Unfall auf der B 471
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Ein schwerer Unfall ereignete sich im Juni 2020 auf der B 471. Laut Verkehrsstatistik ist die Zahl der Unfälle im vergangenen Jahr deutlich gesunken. (Archivfoto)

Verkehrsstatistik aus 2020

Landkreis Fürstenfeldbruck: Zahl der Unfälle deutlich gesunken

  • Eva Strauß
    vonEva Strauß
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Die Zahl der Unfälle im Landkreis ist im vergangenen Jahr deutlich gesunken. Das geht aus der Verkehrsstatistik der Polizei hervor. Eine Ausnahme gibt es aber.

Landkreis - Seit März 2020 beeinflusst die Corona-Pandemie das Leben. „Die grundlegende Angst vor Infektionen, mehrere Lockdowns sowie Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen haben die Mobilität im vergangenen Jahr verändert“, schreibt die Polizei in ihrer Bilanz. Hinzu kommt, dass viele Menschen im Home-Office arbeiten, und auch Geschäftsreisen sind deutlich weniger geworden.

So ereigneten sich im Landkreis „nur“ 4672 Unfälle. Im Vorjahr wurden 5459 Unfälle gezählt. Und auch in den zwei Jahren davor lag die Zahl der Unfälle stets bei über 5000. Dementsprechend gab es auch weniger Verletzte im Landkreis zu beklagen, nämlich 811. Im Vorjahr waren es hingegen 921 (2018: 867; 2017:969). Drei Menschen sind bei Unfällen im Landkreis gestorben. 2019 waren es fünf.

Zwar sind die Verkehrsunfälle insgesamt weniger geworden, doch ein Bereich hat zugelegt: die Verkehrsunfälle mit Alkohol. Wurden im Vorjahr noch 48 Unfälle unter Alkoholeinfluss verzeichnet, waren es heuer 76. Das sind rund 58 Prozent mehr. Mit einer Erklärung tut man sich beim Polizeipräsidium schwer. „Das kann man nicht bewerten“, sagte eine Sprecherin auf Nachfrage. Und wenn man die Unfälle aufs Monat herunter rechne, dann sind es 2020 6,3 Unfälle gewesen, 2019 vier. Das sei kein großer Unterschied. „Und gewisse Schwankungen sind normal“, so die Sprecherin.

Landkreis Fürstenfeldbruck: Zahl der Unfälle unter Alkoholeinfluss gestiegen

Interessant sei aber, dass 65 der 76 Unfälle unter Alkoholeinfluss im vergangenen Jahr innerhalb geschlossener Ortschaften passiert sind. Im Vorjahr waren es nur 35.

Die Anzahl der Verkehrsunfälle unter Betäubungsmitteleinfluss ist hingegen zurückgegangen. Waren es 2019 noch zehn Unfälle, sind es im vergangenen Jahr nur vier. Unfallfluchten verzeichnete die Polizei 1054. Im Vorjahr waren es 1281.

Aufgrund der Schließung der Schulen und Homeschooling wurden auch weniger Schulwegunfälle aufgenommen. Sieben statt wie im Vorjahr elf.

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