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Lastenräder transportieren Kinder und Kuchen um die Wette

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Was man mit Lastenrädern alles transportieren kann, bewiesen die Teilnehmer bei den Wettrennen in den verschiedensten Kategorien.
Was man mit Lastenrädern alles transportieren kann, bewiesen die Teilnehmer bei den Wettrennen in den verschiedensten Kategorien. © Weber

Ob Autoreifen, Barhocker, Kuchen oder Familienmitglieder: Beim Lastenradrennen an der Aumühle wurde transportiert, was ging. Ziel der Veranstaltung im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche war es, zu zeigen, wie vielseitig Lastenräder sind.

Fürstenfeldbruck – Vor allem aber stand der Spaß im Vordergrund. So galt es, beim Cake-Race ein Stück Kuchen mit einer Tasse Kaffee auf einer rund 200 Meter langen Strecke zu befördern, ohne dass etwas umfiel. Bei den Lebensmitteln handelte es sich um vor dem Müll gerettete Speisen. In fünf Durchgängen traten jeweils vier Kontrahenten vor den Augen vieler Zuschauer gegeneinander an. Die Gewinner fuhren anschließend in einem Finale um den Sieg.

Für Sonja Annen war es das erste Rennen dieser Art. Sie ist über den Lastenradverein auf die Aktion aufmerksam geworden. „Ich habe ein eigenes Rad und finde es immer wieder beeindruckend, was man damit und darauf alles befördern kann“, erzählt sie. Und so viele Gegenstände wie möglich auf seinem Lastenrad zu befördern war genau das Ziel beim Carry-Shit-Rennen. Beladen konnte man es unter anderem mit Autoreifen, Barhockern und Kisten. Fiel auf dem Rundkurs etwas zu Boden, bedeutete das die Disqualifikation.

Die Idee zu den lustigen Rennen kam sowohl von der Stadt als auch vom Verein Lastenradl München. Die Stadt suchte einen Mitveranstalter, der Verein war auf der Suche nach einem Austragungsort. Innerhalb von vier Monaten entstand ein Konzept, das an der Aumühle umgesetzt werden konnte.

Der Porsche unter den Lastenrädern: Ein Teilnehmer hatte sein Transportgefährt zum Auto umgebaut.
Der Porsche unter den Lastenrädern: Ein Teilnehmer hatte sein Transportgefährt zum Auto umgebaut. © Weber

„Wir wollen zeigen, dass Lastenräder kein Nischenprodukt sind, sondern sich für jedermann eignen“, erklärt Raphael Draeger vom Verein Lastenradl. Räder gibt es schon für die Kleinsten. Aber auch für großes Gepäck mit einem Gewicht von bis zu 130 Kilo oder erwachsenen Menschen findet man Transporträder.

Das Cake‘n‘Cargo-Rennen war das erste Rennen des Vereins. „Möglich war dies vor allem dank der Unterstützung der Stadt Fürstenfeldbruck“, sagt Raphael Draeger. Die Vereinsmitglieder seien ehrenamtliche Helfer. „Unser Verein will Spaß und Vielfalt vermitteln.“

Montserrat Miramontes, Organisatorin der Mobilitätswoche im Rathaus, sieht die Veranstaltung vor allem als Gelegenheit, die zur Vermietung angeschafften Lastenräder der Stadt zu präsentieren. „Wir möchten, dass die Leute darüber nachdenken, öfters auf das Auto zu verzichten“, sagt Miramontes. „Lastenräder sind hierfür die ideale Alternative, um trotzdem einen großen Einkauf nach Hause oder Kinder in die Schule zu bringen.“

Neben den beiden Lastenrädern, die bis zu drei Tage kostenfrei ausgeliehen werden können, fördert die Stadt auch den Kauf dieser Gefährte. Infos stehen auf den Internetseiten www.fuerstenfeldbruck.de/lastenrad und www. fuerstenfeldbruck.de/foerderprogramm. (ANTONIA PLAMANN)

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