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Ehrenamtlich Engagierte sollen im Landkreis  Fürstenfeldbruck umsonst ein Wunschkennzeichen bekommen.

Belohnung für das Ehrenamt

Dieses Zuckerl bekommen besonders engagierte Brucker

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Ehrenamtskarten sind Zuckerl für engagierte Menschen. Im Landkreis Fürstenfeldbruck kommt zu den bereits angebotenen Vergünstigungen jetzt eine weitere hinzu.

Fürstenfeldbruck – Inhaber der goldenen und der blauen Ehrenamtskarte müssen künftig keine Gebühr mehr bezahlen, wenn sie in der Zulassungsstelle des Landkreises ein Kfz-Wunschkennzeichen auswählen. 10,20 Euro kostet es normalerweise, wenn man eine Kombination aus selbst ausgesuchten Buchstaben und Ziffern am Nummerschild haben möchte.

Die Freien Wähler im Kreistag hatten beantragt, dass Inhabern der Ehrenamtskarte dieser Betrag erlassen wird. Der zuständige Kreisausschuss folgte dem Antrag von Gottfried Obermair einstimmig und ohne jede weitere Debatte. Die Freien Wähler hatten in ihrem Antrag argumentiert, dass die Gebührenfreistellung eine weitere Motivation für die ehrenamtlich Tätigen sei.

Rund 3000 Ehrenamtskarten im Umlauf

Rund 3000 Ehrenamtskarten sind im Landkreis im Umlauf. Die Kreisverwaltung schätzt, dass jeder Inhaber im Schnitt alle sechs Jahre einen Wagen zulässt. Das bedeutet, dass 500 Wunschkennzeichen im Jahr beantragt werden könnten. Damit fehlten 5100 Euro in der Kasse, die der Landkreis zu übernehmen hätte.

Die Kreisverwaltung hat sich in anderen Landkreisen und Kommunen umgehört. Im Kreis Ostallgäu etwa bekommt man mit der Aushändigung der Ehrenamtskarte einen einmalig gültigen Gutschein für das Wunschkennzeichen. Dieses Vorgehen kostet die Schwaben 200 Euro im Jahr. Eine ähnliche Einmal-Befreiung gibt es in der Stadt Kaufbeuren, die ein Budget von ebenfalls 200 Euro dafür bereit hält. Bei den Oberpfälzern im Landkreis Cham bekommen das Wunschkennzeichen nur die Inhaber der goldenen Ehrenamtskarte. Wie die Brucker Kreisverwaltung erfuhr, ist die Nachfrage in Cham verschwindend gering.

Vergünstigungen in verschiedenen Geschäften

Die goldene Ehrenamtskarte gilt unbegrenzt. Sie ist reserviert für Inhaber des Ehrenzeichens des Ministerpräsidenten sowie Feuerwehrdienstleistende und Einsatzkräfte im Katastrophenschutz und Rettungsdienst, die das Feuerwehrehrenzeichen des Freistaates Bayern beziehungsweise die Auszeichnung des bayerischen Innenministeriums für 25-jährige oder 40-jährige aktive Dienstzeit erhalten haben.

Die blaue Ehrenamtskarte gilt zunächst drei, später dann vier Jahre und muss immer wieder erneuert werden. Sie setzt freiwilliges unentgeltliches Engagement von durchschnittlich fünf Stunden pro Woche voraus oder Projektarbeiten mindestens 250 Stunden jährlich. Ein angemessener Kostenersatz schließt die Unentgeltlichkeit nicht aus. Mit den Ehrenamtskarten bekommt man außerdem in verschiedenen Einrichtungen und Geschäften verschiedene Vergüngstigungen. Eine entsprechende Liste findet man hier. 

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