Perfekt: Favre neuer Trainer beim BVB - so hoch ist die Ablösesumme

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Grüne Wiesen, aber auch dichte Besiedelung. Das Luftbild von Alling ist typisch für weite Teile des Landkreises Fürstenfeldbruck.

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Der Landkreis Fürstenfeldbruck und seine Gemeinden

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Es ist das harmonische Nebeneinander von ländlicher Idylle und städtischem Flair, das den Landkreis Fürstenfeldbruck im Westen der Stadt München zu einer der attraktivsten Regionen Oberbayerns macht. Doch die Seele der Region sind die einzelnen Orte. Jeder davon hat seine Besonderheiten.

Fürstenfeldbruck – Neben der Großen Kreisstadt Fürstenfeldbruck gibt es noch drei weitere Städte: Germering, Olching und Puchheim. Sie liegen im Osten des Landkreises, am Rande der Stadt München. Der in weiten Teilen ländlich geprägte Westen gliedert sich in 19 Gemeinden. Acht davon gehören zur Verwaltungsgemeinschaft Mammendorf, drei zur Verwaltungsgemeinschaft Grafrath. Im Südwesten stößt der Landkreis Fürstenfeldbruck an das Fünf-Seen-Land. Dieses landschaftlich sehr reizvolle Gebiet wird als Naherholungsgebiet von Tagestouristen genutzt. Mit rund 215.000 Einwohnern (Stand: Juni 2016) auf 434,79 Quadratkilometern ist der Landkreis Fürstenfeldbruck der am dichtesten besiedelte im ganzen Freistaat Bayern. 

Der Landkreis Fürstenfeldbruck grenzt – im Uhrzeigersinn – im Nordwesten an den Landkreis Dachau, an die Stadt und den Landkreis München sowie an die Landkreise Starnberg, Landsberg am Lech und Aichach-Friedberg. Prägend für Teile des Brucker Landes ist der Fluss Amper. Die Amper kommt und fließt von Südwest nach Nordost durch den Landkreis Fürstenfeldbruck. Weiter nördlich fließt die kleinere Maisach.

Hauptverkehrsadern im Landkreis Fürstenfeldbruck sind die Bundesstraßen B 2 und B 471 sowie die Autobahnen A 96 (München – Lindau) und A 8 (München – Stuttgart), die den Landkreis räumlich flankieren, in weiten Teilen auf Flur der Nachbar-Kreise liegen. Die sogenannte Eschenrieder Spange verbindet die A 8 mit der Münchner Ringautobahn A 99.

Das Gerüst für den Öffentlichen Personennahverkehr im Landkreis Fürstenfeldbruck bilden vorrangig die drei S-Bahnlinien S 3 (bis Mammendorf), S 4 (bis Geltendorf im Landkreis Landsberg am Lech) und S 8 (bis Herrsching im Landkreis Starnberg). Das Brucker Land durchqueren außerdem die Züge zwischen München und Augsburg sowie zwischen München und Buchloe (Landkreis Ostallgäu) und weiter in die Schweiz. Überhaupt ist der Verkehr ein großes Thema in der Politik im Landkreis Fürstenfeldbruck und wird wohl auch für die Landtagswahl 2018 mitentscheidend sein. 

Fürstenfeldbruck

Die Große Kreisstadt liegt rund 25 Kilometer westlich der bayerischen Landeshauptstadt und etwa 40 Kilometer südöstlich von Augsburg. Derzeit leben in Fürstenfeldbruck rund 35.800 Menschen (Stand: Juni 2016). In der Amperstadt befinden sich wichtige Behörden wie das Landratsamt und das Finanzamt. Seit dem 21. Mai 2017 ist Erich Raff Oberbürgermeister von Fürstenfeldbruck.

Zu Fürstenfeldbruck gehören auch die kleineren Orte Aich, Gelbenholzen, Lindach, Neu-Lindach, Pfaffing und Puch. Der Name der Stadt vereint die Namen Fürstenfeld und Bruck. Fürstenfeld leitet sich vom gleichnamigen Zisterzienserkloster ab, das im Jahr 1263 gegründet wurde. Schon vorher hatten sich Menschen in Bruck angesiedelt, einem Örtchen an der Amperbrücke in direkter Nachbarschaft des Klosters Fürstenfeld. Am 6. August 1908 wurde der Markt Bruck offiziell in Fürstenfeldbruck umbenannt und am 30. September 1935 wurde die Gemeinde unter der Ägide der Nationalsozialisten zur Stadt erhoben. Ihre Postleitzahl lautet 82256.

Das Kloster Fürstenfeld

Fürstenfeldbruck zieht die meisten Arbeitnehmer im Landkreis an. Mehr als 14.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte zählt das Landesamt für Statistik in der Großen Kreisstadt. Die meisten berufstätigen Einwohner der Stadt Fürstenfeldbruck pendeln aber ins nahe München. Die Wirtschaftskraft und die Nähe zu München führen dazu, dass die Amperstadt von Jahr zu Jahr wächst. 2015 wurden dementsprechend 180 Wohnungen fertiggestellt. Doch Fürstenfeldbruck ist auch ein kulturelles Zentrum mit Strahlkraft. Das Kloster Fürstenfeld ist weit über die Landkreis-Grenzen hinaus bekannt als Veranstaltungsort. Das ganze Jahr über besuchen dort Menschen aus München und Umgebung Konzerte, Theatervorführungen, Ausstellungen, Kongresse oder Märkte. Auf dem Klostergelände gibt es zwei Gaststätten mit Biergarten: Den Klosterwirt und das Restaurant Fürstenfelder.

Kommunalpolitisch die größte Herausforderung der kommenden Jahre ist für Fürstenfeldbruck die Konversion des Fliegerhorstes, von Einheimischen oft „Fursty“ genannt. Der Bürgermeister und der Stadtrat müssen regeln, was mit dem riesigen Areal im Norden der Stadt Fürstenfeldbruck passiert, wenn die Bundeswehr im Jahre 2023 – das ist im Moment das offiziell genannte Datum – abzieht. Klar ist, dass Wohnungen und Arbeitsplätze entstehen sollen. Bei den Planung miteinbezogen werden aber auch die Anrainergemeinden Emmering, Maisach und Olching. Wegen seiner Nähe zu München kämpft Fürstenfeldbruck zudem mit dem Abfluss eines großen Teiles der Kaufkraft seiner Einwohner. Überregional bekannt ist Fürstenfeldbruck auch durch die Brauerei Kaltenberg, die hier ihren Sitz hat. 

