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Landtag: Wer zieht für Fürstenfeldbruck über die Liste ein?

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Von: Thomas Steinhardt

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Bürgerentscheid
Beispielfoto © picture alliance / dpa / Uwe Anspach

Sie haben gute Ergebnisse erreicht – und trotzdem müssen sie noch immer bangen, ob sie es in den Landtag schaffen: die Bewerber der Grünen und der Freien Wähler. Die Grünen sind sehr zuversichtlich.

Fürstenfeldbruck – Welche Kandidaten welcher Partei außer den Gewinnern der Direktmandate noch in den Landtag einziehen, steht aktuell noch nicht einwandfrei fest. Größte Chancen, wieder im Landtag vertreten zu sein, dürfte aber Martin Runge (Grüne) haben. Den Grünen stehen nach vorläufigen Berechnungen zwölf Listensitze in Oberbayern zu. Runge hat genau Listenplatz 12 inne, wobei er persönlich über ein gutes Ergebnis verfügt, was ihn sogar eher noch nach vorne bringen könnte.

Auch die Grünen-Kandidatin Gabriele Triebel aus Kaufering (Listenplatz 9) hat beste Chancen auf den Einzug ins Maximilianeum, wie sie es selbst gestern einschätzte. Allein mit den Erststimmen sei sie gut dabei, sagte die Lehrerin in einer vorläufigen Einschätzung in einer Pause zwischen zwei Schulstunden. „Wow. Damit hätte ich nicht gerechnet.“

Enger ist die Lage bei Hans Friedl (FW) aus Alling. Die Freien Wähler haben wohl Anspruch auf acht oberbayerische (Listen-)Sitze im Landtag. Friedl gestern Nachmittag: „Wenn es bei mir klappt, dann auf dem 8. Platz.“ Als Kompliment aus Alling empfindet er, dass er in seinem Heimatort den CSU-Bewerber schlagen konnte. Stolz sei er, dass Alling mit 84 Prozent die höchste Wahlbeteiligung im Landkreis hatte. Den Rest müsse man sehen. „Es kommt, wie es kommt.“

Schwierig werden dürfte es für Sepp Dürr aus Germering (Grüne), der nur auf der Liste kandidiert hatte und dort relativ weit hinten auf Platz 42. Allerdings waren zuletzt die Münchner Stimmbezirke noch nicht ausgezählt – diese können einiges ändern. Keine Chance mehr hat dagegen Thomas Goppel (CSU) aus Eresing. Denn der CSU steht kein einziges Listenmandat zu.

Das Debakel der Christsozialen habe sich über Monate hinweg vorbereitet, hatte Andreas Lohde von der Brucker CSU noch am Wahlabend kommentiert. Insgesamt sei der Slogan „Näher am Menschen“ nicht mehr bei den Menschen angekommen – oder gar nicht mehr gelebt worden. Der Umweltschutz sei vernachlässigt worden, meinte Lohde unter anderem. Ähnlich sah das Joseph Schäffler, Bürgermeister in Moorenweis. „Die Grünen haben Themen aufgegriffen, die die CSU hat liegenlassen.“

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