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Offizierschule der Luftwaffe 

Letztes Jubiläum vor Abflug nach Roth

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Die Offizierschule ist 40 Jahre alt geworden. Anlässlich dessen kommen mehrere hundert Menschen in den Fliegerhorst, um zu feiern. Einen Tag später beginnen die Bauarbeiten für die neue Schule in Roth. Beim Festakt klingt es fast schon nach Abschied.

Fürstenfeldbruck – In Reih und Glied haben sich die Offizierschüler aufgestellt. Wenig später marschieren sie in den Ludger-Hölker-Saal, wo einige von ihnen bald ihre Prüfung ablegen und an diesem Nachmittag bereits Vertreter aus Politik, Militär und Polizei Platz genommen haben. Als Michael Traut den Saal betritt, stehen sie alle auf und die Schüler brüllen: „Guten Tag, Herr General“ – das gehört sich so bei der Luftwaffe. Doch heute klingt im Militär-Knigge ein wenig Wehmut mit.

Seit 40 Jahren lernen Offizierschüler im Fliegerhorst Fürstenfeldbruck, der als „Wiege der Luftwaffe“ gilt. Anlässlich dessen hat die Einrichtung am Mittwochnachmittag zu einer offiziellen Feier auf das Militärgelände geladen. Etwa 500 Menschen sind gekommen, um zu feiern. Doch wie zelebriert man ein 40. Jubiläum, wenn man weiß, dass es ein 50. nicht mehr geben wird?

Ausgerechnet am Donnerstag, einen Tag nach dem Festakt, hat Generalleutnant Karl Müllner, Inspekteur der Luftwaffe, in Roth den ersten Spaten gestochen. Nun laufen etwa 160 Kilometer nördlich von Bruck die Bauarbeiten für die neue Offizierschule. Laut Traut soll die Einrichtung bis Sommer 2022 umgezogen sein. Klaus Habersetzer, der 1977 Schüler des ersten Brucker Lehrgangs war und später Schulleiter, sagt am Mittwoch: „In Roth werden wir ein neues Kapitel aufschlagen.“

Brigadegeneral Michael Traut hat im vergangenen Jahr das Kommando der Offizierschule übernommen. Nun steht er am Rednerpult. Wenn beim Neubau alles wie geplant gelaufen wäre, sagt er, „säßen wir heute in einem leeren Saal“. Es wird fast traurig, als Traut ein Bild von der 25-Jahr-Feier auf die Leinwand projizieren lässt und sagt: 2002 habe der General Finster auf weitere 25 Jahre in Bruck gehofft. „Wir müssen ihn leider enttäuschen.“

Fürstenfeldbruck ist in der Geschichte der Offizierschule nach Faßberg und Neubiberg der dritte Standort. Traut erinnert an die Bauphase in der zweiten Hälfte der 1970er-Jahre. Er spricht von einer „Erfolgsstory“. Nur vier Jahre habe man damals für die Planung und Fertigstellung gehabt, sagt er. Es musste alles ganz schnell gehen. Das Ergebnis: Ein 105 Millionen Mark teuer Bau. Der sei weniger eine Kaserne, sondern viel mehr ein College, sagt Traut. „Damals war es die modernste Offizierschule Europas. Das hoffen wir nun auch für Roth.“

Im Saal sitzen unter anderem Kommunalpolitiker aus Bruck und Umgebung. In ihre Richtung sagt Traut, „die gute Einbindung der Schule in unsere Garnisonsstadt und den umliegenden Gemeinden“ sei eine wichtige Grundlage. Es ist ein Danke-für-alles-und macht’s-gut-Satz.

An diesem Tag klingt vieles nach Abschied. Traut erinnert an das Motto der Luftwaffe. Dieses lautet „Ich will“. Er zeigt ein Bild mit verschiedenen Leitsätzen, an denen sich die Schüler orientieren sollen, darunter: „Ich will meinem Land dienen“ oder „Ich will loyal sein“. In der Liste findet man auch: „Ich will meinen Standort finden.“ 

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