Fürstenfeldbruck liegt an der S-Bahnline 4. In der Stadt gibt es zwei Bahnhöfe: Fürstenfeldbruck und Buchenau. Vom Bahnhof Fürstenfeldbruck ist man zu Fuß in wenigen Minuten in der Innenstadt und am Kloster Fürstenfeld mit seinem Veranstaltungszentrum. Am S-Bahnhof gibt es auch einen Busbahnhof. In Fürstenfeldbruck gibt es unter anderem zwei Gymnasien, eine Realschule, FOS/BOS und eine Berufsschule. Die Amperoase vereinigt ein Frei- und ein Hallenbad, daneben gibt es ein nicht überdachtes Eisstadion. Der Amperstausee ist ein beliebtes Revier für  Spaziergänger und Müßiggänger – besonders im Sommer. Er wird deshalb auch Arbeiter-Riviera genannt. Zwei der berühmtesten Söhne der Stadt waren Ferdinand und Oskar von Miller. Oskar war Gründer der Brucker Stadtwerke, Ferdinand schuf die Münchner Bavaria. Ein Bronzeabguss ihres Fingers ist in der Hauptstraße aufgestellt.

Germering

Mit fast 40.000 Einwohnern (Stand: Juni 2016) ist die Stadt Germering die größte Kommune im Landkreis Fürstenfeldbruck. Sie wurde im Rahmen der Gemeindegebietsreform 1978 aus den bis dahin eigenständigen Gemeinden Germering und Unterpfaffenhofen gebildet. Am 1. Oktober 2004 ist Germering zur Großen Kreisstadt erhoben worden. 82110 lautet ihre Postleitzahl.

Oberbürgermeister der Stadt ist seit 2008 Andreas Haas (CSU). Der 53-jährige Jurist steht einem städtisch geprägten Gemeinwesen vor, das aber durchaus noch ländliche Strukturen aufweist. In den sogenannten Altdörfern Germering und Unterpfaffenhofen gibt es nach wie vor landwirtschaftliche Betriebe. Zu Germering gehört auch der Weiler Nebel. Am Fuße des Parsbergs wurde 1971 der Germeringer See angelegt. Im Sommer lockt er zahlreiche Badegäste an. Das ganze Jahr über ist das Gebiet, in dem es auch einen Kiosk gibt, von Spaziergängern und Radfahrern frequentiert.

Der Germeringer See ist ein beliebtes Naherholungsgebiet.

Wegen seiner sozialen Infrastruktur ist Germering vor allem bei jungen Familien beliebt. Es gibt ein umfassendes Netz an Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen. Zwei Gymnasien, eine Realschule und seit diesem Jahr eine Fachoberschule zählen dazu. Ein Großteil der ansässigen Betriebe und Unternehmen sind dem IT-Bereich zuzuordnen. Bekannteste Firmen sind Cewe, Docuware, Allnet und Stepahead.

Der Bahnhof Germering-Unterpfaffenhofen liegt an der S-Bahnlinie 8, mit der man direkt zum Ammersee oder zum Flughafen München gelangen kann. Ihrer Lage zwischen der A 99 und der A 96 beschert der Großen Kreisstadt insgesamt drei Autobahnausfahrten: Germering Süd (A 96), Germering Mitte und Germering Nord (A 99). Viel Verkehr fließt auch über die Landsberger Straße Richtung Gilching und über die Spange.

Kulturelles Zentrum der Stadt ist die Stadthalle, die in wenigen Minuten vom Bahnhof Unterpfaffenhofen-Germering zu erreichen ist. In dem modernen Gebäude befinden sich verschiedene Veranstaltungssääle, die große Stadtbibliothek und das Restaurant Agua. Die Stadthalle bildet mit den angrenzenden Gebäuden einen Platz, der geschaffen wurde, um Veranstaltungen wie etwa den Christkindlmarkt, das Faschingstreiben oder den Wochenmarkt in angenehmer Umgebung abhalten zu können.

Auch sportlich ist in Germering einiges geboten. Es gibt ein Hallen- und ein Freibad, die Eishalle „Polariom“, einen Golfplatz, Tennisplätze, Sportplätze und diverse Sporthallen. Zwischen Germering und München entsteht der neue Münchner Stadtteil Freiham.

Olching

Der Vogelpark in Olching beherbergt viele seltene Arten

Am 19. Juni 2011 ist Olching zur Stadt erhoben worden. Die jüngste Stadt Bayerns hat die Postleitzahl 82140. Sie erstreckt sich entlang der Amper über knapp 30 Quadratkilometer und zählt rund 27.300 Einwohner (Stand: Juni 2016). Die Stadtteile Olching, Esting, Neu-Esting, Geiselbullach und Graßlfing wurden 1978 im Zuge der Gebietsreform zu einer Stadt zusammengelegt. Das ist auch ein Grund, warum es in Olching vieles mehrfach gibt, wie zum Beispiel vier Feuerwehren und drei Grundschulen.

Chef der Gemeinde beziehungsweise Stadt ist seit 2008 Bürgermeister Andreas Magg (SPD). Während seiner Amtszeit ging der Gewerbepark in Betrieb. Verglichen mit anderen Kommunen ähnlicher Größe hatte Olching zuvor wenig Gewerbesteuer eingenommen, was sich mit der Ansiedlung neuer Firmen ändern soll. Der Gewerbepark ist für viele Firmen attraktiv wegen seiner Nähe zur Autobahn A 8. Die wohl prominenteste Firma, die von dort aus agiert, ist der Internet-Versandriese Amazon. Amazon betreibt in Olching ein großes Versandzentrum, das Lieferungen im Großraum München schneller machen soll. 

Zwar ist Olching eine Stadt, doch ist sie auch ländlich geprägt. Das wird besonders deutlich im Graßlfinger Moos. Besonders schön ist es in den Amperauen und am Olchinger See, der gerade im Sommer stark frequentiert wird. Eine Attraktion von Olching ist auch der Vogelpark, in dem von Frühling bis Herbst ausgefallene Vogelarten bestaunt werden können. Olching besitzt außerdem eine Speedway-Bahn. Der international bekannte Speedway Star Martin Smolinski ist in der Stadt zu Hause. Kulturelles Zentrum der jungen Stadt ist das KOM. Über die Region hinaus bekannt ist Olching unter anderem wegen des alljährlich stattfindenden Faschingszugs, dem größten in Oberbayern. Außerdem wird in Olching alle zwei Jahre die FFB-Schau abgehalten, eine Messe für die regionale Wirtschaft

Puchheim

Das Kulturzentrum PUC bietet die verschiedensten Veranstaltungen.

Die nach der Einwohnerzahl viert größte Kommune im Landkreis ist in mancher Hinsicht eine der ungewöhnlichsten. Puchheim hat einen Stadtteil namens Ort und einen Stadtteil Bahnhof, eine Siedlung, die einst rund um die frühere Münchner Mülldeponie wuchs. Dank eines florierenden Gewerbes ist die rund zwölf Quadratkilometer große Stadt mit ihren rund 21.200 Einwohnern (Stand: Juni 2016) die mit Abstand wohlhabendste Kommune im Landkreis Fürstenfeldbruck. Sie hat die Postleitzahl 82178.

