Ein Mitarbeiter der Stadt Köln hält im neuen Corona-Testzentrum am Hauptbahnhof ein Stäbchen für einen Abstrich in der Hand.
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Die Zahl der Corona-Tests in Deutschland ist gestiegen - und der Anteil der Jüngeren unter den positiv Getesteten (Symbolbild).

Pandemie

Kostenlose Untersuchungen: Neues Corona-Testzentrum öffnet in Bruck - am Dienstag geht´s los

  • Thomas Steinhardt
    vonThomas Steinhardt
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In Fürstenfeldbruck wird voraussichtlich im Lauf der nächsten Woche wieder ein Corona-Testzentrum in Betrieb gehen. Jetzt steht der Tag der Eröffnung fest

  • Einem Beschluss des bayerischen Kabinetts folgend eröffnet der Landkreis ein Corona-Testzentrum
  • Jeder kann sich hier kostenlos testen lassen, muss sich aber registrieren
  • Das Zentrum entsteht in der Hasenheide

Update 31. August: Jetzt steht fest, dass das Testzentrum am 1. September in Betrieb gehen wird. Es wird Montag bis Freitag von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr und Samstag von 8 Uhr bis 14 Uhr geöffnet haben. Jeder Bürger kann sich dort kostenlos auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 testen lassen. Eine Terminreservierung ist nicht möglich. Stattdessen ist eine vorherige Online-Registrierung notwendig, die vor Ort beim Testzentrum erfolgt.

Die Registrierung erfolgt mit Hilfe eines Geräts, das mit einen mobilen Internetzugang ausgerüstet sein muss, etwa einem Smartphone. Zudem muss auf dem Gerät ein QR-Code-Reader installiert sein. Bei der Teststation ist ein QR-Code angebracht, der abgescannt werden muss. Damit wird man auf die Internetseite für die Online-Registrierung weitergeleitet. Für die Registrierung werden vor Ort zwei mobile Daten-Hotspots vorhanden sein.

Sollte eine Selbst-Registrierung auf diesem Weg ausnahmsweise nicht möglich sein, stehen Mitarbeiter zur Unterstützung zur Verfügung. Die bei der Online-Registrierung angegebenen Daten werden vor der Testung überprüft; dazu ist ein Identitätsnachweis (etwa Personalausweis) vorzulegen. Für die Testung sind Container bereit gestellt, das heißt, sie findet nicht im Wege des „Drive Through“ statt, sondern in einem eigens dafür vorgesehenen Raum.

Das Testergebnis – sowohl das positive als auch das negative – wird dem Betroffenen per Mail mitgeteilt; ist dies nicht möglich, auf dem Postweg.

Das war die Erstmeldung

Fürstenfeldbruck - Im Landkreis Fürstenfeldbruck wird voraussichtlich im Lauf der nächsten Woche wieder ein Testzentrum in Betrieb gehen, und zwar in der Stadt Fürstenfeldbruck, Gewerbegebiet Hasenheide, Am Hardtanger 5.

Das Bayerische Testzentrum Fürstenfeldbruck betreibt im Auftrag des Landratsamts der Malteser Hilfsdienst . in Zusammenarbeit mit der Firma, mit der der Freistaat Bayern einen Rahmenvertrag über Labor- und dazugehörige IT-Leistungen geschlossen hat. Es wird voraussichtlich eine Kapazität von circa 300 Testungen pro Tag haben.

Testzentrum FFB: Terminvereinbarung nicht nötig

Im Testzentrum kann sich dann jeder Bürger kostenlos testen lassen, der das möchte. Auch ein Wohnsitz im Landkreis ist nicht erforderlich. Eine vorherige Terminvereinbarung ist nicht notwendig und auch nicht möglich. Zwingende Voraussetzung für eine Testung ist aber eine Online-Registrierung.

Jede Person kann sich ausschließlich vor Ort durch das eigene Smartphone registrieren. Vereinfacht gesagt: Für das Smartphone wird ein Online-Formular zur Verfügung gestellt, das man dann ausfüllen muss. Es wird dafür zwei Daten-Hotspots beim Testzentrum geben. Sollte im Einzelfall kein Smartphone vorhanden sein, kann die digitale Registrierung bei der Anmeldung vor Ort durch Mitarbeiter des Testzentrums erfolgen.

Das Testzentrum wird von Montag bis Samstag geöffnet haben. Die genauen Öffnungszeiten und weitere Informationen folgen in der nächsten Woche und sind dann auch auf der Webseite des Landratsamts unter www.lra-ffb.de zu finden.

Zentrum FFB auch für Reihen-Testungen

Mit der Einrichtung des Testzentrums erfüllt das Landratsamt Fürstenfeldbruck den Ministerratsbeschluss vom 10. August 2020, „in jeder kreisfreien Stadt und jedem Landkreis ein Bayerisches Testzentrum umgehend einzurichten, in dem sich jeder kostenlos testen lassen kann.“ Damit soll das Testangebot in Bayern für eine Untersuchung auf SARS-CoV-2 noch einmal erheblich ausgebaut werden. Dieses Angebot soll auch für die Reihentestungen etwa von Lehrkräften und dem pädagogischen Personal der Kindertagesstätten genutzt werden, wenn der Bedarf hierfür besteht. Für diese werden dann spezielle Zeiten reserviert.

Die Einrichtung folgt dem Konzept des Freistaats Bayern, der auch die notwendigen und angemessenen Kosten für den Betrieb des Testzentrums tragen wird, soweit die diese nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung oder anderen Kostenträgern übernommen werden.

Im März und April diesen Jahres hatte das Landratsamt sehr schnell Teststationen in der Stadt Fürstenfeldbruck und Germering eingerichtet; aufgrund des stark sinkenden Bedarfs wurde dann nur noch die Teststation in Fürstenfeldbruck weiter betrieben. Deren Betrieb wurde Mitte Juli eingestellt, weil zuletzt die Kassenärztliche Vereinigung Bayern ihr Personal abgezogen und die Kooperation aufgekündigt hatte.

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