Fürstenfeldbruck

Lichtspielhaus: Interessensgemeinschaft gibt sich zu erkennen

Fürstenfeldbruck  - Nach der Kritik am Förderverein Lichtspielhaus gibt sich nun die neu gegründete Interessensgemeinschaft zu erkennen. Und sie nennt auch ihre Ziele.

Die Mitglieder der Interessensgemeinschaft wollten zunächst anonym bleiben. Bekannt war aber bereits, dass sie sich vom Förderverein abgespalten haben. In einer Mitteilung vom Mittwochmorgen erklären sich die Mitglieder der IG nun, nachdem sie sich nach eigener Darstellung offiziell bei der Stadt Fürstenfeldbruck um den künftigen Betrieb des ehemaligen Lichtspielhauses an der Maisacher Straße beworben hat.

 Gründungsmitglieder dieser Gruppe sind demnach Dr. Richard Bartels (Veterinärmediziner), Dr. Claudia Greppmair (prakt. Ärztin), Josef Greppmair (Unternehmer), Oliver Schmidt (Unternehmer) sowie Wolfgang Leitner (Eldorado Kino, München).

 Die Interessengemeinschaft plant ein Modell mit drei gleichberechtigten Partnern, so die Mitteilung. 

1. Die Interessengemeinschaft will sich als ehrenamtlich tätiger Verein um Sponsoren bemühen. Sie möchte beim Marketing und der Programmplanung mitwirken und "bei Bedarf" im Lichtspielhaus mitarbeiten. Sie möchte auch die Planung und Durchführung eines „Kulturtages“ pro Woche übernehmen. Die Räumlichkeiten, so stellt sich die IG vor, sollen in Abstimmung zudem für Jubiläumsfeiern, Firmenveranstaltungen und Vereinszwecke zur Verfügung gestellt werden.

2. Die IG sieht Kinovorführungen an fünf bis sechs Tagen pro Woche vor- dies als eigenwirtschaftlicher Betrieb unter professioneller Führung. Der Betreiber solle überwiegend Filme präsentieren, die in kommerziellen Kinos wenig Raum finden (Dokumentationen, ältere Werke, Themenreihen, Filme in Originalsprache, Kino für Kinder und Schulen und vieles mehr.) Parallel zum Kino soll ein kleiner Gastro-Bereich entstehen, der als Lese- oder Spiele-Café für Jung und Alt zur Verfügung stehen.

3. Die Stadt Fürstenfeldbruck solle nach den geplanten Umbaumaßnahmen das Gebäude für eine Anlaufphase kostengünstig zur Verfügung stellen, so die IG. Die Stadt solle das Lichtspielhaus für eigene Zwecke an ein bis zwei Tagen pro Monat nutzen und helfen, das Projekt im Rahmen der Möglichkeiten zu realisieren.

"Zielsetzung der Interessengemeinschaft ist die enge und transparente Zusammenarbeit aller Beteiligten zur möglichst raschen Umsetzung des Projektes", heißt es in der Mittelung. Als nächsten Schritt in dem Vorhaben plant die IG-Lichtspielhaus unter anderem die Aufstellung eines Wirtschaftsplans, die Klärung rechtlicher und organisatorischer Rahmenbedingungen und die Erarbeitung einer Entscheidungsvorlage für den „Kultur- und Werksausschuss“ des Stadtrats von Fürstenfeldbruck.

Parallel dazu will sich die IG um die Schaffung der erforderlichen Vereinsstrukturen bemühen und erste Marketingmaßnahmen für die Öffentlichkeit vorbereiten. "Wir sind überzeugt, für Fürstenfeldbruck eine attraktive Kino- und Kulturstätte zu schaffen, die ein abwechslungsreiches Programm für alle Generationen bietet und in ein bis zwei Jahren auch über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt sein wird", heißt es in der Mitteilung, die Josef Greppmair unterschieben hat.

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