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Der Ortsverband der Linken wird geführt vom Vorsitzenden Adrian Best (2.v.l.) und Axel Lämmle (l.). Bei der Wahl dabei waren die Vorsitzende des Kreis-Verbandes Amper Ernestine Martin-Köppl und Jonny Westermeier.

Ziel ist die Teilnahme an der Kommunalwahl 2020

Die Linke gründet einen Ortsverband in Fürstenfeldbruck

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Die Brucker Parteienlandschaft erhält Zuwachs: Am Samstag wurde der Ortsverein der Linken aus der Taufe gehoben.

Fürstenfeldbruck - Die Partei will bei der nächsten Kommunalwahl in den Stadtrat. „Wir wollen eine linke, solidarische und soziale Politik für Fürstenfeldbruck“, sagt der stellvertretende Vorsitzende Axel Lämmle. Der frühere Stadtrat und OB-Kandidat war aus der SPD ausgetreten und hatte sich dem Kreisverband der Linken angeschlossen. Seitdem verfolgte er das Ziel, in Fürstenfeldbruck einen Ortsverband zu gründen. In Gesprächen mit den Brucker Mitgliedern habe man beraten. „So viele sind wir ja noch nicht.“ 

Lämmle spricht von knapp zehn Mitgliedern. „Aber wir werden dauerhaft nicht stärker, wenn wir in Fürstenfeldbruck nichts auf die Beine stellen.“ Zum Vorsitzenden wurde Adrian Best gewählt. Der weibliche Part der Doppelspitze ist noch unbesetzt. Die Wahl soll nachgeholt werden, sobald eine Kandidatin gefunden ist. Das sei derzeit noch etwas schwierig, da die Linke in Bayern vom Verfassungsschutz beobachtet werden, sagt Lämmle. 

Er hoffe, dass der Kampf für soziale Gerechtigkeit mehr ziehe als die Sorge vor den Verfassungsschützern. Nun will sich der Ortsverband erstmal programmatisch aufstellen und die Lücke, die die SPD nach ihren Wahlniederlagen gerissen habe, füllen. Alls Kernthemen nennt Lämmle die Wohnungsnot in Fürstenfeldbruck, die Teilhabe sozial abgehängter und schwacher Menschen sowie den Umwelt- und Naturschutz. Zwei Jahre hat der Ortsverband bis zur Kommunalwahl Zeit. Ein Vorteil: Da die Partei bei den Bundestagswahlen die Fünf-Prozent-Hürde überschritten hat, muss sie keine Unterstützer-Unterschriften sammeln. „Das wäre eine große Hürde gewesen“, sagt Lämmle.

 Internes Ziel sind zwei bis drei Sitze im Stadtrat bei der bevorstehenden Kommunalwahl. „Wir haben einen Haufen Arbeit vor uns, aber wir wollen es schaffen“, sagt der 47-Jährige. Ein Comeback im Stadtrat strebt er vorerst nicht an. „Meine Familie geht vor.“ Er wolle seine Erfahrungen einbringen, und die vielen jungen engagierten Menschen nach vorne bringen. Auf der Liste wird der Name Lämmle sicher zu lesen sein. „Aber ich glaube nicht, dass ich in vorderster Reihe stehen werde.“

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