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Das Lichtspielhaus.

Altes Kino

Lichtspielhaus hat einen neuen Interessenten

Im Rennen um die Vergabe des alten Kinos an der Maisacher Straße meldet sich die Interessengemeinschaft (IG) Lichtspielhaus überraschend zurück im Rennen um die Vergabe.

Nachdem der Münchner Kinobetreiber Wolfgang Leitner auf eigene Faust mit der Stadtverwaltung verhandelt hatte, war die Zusammenarbeit mit der IG beendet. Doch nun hat die Gruppierung einen neuen Partner gefunden: Markus Eisele interessiert sich für den Betrieb des denkmalgeschützen Lichtspielhauses an der Maisacher Straße.

Markus Eisele

Markus Eisele (Foto) betreibt drei Arthouse- und Independent-Kinos in der Münchner Region: die alte Brauerei Stegen, das Arena Filmtheater in München und das preisgekrönte Monopol-Kino in Schwabing. Eisele sei davon überzeugt, dass er das alte Kino ohne größere Umbauten wirtschaftlich betreiben könnte. ein zweiter Saal, wie ihn Leitner als Bedingung ansah, ist für ihn nicht notwendig. Demnach müssten nur die sowieso angedachten Umbauten wie Dach-Ertüchtigung und Umgestaltung des Kinosaals ausgeführt werden. Der Start für einen Betrieb könnte damit im Herbst 2017 liegen.

Die IG hat sich nach dieser neuen Entwicklung offiziell bei der Stadt darum beworben, das Gebäude als Träger und Mieter betreiben zu dürfen. Eine Entscheidung soll der Kultur- und Werkausschuss im März fällen. Das Konzept der IG unterscheidet sich dabei vom konkurrierenden Förderverein vor allem in der Untervermietung des Kinos an einen professionellen Betreiber: Dieser soll den Kinobetrieb eigenverantwortlich und auf eigenes Risiko übernehmen. Weitere Punkte im Konzept der IG: Je einmal pro Woche haben kulturelle Veranstaltungen wie Theater, Poetry Slam oder Vorträge ihren Platz im Gebäude.

Der Förderverein will den Betrieb im Lichtspielhaus dagegen mit „ehrenamtlich-professioneller Arbeit“ seiner Mitglieder stemmen. Am Dienstagabend war die Jahreshauptversammlung anberaumt, bei der ein Nachfolger für den nicht mehr als Vorsitzenden kandidierenden Gründer Thomas Lutzeier gefunden werden sollte (bei Redaktionsschluss war die Wahl noch nicht beendet).

Fabian Dilger

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