Regiert wird Puchheim, auch das ist einzigartig, seit fast 30 Jahren von SPD-Bürgermeistern. Derzeitiger Amtsinhaber ist Norbert Seidl (54). Die Verkehrsanbindung in der Stadt ist – abgesehen vom regelmäßigen S-Bahn-Ärger – mit Bahnhof und zahlreichen Buslinien praktisch optimal. Puchheim liegt an der S 4 und kämpft seit langem um einen behindertengerechten Bahnhof. Die Stadt ist die Heimat von Migranten aus etwa 100 Ländern. Viele von ihnen wohnen im Stadtteil Planie. Das Miteinander so vieler Nationalitäten ist nicht immer einfach. Ein Bürgerverein kümmert sich mit viel Engagement darum, dass sich trotzdem möglichst alle in ihrem Viertel daheim fühlen können. 

In Puchheim gibt es einen Golfplatz, ein Hallenbad und ein Sportzentrum. Kulturinteressierte sind im Puchheimer Kulturzentrum PUC gut aufgehoben. In Puchheim gibt es ein Gymnasium.

Und die Hochhaus-Silhouette täuscht: ein wenig ist Puchheim eine sehr grüne Stadt. Freien Blick hat man hinter Puchheim-Ort am Parsberg. Der örtliche Heimatverein hat hier ein Ofenrohr aufgestellt, durch das man im wahrsten Sinne des Wortes ins Gebirge sehen kann. Zu einem Puchheimer Problem entwickelt haben sich die Krähen, die in einem Wohngebiet in großer Zahl auftreten und für viele Anwohner ein Ärgernis darstellen. 

Gröbenzell

Nordöstlich von Puchheim und direkt an der Grenze zu München liegt Gröbenzell, eine sehr junge und flächenmäßig kleine Gemeinde. Sie ist nur 6,3 Hektar groß. 1952 ist sie aus Ortsteilen Münchens, Olchings, Puchheims und Geiselbullachs entstanden. In den 1970er Jahren ist der Ort am Gröbenbach mit der Postleitzahl 82194 rasant gewachsen. Heute sind knapp 20.000 Bürger dort ansässig (Stand: Juni 2016). Damit ist Gröbenzell nach den vier Städten einwohnermäßig die größte Gemeinde des Landkreises Fürstenfeldbruck und eine der dichtest besiedelten Gemeinden in ganz Deutschland.

Dennoch ist Platz für zahlreiche Bäume. Die Gröbenzeller bezeichnen ihre Kommune gerne als Gartenstadt - obwohl eine Mehrheit der Bürger im Jahr 2011 die mögliche Stadtwerdung ablehnte. Auf alle Fälle hat sie eine besonders ausgefeilte Baumschutzverordnung, die immer wieder für Kontroversen sorgt. Chef der Gemeinde ist seit 2014 der 52-jährige Martin Schäfer (Unabhängige Wählergemeinschaft). Seit seinem Amtsantritt beschäftigt vor allem die Neugestaltung der Ortsmitte den Gemeinderat. Ein Neubau des Rathauses ist bereits beschlossen, seit Februar wird der Altbau abgerissen. 

Monika Baumgartner, die in der TV-Kultserie Bergdoktor mitspielt, wohnt in Gröbenzell 

Auch so manche bekannte Persönlichkeit hat oder hatte Gröbenzell zu ihrem Zuhause gewählt, darunter die aus zahlreichen Filmen bekannte Schauspielerin Monika Baumgartner, der Buchautor und Karikaturist Werner Tiki Küstenmacher oder die Moderatorin Barbara Schöneberger. Letztere hat Teile ihrer Jugend in der Gemeinde verbracht. Auch der aus dem Film im Namen der Rose bekannte, bereits verstorbene, Volker Prechtel hatte in Gröbenzell gewohnt, ebenso der verstorbene Bildhauer Hubert Elsässer. Sehr beliebt in der Region ist der alljährliche Bücherflohmarkt

Gröbenzell liegt an der Linie S 3 und hat einen eigenen Bahnhof. In der Gemeinde gibt es unter anderem ein Gymnasium und eine Waldorfschule.

Eichenau

In Oberbayern hat Eichenau mit seinem Bürgermeister ein Alleinstellungsmerkmal: Peter Münster ist seit 1. September 2016 der einzige FDP-Mann an der Spitze einer Kommune. In Eichenau (Postleitzahl 82223) leben fast 12.000 Einwohner (Stand: Juni 2016), die innerorts ein gut ausgebautes Busnetz nutzen können. An Fürstenfeldbruck in der einen und München in der anderen Richtung ist die Gemeinde über die S-Bahnlinie 4 angebunden. 

Mehrfach hat das fast sieben Quadratkilometer große Eichenau – allerdings vergeblich – sein Interesse bekundet, Standort für eine weiterführende Schule zu sein. So bleibt es bei zwei Grundschulen im Ort. Die Josef-Dering-Schule ist nach einem Maler und Grafiker benannt, der seit dem Zweiten Weltkrieg bis zu seinem Tod 1999 in Eichenau lebte. Dering schuf das Wappen der Gemeinde, die erst 1957 selbstständig wurde und vorher zu Alling gehört hatte.

Seit knapp drei Jahren ist der Neubau eines Edeka-Marktes ein wichtiges Thema in der Gemeinde, zu dem es im Juli 2015 einen Bürgerentscheid gab. Der fiel zugunsten des Supermarkts aus. Jetzt wird er gebaut. Überhaupt will sich die Gemeinde in Sachen Wirtschaftsförderung und Eventmanagement neu aufstellen. Ein neues Logo soll dies unterstreichen.  

Durch Eichenau fließt der Starzelbach, die Gemeinde liegt teils in ehemaligen Moorgebieten, hat also – trotz umfangreicher Schutzmaßnahmen – immer wieder mit Überschwemmungen zu kämpfen. In Eichenau befindet sich auch das Notfalllager der Kreisfeuerwehr. Die Gemeinde war einst ein berühmtes Anbaugebiet für Pfefferminze. Davon zeugt bis heute ein kleines, aber feines Pfefferminzmuseum.

Emmering

Geografisch im Herzen des Landkreises Fürstenfeldbruck liegt die 6.700 Einwohner (Stand: Juni 2016) zählende Amper-Gemeinde Emmering. Der Ort mit der Postleitzahl 82275 ist geprägt von Wohnhäusern und kleinen Geschäften – und seiner grünen Lunge: dem Emmeringer Hölzl. Auch einen Badesee gibt es vor den Toren der Gemeinde. Emmering ist mit der Stadt Fürstenfeldbruck zusammengewachsen. Da Emmering früher eine Künstlerkolonie war, gibt es noch heute einige Künstlervillen, die Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden, so etwa die Petersen-Villa.

