Martin Runge (Grüne) tritt im StimmkreisFürstenfeldbruck Ost an.

Landtagswahl 2018

Landkreisfeindliche MVV-Tarif-Reform stoppen

 Martin Runge ist 60 Jahre alt und verheiratet. In seinem Wohnort Gröbenzell hat er das Amt des Zweiten Bürgermeisters inne. Von seinen vier Kindern sind drei bereits erwachsen.

Landkreis Der Wirtschaftswissenschaftler und Umweltökonom ist Mitglied des Landtags. Er sitzt dort im Verfassungs- und Rechtsausschuss. In der Grünen-Fraktion fungiert er als wirtschaftspolitischer Sprecher. Runge ist Gründungsmitglied der Grünen auf Landes- und Bundesebene. Er hat lange und vielfältige Erfahrung in der Kommunalpolitik unter anderem als Kreis- und Gemeinderat.

-Herr Runge, vor welchen zentralen Herausforderungen steht Ihrer Meinung nach der Stimmkreis, in dem Sie antreten?

Wie im Großraum München insgesamt sorgt auch bei uns die Überhitzung für große Probleme und Herausforderungen, als da wären mehr und mehr Engpässe auf dem Wohnungsmarkt, vor allem bei einigermaßen bezahlbaren Wohnungen, sowie der immer heftiger werdende Verkehrskollaps. Um hier gegenzusteuern, gilt es zuvorderst, Maß zu halten beim Schaffen neuer Büro- und Gewerbeflächen.

Auch sollten Anreize geschaffen werden, damit etwas mehr in die Höhe statt in die Fläche gebaut wird. Im Landesentwicklungsprogramm und in der Bayerischen Bauordnung können diesbezüglich auf Landesebene die entsprechenden Rahmenbedingungen und Vorgaben geschaffen werden. Kommunale Grundstücke sollten dem Wohnungsbau dienen, wobei die Kommunen dann auch die Wohnungen bewirtschaften sollten, um Wohnraum Menschen mit kleinen oder mittleren Einkommen anbieten zu können.

Im Verkehrssektor gilt es, die S-Bahn (hier bei uns vor allem die S 4, das heißt der viergleisige Ausbau bis Fürstenfeldbruck) und den ÖPNV (Öffentlichen Personennahverkehr) insgesamt auszubauen und besser zu machen, die, so wie sie im Entwurf vorliegt, unsäglich landkreisfeindliche MVV-Tarif-Reform zu stoppen sowie Maßnahmen zu ergreifen, die die Attraktivität des Fahrradverkehrs steigern (von entsprechenden Verkehrsregelungen bis hin zum Bau von Radschnellwegen).

Weitere zentrale Herausforderungen sind der Fachkräftemangel, hier unter anderem auch Engpässe im Pflegebereich, sowie, letztlich auch wieder mit dem Siedlungsdruck und zunehmender Flächenversiegelung zusammenhängend, wachsende Hochwassergefahren infolge der Häufung von Starkregenereignissen und der Rückgang an Artenvielfalt.

-Wer wäre geeignet, Ihnen als politisches Vorbild zu dienen?

Gustav Heinemann, Willy Brandt, Petra Kelly.

-Formulieren Sie Ihre drei wichtigsten politischen Ziele im Twitterformat.

Stammt von meinen Leuten im Wahlkampfteam, weil ich nicht twittere! a) Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geborgt. #Klima- und Umweltschutz #Naturschutz #Jetztfürmorgen #ZukunftwirdausMutgemacht b) Viergleisig nach #Puchheim, Eichenau und FFB statt Tunnelwahn in der Stadt. #ÖPNV #S4Ausbaujetzt c) überdachte Positionen statt plumper und dumpfer Populismus. #ausgehetzt #Gemeinsinn #Zuversicht

-Was ist Ihr liebstes Hobby außerhalb der Politik?

Sport: nämlich Schafkopfen, Tischtennis und Handball. Gut Essen und Trinken, Wandern.

-Was ist Ihr Lieblingsgericht?

Das Amtsgericht Dachau wegen der schönen Geschichten von Ludwig Thoma und weil dort mein Vater seine erste Richterstelle antreten durfte.

-Facebook nutze ich im Wahlkampf, weil....?

Das machen meine Leute im Wahlkampfteam, weil sie das Nutzen auch Sozialer Medien für ein Muss halten. Ich persönlich bin kein so Freund Sozialer Medien ob der Art und Weise, wie da kommuniziert wird, und ob mancher der Inhalte.

-Mein Lieblingsplatz im Stimmkreis ist ...?

Das war früher der Biergarten der Gaststätte Grüner Baum und das sind jetzt die Wiesen und das Gestrüpp um die Böhmerweiher.

Die Kandidaten

Das Tagblatt stellt die Direktbewerber des Fürstenfeldbruck Landkreises für die Landtagswahl am 14. Oktober in alphabetischer Reihenfolge vor. Eine Übersicht finden Siehier.

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