber tritt in Adelshofen auf, in Jesenwang, Hattenhofen, Mammendorf und in Schöngeising.

Eichenau und FFB

Keine Bürgermeisterwahl aber Gemeinde- beziehungsweise Stadtratswahlen finden in Eichenau und Fürstenfeldbruck statt. Wobei Insider trotzdem mit großer Spannung auf die Große Kreisstadt blicken: Die Zusammensetzung des neuen Stadtrats könnte richtungsweisend für wichtige Projekte werden – etwa für die Nachnutzung des Fliegerhorst-Geländes.

Drohende Stichwahl

Allein wegen der großen Anzahl an Bewerbern zu Stichwahlen kommen könnte es in den Städten Puchheim und Olching. Die jeweiligen Amtsinhaber werden hier von je fünf Gegenkandidaten herausgefordert. In Gröbenzell muss sich der Rathauschef mit vier Herausforderern messen. Gleich sechs Kandidaten treten gegen Landrat Thomas Karmasin an – damit kann man sich die Stichwahl schon ins Terminbuch eintragen, oder? Nicht unbedingt. Im Jahr 2008 etwa gewann Karmasin gleich im ersten Durchgang gegen ebenfalls sechs Bewerber.

Eine Übersicht über die Bewerber findet man in dem Beitrag Die Kommunalwahl 2020 in der Region Fürstenfeldbruck. Alle neuesten Infos, vor allem zur Stichwahl, lesen Sie in unserem Kommunalwahl-Ticker nach. Außerdem sammelt unsere Themenseite alle Beiträge zur Wahl.

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