Die viertgrößte Gemeinde im Landkreis ohne Stadt-Status besteht aus den fünf Ortsteilen Dürr-Emmering, Fett-Emmering, Untere Au, Tonwerk und Roggenstein mit dem gleichnamigen Burgstall. Insgesamt ist die Kommune fast elf Quadratkilometer groß. Der amtierende Bürgermeister und studierte Agrarwirt Dr. Michael Schanderl von den Freien Wählern ist bereits seit 2002 im Amt.

Die Kapelle Roggenstein bei Emmering ist von Kunsthistorischer Bedeutung.

Am Rande von Emmering liegt das Gut Roggenstein. Die Wirtschaftsgebäude werden heute als staatliches Versuchsgut genutzt. Die alte Burgkapelle auf einem Hügel ist in ihrem Inneren mit außergewöhnlichen Fresken bemalt, die kürzlich restauriert wurden. Zu bestimmten Terminen kann die Kapelle besichtigt werden.

Das Gebiet rund um das Rathaus bekam in den vergangenen Jahren ein neues Gesicht. Das Rathaus selbst wurde erweitert und modernisiert. Die Amperhalle, die für Sport und als Veranstaltungsort genutzt wird, wurde aufwändig saniert. Ein Seniorenzentrum entstand.

Das Gewerbegebiet an der Moosfeldstraße liegt am westlichen Rand der Gemeinde. Die Grund- und Mittelschule hinter dem Rathaus bereitet die kleinen Emmeringer auf ihren Weg in die Welt vor.

Der Ort liegt zwar an der Trasse der S 4, hat aber keinen eigenen Bahnhof. Auch die vielen Autotransporte einer Firma, die mitten durch die Gemeinde Ort fahren, sind einigen Bürgern ein Dorn im Auge. Wichtig im öffentlichen Leben sind unter anderem die beiden großen Sportvereine, der TVE und der FCE.

Alling

Alling ist das am weitesten östlich gelegene Dorf im Landkreis Fürstenfeldbruck und – abgesehen von Puchheim-Ort – die stadtnächste, noch in Teilen landwirtschaftlich geprägte Siedlung. Dank eines neuen, im Gemeinderat nicht unumstrittenen Baugebiets nähert sich die Einwohnerzahl der Marke von 4.000 (Stand: Juni 2016). Bürgermeister ist Frederik Röder (CSU), seine Partei stellt auch die stärkste Fraktion im Gemeinderat.

Alling hat die Postleitzahl 82239. Die Kommune ist fast exakt 21 Quadratkilometer groß. Sie hat zehn Ortsteile: Die Pfarrdörfer Alling und Biburg; die Kirchdörfer Holzhausen und Holzkirchen; die Weiler Gagers, Germannsberg, Hoflach, Neuried und Wagelsried und die Einöde Angerhof. Die einzelnen Ortsteile werden durch den Regionalbus 852 erschlossen.

Für einen doch noch kleinen Ort gibt es eine ganze Anzahl von (auch größeren) Gewerbebetrieben, die maßgeblich zu einer eigentlich gesunden finanziellen Basis beitragen. Zusammen mit der Nachbarstadt Puchheim führt Alling die Liste der Kommunen mit der höchsten Steuerkraft pro Kopf im Landkreis an.

Die naturbelassenen Fischweiher sind im Sommer ein Geheimtipp zum Baden. Vom Germansberg aus hat man bei Föhn einen Panoramablick auf weite Teile der Alpenkette. Als Veranstaltungsort dient den Allinger eine Mehrzweckhalle samt Außengelände in der Ortsmitte. Es wurde kürzlich saniert.

Geschichtsinteressierten ist Alling ein Begriff. Dort tobte 1422 die Schlacht bei Hoflach. Szenen daraus sind in der Votivkirche Hoflach verewigt. Sie kann manchmal besichtigt werden.

Grafrath

Weil es dort so schön sein soll, trägt der rund 3.800 Einwohner (Stand: Juni 2016) zählende Ort Grafrath auch den Beinamen „bayerisches Bethlehem“. Die etwa 14 Quadratkilometer große Kommune an der Amper besteht aus den früheren Gemeinden Wildenroth und Unteralting. Erst 1972 wurden die damals eigenständigen Orte zusammengelegt.

Auf dem Chefsessel im Rathaus sitzt Bürgermeister Markus Kennerknecht. Die Kommune ist auch der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Grafrath. Diese wird von den Gemeinden Grafrath, Kottgeisering und Schöngeising gebildet. Die Postleitzahl Grafraths lautet 82284.

Wegen seines S-Bahn-Anschlusses (S 4) sowie seiner günstigen Lage an der B 471 und nahe der A 96 zieht Grafrath zahlreiche Neubürger an. Die schöne Lage und die Nähe zum Ammersee lockte auch immer wieder Prominente wie den Komponisten Carl Orff oder den TV-Moderator Joachim Kuhlenkampff nach Grafrath. Aus der Ampergemeinde stammt auch der erste Deutsche Schäferhund. Max von Stephanitz begründete dort mit dem Rüden „Horrand von Grafrath“ im Jahr 1898 eine erfolgreiche Zuchtlinie.

Grafrath liegt am Rande des Naturschutzgebietes Ampermoos, wo es viele seltene Vogelarten gibt. Die Gaststätte Dampfschiff zeugt bis heute dass, dass Grafrath einst ein Touristenort war. Dort hielt das Dampfschiff Mooskuh, das auf der Amper verkehrte und seinen Namen wegen des ausgefallenen Tons seiner Sirene verpasst bekam.

Graf Rasso gab Grafrath seinen Namen. An ihn erinnern eine Wallfahrtskirche und eine Statue im Kreisverkehr an der B 471.

Das Schwimmbad der Grafrather Schule kann an bestimmten Tagen von der Allgemeinheit genutzt werden. Auch der forstliche Versuchsgarten mit Baumriesen aus aller Welt und vielen Veranstaltungen ist einen Besuch wert. Ruhiger ist es am Aussichtsort Paraplui.

Am Rand von Grafrath liegt die Wallfahrtskirche, in der Reliquien des Heiligen Graf Rasso aufbewahrt wurden. In früheren Zeiten pilgerten dahin vor allem Eltern, deren Kinder krank waren. Der Name Graf Rasso ist auch in den Ortsnamen Grafrath eingeflossen. 

Kottgeisering

Ein Geheimtipp für alle, die einen Spaziergang vor Alpenpanorama mit Blick auf Ampermoos und Ammersee machen wollen, ist Kottgeisering. In der etwa acht Quadratkilometer großen Gemeinde mit der Postleitzahl 82288 leben rund 1.600 Einwohner (Stand: Juni 2016). Der Ort gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Grafrath. Bürgermeisterin Sandra Meissner (Bürgervereinigung Kottgeisering) steht einem zwölfköpfigen Gemeinderat vor. 

