Jahresbericht

Kreisklinik will Intensivstation erweitern

Fürstenfeldbruck – 18 775 Menschen wurden im Jahr 2016 stationär in der Kreisklinik behandelt. Die Zahl ist höher als in den Jahren zuvor, wie Klinikchef Stefan Bauer jetzt im Kreistag berichtete.

Ohne die Tochtergesellschaften zählt die Kreisklinik 530 Vollzeitstellen. Darunter sind 113 Ärzte und 241 Kräfte in der Stationspflege und 66 in der Funktionspflege wie etwa im Operationsraum.

Im Jahr 2016 wurde ein Überschuss von 470 000 Euro erwirtschaftet, wobei in den Jahren zuvor stets ein Minus stand. Nach Gesetzes-Änderungen soll die Klinik-Finanzierung künftig stärker an die Qualität und weniger an die Zahl der Patienten geknüpft sein, erläuterte Bauer.

Insgesamt lägen die Investitionsförderungen hinter dem Bedarf zurück, wobei es in Bayern Hoffnung auf Ausgleich durch den Freistaat gebe. Zweidrittel aller Ausgaben seien Personalkosten, wobei die Tarife schneller stiegen als die Preisanpassung. Das Tochterunternehmen Kws (Wäsche-Service) solle aufgegeben werden. Denn die Steuervorteile, wegen derer es gegründet worden war, fallen weg.

Personal zu finden sei weiter schwierig, sagte Bauer. Es gebe zwar Nachwuchs durch Ausbildung, dieser reiche aber nicht aus. Daher brauche man ausländische Kräfte. Arbeiter aus dem Bereich des früheren Jugoslawien schafften es am häufigsten, die benötigten Deutschkenntnisse (Fachjargon: B2) nachzuweisen.

Langfristig (2019/2020) möchte die Klinik die Intensivstation stärken. Vor allem wegen der Hygienevorschriften sei das nur mit einem Umbau möglich. Bauer selbst verlässt die Kreisklinik 2017 nach 16 Jahren.

Auf die Dauer müsse man sich auf immer mehr Altersmedizin konzentrieren, sagte der scheidende Chef in einer Art Ausblick. Die Verweildauer werde sinken. Kleinere Abteilungen würden Probleme bekommen. Denkbar sei, dass es in 20 Jahren nur eine Klinik für zwei oder drei Landkreis gebe. (st)

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