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Die Jugendhilfe wird den Landkreis im nächsten Jahr voraussichtlich knapp 23 Millionen Euro kosten.

Aus dem Jugendhilfe-Ausschuss

Jugendhilfe kostet 23 Millionen Euro - Erneute Steigerung im Vergleich zum Vorjahr

  • Thomas Steinhardt
    vonThomas Steinhardt
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Die Jugendhilfe wird den Landkreis im nächsten Jahr voraussichtlich knapp 23 Millionen Euro kosten. Ändern lässt sich daran praktisch nichts.

Landkreis – „Es ist halt die übliche Million mehr“, kommentierte Landrat Karmasin die Entwicklung gegenüber dem Vorjahr und die der Jahre zuvor. Jugendreferent Stefan Floerecke (CSU) erinnerte daran, dass der Jugendhilfe-Etat praktisch nur aus Pflichtaufgaben bestehe. Spielraum habe der Landkreis wenig. Angesichts der stetigen Steigerungen komme der Bund früher oder später aber nicht um eine Unterstützung herum. Steigerungen gab es unter anderem bei der stationären Hilfe und bei den Zuschüssen für Eltern, die sich die Kita-Gebühren nicht leisten können. Außerdem ständig im Steigen inbegriffen: Die Begleitung für Schüler, die ohne Hilfe den Unterricht nicht meistern könnten. Karmasin: „Das ist eine ganz neue Mode.“

Floerecke legte auch dar, dass die Ausgaben für präventive Maßnahmen erhöht worden seien. Er setze da viel darauf. Logik: Wenn man weniger auf Prävention baut, dann wird´s hinterher noch viel teurer. „In den Familien werden immer mehr Probleme offenkundig.“

Erfolgsmodell Familienstützpunkte

Landrat Thomas Karmasin erinnerte an die Einführung der Familienstützpunkte. Er sei damals sehr skeptisch gewesen, jetzt aber zeige sich, dass sie wichtig und erfolgreich seien. Insofern freue er sich, dass er sich damals habe überzeugen lassen, sagte Karmasin, den eine in diesem Zusammenhang verlorene Wette zwei Flaschen Wein kostete.

Wie sich herausstellte, ist eigentlich nur das Halt-Projekt gegen jugendlichen Alkoholismus im Haushalt disponibel und eben die Familienstützpunkte, wobei Angelika Simon-Kraus (Grüne) schon ankündigte, dass sich ihre Fraktion in der anstehenden Personal-Sparrunde (jede Gruppierung darf einen Pro-Vorschlag machen) für die Jugendhilfe stark machen wolle. Landrat Thomas Karmasin: „Es ist eine segensreiche Wohltat, wenn die Grünen ihren Wunsch dem Jugendamt widmen.“

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