Dass in der Gemeinde mit dem Fischreiher im Wappen kein Discounter Platz hat, befand eine große Mehrheit bei einem Bürgerentscheid 2016. In respektvollem Abstand zum Altort gibt es zwei inoffizielle Ortsteile: die Kreuzackersiedlung und die Villengegend südlich und nördlich der Bahnlinie. Diese stellt mit dem Bahnhof Grafrath die Verbindung nach Fürstenfeldbruck und München dar. Einen eigenen Bahnhof hat Kottgeisering nicht

Das alte Schulhaus beherbergt heute jüngere Buben und Mädchen in Kindergarten und -krippe. Daneben steht das alte Pfarrhaus, das als Pfarrheim fungiert und neben dem Sportlerheim ein Bezugspunkt im Ort ist. Zu den verdientesten Bürgern zählt Gerd Binnig, der einst den Physik-Nobelpreis gewonnen hat.

Die Kottgeiseringer haben in jüngerer Vergangenheit ihren Dorfplatz neu gestaltet. Es gibt dort auch einen Brunnen.

Schöngeising

Schöngeising gehört zu den kleineren Gemeinden im Landkreis Fürstenfeldbruck, doch es besitzt mit dem Bauernhofmuseum Jexhof, dem Zellhof und seiner landschaftlich schönen Lage an der Amper überregionale Attraktivität. Der 1.900-Einwohner-Ort (Stand: Juni 2016) mit eigenem S-Bahnhof, Anbindung ans Busnetz und an die B 471 liegt verkehrsgünstig, hat sich aber einen ruhigen, ländlichen Charakter bewahrt. Erholung findet man entlang der Amper oder auf dem Ammer-Amper-Radweg.

Das Bauernhofmuseum Jexhof gehört zu Schöngeising.

Der Blick ins Schöngeisinger Straßenverzeichnis verrät, dass hier eine Reihe prominenter Künstler zu Hause waren: die Malerin Johanna Oppenheimer, der Renaissance-Komponist Orlando di Lasso und der Keramiker Gusso Reuss. Namenspate der Schöngeisinger Musikschule ist der Gitarren- und Lautenvirtuose Heinrich Scherrer, der von 1917 bis zu seinem Tod 1937 im Ort lebte. In seinem ehemaligen Wohnhaus befindet sich heute die gemeindliche Anlaufstelle mit dem Büro von Bürgermeister Thomas Totzauer (Freie Wähler).

Das neue Gewerbegebiet ermöglicht der gut zwölf Quadratkilometer großen Kommune dank Flächenverkäufen und Gewerbesteuer mehr finanziellen Spielraum. Schöngeising hat die Postleitzahl 82296. Der Ort gehört zur Verwaltungsgemeinschaft sowie zum Schulverband Grafrath. Schon die Grundschüler fahren mit dem Bus zur Schule in den Nachbarort. Für die allerjüngsten Schöngeisinger ist aber im örtlichen Kinderhaus, das derzeit um eine Krippe erweitert wird, gut gesorgt.

In Schöngeising steht auch ein altes Elektrizitätswerk. Der Pionier der Brucker Stadtwerke, Oscar-von-Miller hat es erbaut. Die Turbinen liefern bis heute Strom. Im Gebiet von Schöngeising liegt das über die Landkreisgrenzen hinaus bekannte Bauernhofmuseum Jexhof.

Türkenfeld

Von allem das Beste hat sich Türkenfeld ausgesucht – zumindest was seine Lage im Landkreis Fürstenfeldbruck anbelangt. Die Landschaft ist reizvoll, die Entfernung zum Ammersee kurz, die Verkehrsanbindung dank naher Autobahn und S-Bahnanschluss optimal. Aktuell leben in der Gemeinde, zu der auch die Ortsteile Zankenhausen, Pleitmannswang und Peutenmühle sowie die Weiler Klotzau, Guggenberg und Burgholz gehören, rund 3.800 Menschen (Stand: Juni 2016). 

Das Rathaus von Türkenfeld ist ein altes Schloss.

Trotz seines dörflichen Charakters besitzt das fast 16 Quadratkilometer große Türkenfeld einiges an mittelständischem Gewerbe. Sowohl die Bürger als auch die Firmen profitieren vom gemeindeeigenen Glasfasernetz. Dieser umfasst nicht nur einen schnellen Anschluss ans Internet, sondern auch die Bereiche Telefonie und Fernsehen.

Pius Keller (CSU), Türkenfelds Bürgermeister, ist seit 2008 im Amt. Dem Gemeinderat ist es ein wichtiges Anliegen, dass der Ort trotz hohen Siedlungsdrucks seinen typischen Charakter behält. Im Ortsteil Zankenhausen lebt Hans Well, Mitglied der berühmten Wellfamilie und der inzwischen aufgelösten Band Biermöslblosn. Auch er setzt sich für ein aktives Dorfleben ein.

Türkenfelds Rathaus ist ein imposantes historisches, ehemaliges Fuggerschloss. Außerdem punktet die Gemeinde mit der Postleitzahll 82299 auch mit seinem traditionellen Silvesterritt, dem Fischerstechen und der Bergweihnacht.

Moorenweis

Die westlichste und – nach Maisach – mit gut 45 Quadratkilometern flächenmäßig zweitgrößte Gemeinde im Landkreis Fürstenfeldbruck heißt Moorenweis. Ihre rund 4.000 Einwohner (Stand: Juni 2016) verteilen sich auf 14 Dörfer und Weiler. Neben dem Hauptort gehören zu Moorenweis die Gemeindeteile Dünzelbach, Eismerszell, Grunertshofen und Steinbach. Außerdem die Weiler Albertshofen, Brandenberg, Hohenzell, Langwied, Luidenhofen, Purk, Römertshofen, Windach und Zell. 82272 lautet die Postleitzahl von Moorenweis.

Die Geschicke der Gemeinde lenkt in der mittlerweile dritten Amtszeit Joseph Schäffler (CSU). Er gilt als Mann des Ausgleichs, was sich auf das Klima im Gemeinderat positiv auswirkt. 

Als Gewerbestandort ist Moorenweis bei mittelständischen Unternehmen beliebt. Die Gemeinde verfügt über eine Grundschule. Außerdem befindet sich im Ortsteil Grunertshofen ein privates katholisches Landschulheim für Grund- und Hauptschüler. Für eine Vielfalt an sportlichen Betätigungsmöglichkeiten sorgt der TSV Moorenweis, einer der größten Vereine im westlichen Fürstenfeldbrucker Landkreis.

