Chris Mayer, Musiker aus Fürstenfeldbruck.
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Chris Mayer, Musiker aus Fürstenfeldbruck.

Nachgefragt

Liam Gallagher soll seinen Song bewerten- Radio-Moderator freut sich auch über eine schlechte Kritik

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
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Einmal die Aufmerksamkeit eines Weltstars erregen. Das ist der Traum von wohl jedem Musiker. Die Band „Chris Mayer and the Rockets“ wollen das nun erzwingen.

Fürstenfeldbruck –Die neue CD der Band um TopFM-Moderator Chris Mayer – Titel: „In One Room“ – hat gut eingeschlagen. Bei Amazon belegte das Werk, dessen stilistische Bandbreite die Band selbst als Feelgood-Folk-Pop bezeichnet, am ersten Wochenende nach der Veröffentlichung in der Kategorie „Internationale Musik“ Platz 86.

Doch das ist den Musikern aus den Landkreisen Fürstenfeldbruck und Starnberg noch nicht genug. Jetzt wollen sie einen der ganz Großen der Britpop-Geschichte auf sich aufmerksam machen: Liam Gallagher von der im Jahr 2009 aufgelösten Band Oasis. Dazu machen Sie auf ihren Social-Media-Kanälen mobil. Wie die Idee zustande kam und wie Fans mithelfen können, erzählt Mayer im Interview mit dem Tagblatt.

Warum Liam Gallagher?

Er gehört einfach zu unseren ganz großen musikalischen Vorbildern. Unser Bassist Basti Pilous und ich sind große Fans von ihm.

Und wie kam die Idee zustande, dass ihr ihn auf eure Musik aufmerksam machen wollt?

Wir haben irgendwann mal gewitzelt, wie es wäre, wenn Gallagher uns auf seine unnachahmliche Art wenigstens den Stinkefinger zeigen würde. Gallagher pflegt alle seine Social-Media-Accounts selbst. Da haben wir uns gesagt: Warum sollen wir ihn nicht einfach mal anschreiben? Lasst es uns machen.

Was habt ihr konkret gemacht?

Wir haben ihm über die sozialen Medien einen Link zu unserem Song „Change“ geschickt und mit dem Zusatz „C’mon you know“ (dt.: Komm schon, Du weißt es) versehen. Dieser Ausspruch ist in fast allen Posts von Liam. „Change“ klingt noch am ehesten in Richtung Oasis. Wer weiß, was jetzt passiert? Gallagher gilt ja als sehr kritisch anderer Musik gegenüber. Dieser Kritik hätten wir uns aber gerne ausgesetzt. Schlechte PR ist schließlich auch PR. (lacht)

Nicht jeder Musiker hört privat unbedingt die Musik, die er selbst macht. Wisst ihr, wie das bei Gallagher ist, und ob „Change“ damit überhaupt die richtige Wahl ist?

Gallagher hat einmal „Live forever“ von Oasis, den sein Bruder Nolan geschrieben hat, als seinen absoluten Lieblingssong bezeichnet. Darum gehen wir einfach mal davon aus, dass er die Mucke auch mag. Zumal er nach der Auflösung von Oasis deren Stil mit seinen neuen Projekten weiterführt. Sein Bruder geht ja hingegen in eine andere Richtung.

Was wäre, wenn euch Gallagher tatsächlich den virtuellen Stinkefinger zeigt?

Selbst wenn er uns nur ein „Fuck off!“ (Anm. d. Red.: auf Deutsch in diesem Zusammenhang etwa: Verschwindet!) zurückschickt, wäre das etwas, was wir noch unseren Kindern erzählen könnten – auch wenn viele Gallagher dann vielleicht schon gar nicht mehr kennen. Ich merke es jetzt schon in der Arbeit, dass die Jüngeren mit dem Namen Liam Gallagher nichts mehr anfangen können und ihn erst einmal googeln müssen. Aber mein Sohn wird sicher noch mit handgemachter Musik aufwachsen, und da wird dann auch Oasis und Gallagher dabei sein.

Wie können euch die Fans bei eurem Vorhaben unterstützen?

Die Leute sollen einfach das Bild oder einen Screenshot unserer Nachricht an Liam bei Facebook oder Instagram posten oder in die Story packen, ihn und uns darin verlinken und dazu noch zwei passende Hashtags posten. Kurz: das Bild posten und dazu die Links @liamgallagher und @chrismayerandtherockets sowie die Hashtags #checkyourinstaLG und #cmonyouknow schreiben.

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