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Mit neuen Plänen für das Lichtspielhaus will Betreiber Markus Eisele (r.), hier mit seinem Kollegen Christian Pf eil und Richard Bartels von der IG Lichtspielhaus, den wirtschaftlichen Erfolg des Kinos sicherstellen. 

Machbarkeitsstudie beauftragt

Lichtspielhaus in Fürstenfeldbruck soll zweiten Saal erhalten

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Das Lichtspielhaus soll bald wieder so aussehen, wie es einst gebaut wurde. Dafür wird es demnächst für drei Monate schließen. Doch die Pläne des Betreibers reichen noch weiter. Er wünscht sich einen zweiten Saal.

Fürstenfeldbruck – Am 3. Juni schließt das Lichtspielhaus seine Pforten. Es war zwar erst im Oktober 2017 aus seinem vierjährigen Dornröschenschlaf erweckt worden. Doch es stehen noch Arbeiten aus, die den ursprünglichen Zustand des denkmalgeschützten Gebäudes wiederherstellen sollen. Wenn das Kino am 1. September erneut öffnet, wird die Außenfassade nicht mehr weiß sein, sondern wieder im ursprünglichen Siena-Gelb erstrahlen. Im Foyer wird ein zugebautes altes Kassenhaus wieder sichtbar gemacht und der Bodenbelag ersetzt. Betreiber Markus Eisele denkt aber schon weiter. Er wünscht sich in absehbarer Zeit einen zweiten Saal für das Lichtspielhaus. „Das könnte der Schlüssel sein, um den Kinobetrieb auf wirtschaftlich solide Füße zu stellen“, sagt er. Eine Machbarkeitsstudie hat er bereits in Auftrag gegeben.

Seit fast fünf Monaten flimmern im Lichtspielhaus nun wieder Filme über die Leinwand. Von den bisherigen Zahlen ausgehend, hält Eisele in einem normalen Jahr ohne Renovierungsunterbrechungen etwa 12 000 Besucher für realistisch. Doch er müsse schon 19 000 Eintrittskarten verkaufen, um die Kosten zu decken. Und als Unternehmer wolle er schließlich auch Gewinn machen. Ein zusätzlicher Saal, in dem zeitgleich ein zweiter Film laufen könnte, würde helfen, glaubt Eisele.

Der Betreiber lässt mehrere Varianten für das Lichtspielhaus in Fürstenfeldbruck derzeit prüfen

Mit der Stadt, die Eigentümerin des Lichtspielhauses ist, hat er vereinbart, zweieinhalb Jahre lang abzuwarten und dann zu entscheiden, ob sich der Betrieb für ihn langfristig lohnt. Wenn man ihm ermögliche, seine Pläne umzusetzen, sei er natürlich fester an das Haus gebunden. Denn anders als die bisherigen und die jetzt anstehenden Umbaumaßnahmen, die vor allem unter Gesichtspunkten des Denkmalschutzes erfolgen, würde Eisele den Bau eines zweiten Kinosaales selbst finanzieren. „Auf die Stadt kommen dadurch keinen weiteren Kosten zu“, sagt er. Bedenken gegen seine Pläne gibt es trotzdem von mehreren Seiten.

Mehrere Varianten lässt Eisele derzeit prüfen, doch keine scheint allen Interessen gerecht zu werden. Einen direkten Anbau außen an das Gebäude können sich sowohl Eisele als auch Richard Bartels von der IG Lichtspielhaus vorstellen, doch der Denkmalschutz würde wohl nicht zustimmen. Ein separat stehendes zweites Gebäude, findet Eisele nicht praktikabel. Und das von ihm bevorzugte Konzept eines kleineren Saales „als eine Art Box am hinteren Ende des heutigen Saales“ würde wohl viel Überzeugungsarbeit erfordern.

Kulturreferent Klaus Wollenberg sagte am Mittwoch im Planungsausschuss des Stadtrates, ein Saal-in-Saal-Konzept habe man bereits einmal abgelehnt. Das würde auch eine Nutzung jenseits des Kinobetriebs erschweren, weil der Platz für eine Bühne wohl wegfiele. Auch die übrigen Mitglieder des Gremiums zeigten sich abgeneigt.

Eisele hingegen glaubt, ein integrierter Saal mit rund 30 Plätzen, „ein Art Wohnzimmerkino“, schaffe mehr Flexibilität. Kinobetrieb und Kulturveranstaltungen könnten gleichzeitig stattfinden. Nur müsste auch diesem Plan der Denkmalschutz zustimmen. Die Machbarkeitsstudie soll in ein bis zwei Monaten vorliegen, sagt Eisele.

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