Mammendorf

Das zentral im westlichen Landkreis liegende Mammendorf gehört mit seiner rund Jahr 1260 Jahre währenden Geschichte zu einer der ältesten Gemeinden in der Region. Trotz seiner etwa 4700 Einwohner (Stand: Juni 2016) und zahlreicher Betriebe hat es seinen dörflichen Charakter erhalten. Mammendorfs Postleitzahl lautet 82291, Bürgermeister ist Josef Heckl (BGM). Zu seiner rund 21 Quadratkilometer großen Kommune zählen die Ortsteile Egg, Eitelsried, Nannhofen und Peretshofen. Außerdem ist der Ort der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Mammendorf. Dazu gehören die acht Gemeinden Adelshofen, Althegnenberg, Hattenhofen, Jesenwang, Landsberied, Mammendorf, Mittelstetten und Oberschweinbach.

Beim Mammendorfer See lockte 2016 ein Kornkreis Ufo-Gläubige und Neugierige an.

Mammendorf liegt an der viel befahrenen Bahnstrecke München-Augsburg. Mit einer S-Bahnstation und vier Buslinien ist sie hervorragend ans öffentliche Verkehrsnetz angebunden. Eine Vielzahl kultureller, sozialer, politischer und sportlicher Vereinen prägen das Miteinander und sorgen für eine lebendige Gemeinde. So hat etwa der Faschingsumzug seit 1929 Tradition in Mammendorf. Und seit 1981 gibt es auch ein jährliches Volksfest.

Stolz ist die Gemeinde auf das erste Windrad im Landkreis, das auf ihrem Gemeindegrund im November 2014 in Betrieb genommen wurde. Daneben steht inzwischen ein zweites auf Malchinger Flur. Windkraftbefürworter bemühen sich derzeit um eine dritte Anlage.

Nach Mammendorf kommen regelmäßig viele Menschen von außerhalb. Sie werden angezogen vom Freibad mit Seezugang, dem Mammendorfer See als solchem und dem benachbarten Jugendzeltplatz. Einen Besucherrekord verbuchte das Gelände allerdings im Juli 2016: Auf einem Feld hinter dem Erholungsgelände wurden so genannte Kornkreise entdeckt. Daraufhin strömten Ufo-Begeisterte und Neugierige in Scharen herbei. Im Bürgerhaus mit seinem Restaurant „Zur Sonne“ und auf den benachbarten Sportplätzen finden viele Veranstaltungen statt. Berühmt ist das jährliche Pfingstturnier für Nachwuchsfußballer. 

Zu den bekanntesten Persönlichkeiten zählt die bisher einzige Ehrenbürgerin der Gemeinde, Margit Quell. Die ehemalige Gemeinderätin und Kreisrätin gewann zehn Mal olympisches Gold bei den Paralympics in den Disziplinen Leichtathletik und Schwimmen.

Adelshofen

In dem knapp 1.700-Seelen-Dorf (Stand: Juni 2016) Adelshofen ist der Name Programm. Denn hier lebte einst der Adel in einem großen Schloss. Zunächst ist das Geschlecht der Herren von Adelshofen in dem vormals prächtigen Gebäude nachgewiesen, später das Augsburger Patriziergeschlecht Fugger. Heute existiert vom Schloss nur noch ein kleines Gebäude – das Schlossrichterhaus – sowie Überreste des Schlossgrabens.

Doch auch nach dem Abriss bestimmt das Areal die Geschichte der Gemeinde bis heute. Später lebten dort die Klosterschwestern der Kongregation der armen Schulschwestern. Im Kloster unterrichteten sie Kinder und Jugendliche – darunter auch Bürgermeister Michael Raith (CSU). Nach der Auflösung des Klosters 2014 kaufte die Gemeinde das Areal und will es möglichst erhalten. Die auf einem Teil des Geländes wachsenden Obstbäume haben der Gemeinde den Spitznamen „bayerisches Bozen“ eingebracht. 

Die rund 13 Quadratkilometer große Gemeinde (Postleitzahl 82276) mit ihren Ortsteilen Nassenhausen und Luttenwang ist ländlich geprägt. Die Kinder fahren in die Nachbargemeinde Jesenwang zur Grundschule. Mit dem Apfelhof gibt es einen Dorfladen, der zu einem kleinen Café ausgebaut wurde.

Althegnenberg

An der Grenze zum Nachbarlandkreis Aichach-Friedberg – und somit zum Regierungsbezirk Schwaben – gelegen, gehören zu Althegnenberg die Ortsteile Hörbach und Lindenhof. Insgesamt leben hier rund 2.000 Einwohner (Stand: Juni 2016). Bürgermeister ist Paul Dosch von der Wählergruppe Bürgerinitiative.

Die zur Verwaltungsgemeinschaft Mammendorf gehörende Gemeinde hat die Postleitzahl 82278. Sie ist mit Haupterwerbs- und Nebenerwerbs-Landwirten noch eher bäuerlich geprägt. Große Firmen sind hier nicht zu finden. Neben eher kleineren Betriebe gibt es auch zwei Tankstellen, einen Netto-Markt und Filialen zweier Banken. Am Bahnhof Althegnenberg hält der Regionalzug, es geht entweder Richtung München oder Augsburg.

Der Sportverein Althegnenberg ist mit sieben Abteilungen am Sportzentrum zuhause. Es gibt ein Kinderhaus mit Krippe und Kindergarten, das derzeit wieder vergrößert wird und eine Grundschule am Ort. Die evangelische Kirche im Ort steht auf einem kleinen Hügel, der künstlichen Ursprungs ist. Es handelt sich um eine so genannte Motte, auf der frühere Herrengeschlechter ihre Burgen bauten. Überregional bekannt wurde der Ort durch das Hörbacher Montagsbrettl, das sich auf die Fahne geschrieben hat, dem Nachwuchs der Kleinkunstszene eine Bühne zu bieten.

Hattenhofen

Auf die rund sieben Quadratkilometer große Gemeinde mit ihren drei Ortsteilen Hattenhofen, Haspelmoor und Loitershofen verteilen sich ungefähr 1.500 Bürger (Stand: Juni 2016). Seit 2014 werden die Geschicke der Gemeinde von Bürgermeister Franz Robeller (UWG Haspelmoor) geleitet.

Das Haspelmoor ist ein bedeutendes Naturschutzgebiet.

Hattenhofen hat die Postleitzahl 82285 und gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Mammendorf. Der größte Sportverein der Kommune ist der Fußballklub SV Haspelmoor. Daneben gibt es zum Beispiel noch die Schützen und einen neu gegründeten Theaterverein.

