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Leonhardifahrt trotzt der Corona-Pandemie

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Von: Ingrid Zeilinger

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Prächtig geschmückt ziehen Pferde und Truhenwagen über den Marktplatz. Die Zuschauer werden gebeten, sich über die ganze Strecke zu verteilen und Masken zu tragen, wenn der Abstand nicht eingehalten werden kann. archiv-Foto: weber
Prächtig geschmückt ziehen Pferde und Truhenwagen über den Marktplatz. Die Zuschauer werden gebeten, sich über die ganze Strecke zu verteilen und Masken zu tragen, wenn der Abstand nicht eingehalten werden kann. © Weber

Im vergangenen Jahr fiel die Leonhardifahrt der Corona-Pandemie zum Opfer. Heuer hat sich die Stadt entschlossen, Ross und Reiter am Samstag, 30. Oktober, durch die Innenstadt ziehen zu lassen.

Fürstenfeldbruck – Damit ehren die Brucker den heiligen Leonhard. Abgerundet wird der festliche Zug am Abend mit einem Hoagart im Veranstaltungsforum.

Im Jahr 1743 grassierte auch in Fürstenfeldbruck eine Viehseuche. Die Bürger flehten den heiligen Leonhard – den Patron der Tiere – um Hilfe an und gelobten, ein Votivamt zu feiern, wenn die Seuche vorübergehe. Ihr Versprechen lösen sie seit 1966 mit der Leonhardifahrt Ende Oktober ein. Herausgeputzte Pferde, festlich geschmückte Truhen- und Motivwägen, Kutschen, Blaskapellen und Spielmannszüge werden durch die Straßen ziehen. Die Beteiligung ist ähnlich hoch wie vor der Pandemie, berichtet Jürgen Schröter, der die Fahrt im Rathaus organisiert. „Die Teilnehmer sind froh, dass sie wieder fahren können.“

Das Votivamt beginnt um 13.30 Uhr vor der Leonhardikirche. Im Anschluss werden alle Teilnehmer – mit zwei und vier Beinen – gesegnet. Dann setzt sich der Festzug gegen 14.30 Uhr in Bewegung. Die Besucher werden gebeten, sich entlang des gesamten Umzugsweges aufzustellen. Eine coronabedingt generelle Maskenpflicht – das hatte man in Erwägung gezogen – herrscht nicht. „Wir empfehlen, in der Hauptstraße eine medizinische Gesichtsmaske zu tragen, wenn der Abstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann“, sagt Jürgen Schröter.

Straßensperrungen

Für die Leonhardifahrt müssen Teile der Innenstadt zwischen 11.30 und 18 Uhr gesperrt werden. Eine Umleitung ist ausgeschildert. Die Kirchstraße ist über die Garten- und Weiherstraße erreichbar, zur Bullachstraße kommt man über den Hof der Bibliothek und den Stadtpark. Die Bushaltestellen im gesperrten Bereich werden nicht angefahren, Infos gibt es auf der Internetseite www.lra-ffb.de. Die Taxistände werden an die Maisacher Straße verlegt.

Ein Teil des Volksfestplatzes wird abgetrennt, damit Fußgänger und Autofahrer nicht in Konflikt mit Pferden und Reitern geraten. Damit die Besucher auf dem restlichen Platz parken können, wird an der Dr.-Lorenz-Lampl-Straße der Absperrpfosten entfernt.

Der Hoagart

Zum Ausklang gibt es am Samstag ab 19 Uhr im Veranstaltungsforum noch den Leonhardi-Hoagart mit Volksmusik. Im Kleinen Saal spielen das „Bayerisch Jazz Trio“ um Saxofonist Hugo Siegmeth, das Quartett „Maxjoseph“ und das Sextett „Boarisch Roass“. Karten zum Preis von 17 Euro gibt es im Vorverkauf beim Kartenservice Fürstenfeld unter Telefon (0 81 41) 6 66 54 44 und auf der Internetseite www.reservix.de.  imu

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