Haspelmoor nennt eine eigene Bahnstation sein eigen. Dort halten Regionalzüge nach München und Augsburg, für deren Taktverstärkung die Gemeinde immer wieder kämpft. Zur Schule gehen zumindest die kleinen Hattenhofener immer noch in der Gemeinde, in der Grundschule an der Valesistraße sind derzeit 118 Schüler aus Hattenhofen, Günzlhofen und Oberschweinbach beheimatet. 

Benannt ist die Valesistraße übrigens nach Giovanni Valesi alias Johann Walleshauser. Der Sohn der Gemeinde stieg im 18. Jahrhundert zum Sänger am kurfürstlichen Hof in München auf.

Im Haspelmoor wurde früher Torf abgebaut. Heute wird versucht, die so veränderte Landschaft wieder in ihren ursprünglichen Zustand zu versetzen. Das Haspelmoor ist ein landschaftlich wertvolles Hochmoor. Die Gegend lag in der Frühzeit am Ufer des Haspelsees und war früh besiedelt. Immer wieder werden Relikte dieser urzeitlichen Siedler gefunden. In Haspelmoor gab es während des 1. Weltkrieges ein großes Gefangenenlager. Im 2. Weltkrieg wurde der Ort bombardiert und teilweise zerstört. Es gab auch einen Angriff auf einen Lazarettzug in Haspelmoor.

Während des Baus der Bahnline München – Augsburg mussten die Schienen durch die Moorlandschaft verlegt werden, das war damals eine technische Meisterleistung. Auch beim Viergleisigen Ausbau der Strecke im 21. Jahrhundert, hatten die Ingenieure an dieser Aufgabe noch zu knabbern – trotz ihrer Riesenspezialmaschinen. 

Jesenwang

Jesenwang ist praktisch ein Synonym für Bodenständigkeit. In der Kommune herrscht noch ein ländlicher Charakter, für dessen Erhaltung die Gemeinderäte sogar einen Ortsentwicklungsplan entworfen haben – bodenständig einmütig, versteht sich. Und trotzdem kann man in dem mit 1.500 Einwohner (Stand: Juni 2016) kleinsten eigenständigem Dorf im Landkreis Fürstenfeldbruck auch ganz schön abheben – am Flugplatz an der Ortsverbindungsstraße nach Adelshofen.

Auf dem Flughafen Jesenwang landen einmal im Jahr Oldtimer der Lüfte.

Der Fluglärm ist zwar immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Die jährlich dort stattfindenden Treffen der Ultraleichtflieger und das Oldtimertreffen locken aber regelmäßig tausende von Besuchern an und machen Jesenwang über die Landkreisgrenze hinaus berühmt. Gegründet wurde der Flugplatz von dem inzwischen verstorbenen Max Walch. Bis heute betreibt ihn seine Familie.

Gleiches gilt auch für den berühmten Willibaldritt. Einmalig in Deutschland reiten hier Pferde bei ihrer Segnung von Roß und Reiter durch die Willibaldkirche. Der Ritt geht zurück auf das Jahr 1712, als eine Tierseuche über die Region hereinbrach. Der Überlieferung nach beteten die Jesenwanger zum Heiligen Willibald, woraufhin die örtlichen Tiere tatsächlich verschont blieben. Seit 40 Jahren organisiert ein Freundeskreis die Veranstaltung. Er wurde dafür mit dem Bayrischen Heimatpreis ausgezeichnet. Auch viele Kutschen sind beim Umzug dabei.

Auf dem Chefsessel im Jesenwanger Rathaus sitzt Bürgermeister Erwin Fraunhofer (CSU). Zur etwa 15 Quadratkilometer großen Gemeinde gehören neben Hauptort und St. Willibald auch die Ortsteile Pfaffenhofen und Bergkirchen. Jesenwang hat eine Grundschule, die auch von Landsberieder und Adelshofener Kindern besucht wird. Jesenwangs Postleitzahl lautet 82287.

Landsberied

Nahe vor den Toren der Großen Kreisstadt Fürstenfeldbruck liegt die ländliche Gemeinde Landsberied. Sie besteht aus den Ortsteilen Landsberied und Babenried. Obwohl die Kommune mit der Postleitzahl 82290 nur rund 1.500 Einwohner (Stand: Juni 2016) hat, ist sie eigenständig. Regiert wird sie von Andrea Schweitzer (Freie Wähler/Einigkeit). 

Obwohl das zur Verwaltungsgemeinschaft Mammendorf gehörende Dorf mit gut zehn Quadratkilometern nicht groß ist, beheimatet es einige Firmen. Für sie hat die Gemeinde in den letzten Jahren als Großprojekt ein neues Gewerbegebiet ausgewiesen. Zentraler Anlaufpunkt für die Landsberieder ist der Dorfwirt, eine Wirtschaft, die die Bürger der Gemeinde in Eigenregie erbaute. 2016 haben die Landsberieder ihren Wirt nach gut 15 Jahren wieder auf Vordermann gebraucht.

Am Grünberg betreibt die Gemeinde zwar ein eigenes Kinderhaus, in dem rund 75 Krippen- und Kindergartenkinder betreut werden, die Grundschüler gehen aber ins Nachbardorf Jesenwang zum Lernen. Dazu müssen sie – wie die restlichen Landsberieder wenn sie mit dem ÖPNV fahren – den Bus benutzen. Ob die Gemeinde noch lange eine der kleinsten bleibt, ist allerdings nicht gewiss. Denn die Landsberieder sind anscheinend ein baufreudiges Völkchen. Fast in jeder Sitzung stehen Bauanträge auf der Tagesordnung. Gut möglich also, dass die Statistik schon bald mehr Einwohner ausweist.

Mittelstetten

Mittelstetten, die nordwestlichste Gemeinde im Landkreis – fast ebenso nah an Friedberg wie an Fürstenfeldbruck –, ist mit 90 Einwohnern pro Quadratkilometer nach Moorenweis die am dünnsten besiedelte. Knapp 1.700 Menschen (Stand: Juni 2016) leben in dem ländlich geprägten rund 18 Quadratkilometer großen Ort. Noch dörflicher sind seine fünf Ortsteile Hanshofen, Längenmoos, Oberdorf, Tegernbach und Vogach. Bürgermeister ist Andreas Spörl (CSU). Die Postleitzahl lautet 82293.

Die Infrastruktur ist für einen Ort dieser Größe passend. Es gibt eine gemeinsame Grundschule mit Althegnenberg, einen Dorfladen, der „Brotladen“ heißt und Busverbindungen nach Fürstenfeldbruck sowie nach Mering im Nachbar-Landkreis Aichach-Friedberg. In einem Mittelstettener Gasthof soll schon Napoleon abgestiegen sein.

Tegernbach hat einen Golfplatz, in Hanshofen kann man (Western-)Reiten, aber die Einheimischen bevorzugen Spaziergänge durch die nicht spektakuläre, aber weitläufige Hügellandschaft. Am meisten Atmosphäre haben das kleine Vogach und das noch kleinere, abgelegene Hanshofen.

Stolz sind die Mittelstettner derzeit auf ihr Rathaus, das kürzlich erweitert und modernisiert wurde.

Oberschweinbach

In der Gemeinde Oberschweinbach wurde der Ortsteil Günzlhofen überregional bekannt. Denn hier hat die Künstlerfamilie Well ihr Zuhause. Nicht nur die Wellküren, auch die Mitglieder der inzwischen aufgelöste Biermösl-Blosn sind hier aufgewachsen. In Oberschweinbach, das auch die Ortsteile Spielberg und Günzlhofen einschließt, leben rund 1.700 Einwohner (Stand: Juni 2016). Seit 2014 sitzt Norbert Riepl im Rathaus auf dem Chefsessel.

Die etwa sieben Quadratkilometer große Gemeinde (Postleitzahl 82294) trägt noch deutlich den Charakter eines Dorfes, auch wenn es nicht mehr viel Landwirtschaft gibt. Einkaufen kann man hier im Viktualienstadl oder im Dorfladen. Wer sporteln möchte, ist beim VSST Günzlhofen an der richtigen Adresse, hier gibt es neben den Abteilungen Fußball, Volleyball, Basketball, Tischtennis und Turnen auch eine Theatergruppe. In Oberschweinbach ist der Schützenverein zuhause.

Weithin sichtbar ist das Klosterareal Spielberg. Die Gemeinde hatte die Fläche 1999 den Franziskanern abgekauft. Auf einem Teil des Areals errichtete ein Investor ein Pflegeheim. Die Remise wurde für kulturelle Veranstaltungen umgebaut. Im Ortsteil Günzlhofen sind das Kinderhaus und die Montessori-Schule beheimatet. In Spielberg befindet sich auch die kulturhistorisch einzigartige Kajetanskapelle, die teils mit staatlichen Zuschüssen renoviert wurde. Der ehemalige Wissenschaftsminister Thomas Goppel hatte sich dafür eingesetzt.

Egenhofen

Als Flächengemeinde ist Egenhofen nicht ein Ort, sondern viele. Genauer gesagt besteht Egenhofen aus 24 Dörfern und Weilern mit insgesamt etwa 3.400 Einwohnern (Stand: Juni 2016). Die wichtigsten kommunalen Funktionen wurden von den Gebietsreformern salomonisch aufgeteilt: Namensgeber Egenhofen beherbergt den kommunalen Kindergarten sowie ein idyllisches Naturfreibad, im zentral gelegenen Unterschweinbach steht das Rathaus und in Aufkirchen die Grundschule – dort hat auch der katholische Pfarrverband seinen Sitz.

Oberweikertshofen stellt mit seinem Landesligateam derzeit den erfolgreichsten Fußballklub des Landkreises Fürstenfeldbruck. Wenigmünchen verfügt mit seinem Kalvarienberg samt Grablegungskapelle und Kreuzweg über eine bedeutende Sehenswürdigkeit. Charmante Wohngebiete gibt es in Pischertshofen und Poigern.

Bürgermeister Josef Nefele regiert die rund 33 Quadratkilometer große Gemeinde, welche die Postleitzahl 82281 hat. Die politische Gruppierung, für die er antritt, nennt sich Bürgervereinigung Gesamtgemeinde Egenhofen (BGE) und stellt mit sieben Vertretern die größte Fraktion im Gemeinderat, gefolgt von der CSU (vier Mitglieder) sowie der Bürgervereinigung Aufkirchen (BVA) und der Wählergemeinschaft Egenhofen (WGE). Sie haben jeweils drei Repräsentanten.

Im Gemeindegebiet Egenhofen gibt es schöne Radwege, an der Grenze zum Landkreis Dachau befindet sich die historische Furthmühle, die als Museum betrieben wird.

Maisach

Maisach ist der Maximus im westlichen Landkreis Fürstenfeldbruck: Mit rund 13.800 Bürgern (Stand: Juni 2016) ist die Kommune die größte Gemeinde in diesem Gebiet – und mit etwa 54 Quadratkilometern zugleich die flächengrößte im ganzen Landkreis. Sie liegt am Fluss Maisach. Bürgermeister Hans Seidl (CSU) ist seit 2008 Chef über die 24 Ortsteile Maisach, Gernlinden, Gernlinden-Ost, Malching, Rottbach, Überacker, Diepoltshofen, Frauenberg, Fußberg, Germerswang, Stefansberg, Oberlappach, Deisenhofen, Galgen, Obermalching, Prack, Weiherhaus, Zötzelhofen, Anzhofen, Kuchenried, Loderhof, Pöcklhof, Thal und Unterlappach. 

Der Ort mit der Postleitzahl 82216 ist ein Mix aus etwas Stadt und viel Natur. Das Zentrum des Hauptorts hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert: Durch die Bauprojekte in der Maisacher Ortsmitte ist fast so etwas wie Urbanität entstanden. Auf der anderen Seite gibt es die ganz kleinen Weiler mit nur ein paar Häusern. Besonders schön ist es an der sogenannten 1.000-jährigen Linde bei Unterlappbach/Rottbach.

Weg zum Rathaus

In Maisach gibt es ein Freibad, zwei Grund-, eine Real und eine Mittelschule, zudem viele Kindertagesstätten. Geld für die vielen Bauprojekte und die Infrastruktur kommt durch die relativ hohen Gewerbesteuereinnahmen rein. In den beiden Gewerbegebieten sind namhafte Firmen angesiedelt, so hat etwa der Elektronikbauteilhersteller TTI seinen Europasitz in Gernlinden. Spannend war in den vergangenen Jahren die Diskussion um die Nachnutzung des alten Flugplatzes. Weil auf dem ehemaligen Fliegerhorst-Gelände große Flächen als Flora-Fauna-Habitat dem Naturschutz unterliegen, ist das Verfahren europaweit von Interesse.

Die meisten werden beim Stichwort Maisach aber nicht an diese schwierige Konversion denken. Eher schon an die Kabarettistin Martina Schwarzmann, die in Überacker aufgewachsen ist. Oder an ihre Verwandte Anna Schwarzmann, die mit ihren Kochkünsten nach Überacker lockt. Oder an die Mittelalter-Band Schandmaul, die in Gernlinden gegründet wurde.

Nicht wegzudenken ist aus dem Ort auch die Brauerei Maisach. Klein aber fein hat sie bis heute ihre Eigenständigkeit bewahrt. Natürlich gehört zur Maisacher Brauerei auch das Bräustüberl. Der Biergarten hat den selben Namenspatron wie eine Biersorte: Den Räuber Kneißl, der dereinst in der Gegend sein Unwesen getrieben hat. Das alte Sudhaus im Brauereigebäude wurde für Veranstaltungen hergerichtet.

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