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Einsatz an der Amper: Ein Familienvater gilt als vermisst, die Suche läuft an.

Ein Rollerfahrer hilft

Vermisster in der Amper löst Großeinsatz der Rettungskräfte aus

Nachdem am Samstag ein Boot in der Amper gekentert war, galt ein Familienvater als vermisst. Ein Großeinsatz der Rettungskräfte lief an. 

Fürstenfeldbruck – Zum Happy-End trug auch ein Roller-Fahrer bei, der zufällig vor Ort war und den Helfern kurzerhand seine Maschine zur Verfügung stellte.

Der Unfall geschah rund einen Kilometer hinter Schöngeising, wie Brucks Stadtbrandinspektor Michael Ott am Sonntag auf Nachfrage berichtete. Eine Familie mit zwei Kindern war, wie viele andere Paddelfans an diesem Tag auch, mit einem Boot auf der Amper unterwegs, landete aber im Wasser, weil das Boot gekippt war. Die Mutter und ihre beiden Kleinen hätten sich sofort ans Ufer retten können, schildert Ott. Der Vater aber wurde abgetrieben.

Hilfsbereiter Passant stellt Rettern seinen Roller zur Verfügung

Die Familie rief Hilfe – und die kam. Die Feuerwehr Fürstenfeldbruck rückte aus und positionierte sich auf der Halbinsel in Bruck. Weil die Brucker Boote gerade in Reparatur sind, setzten die Feuerwehren aus Schöngeising und Olching ihre ins Wasser. Auch die Wasserwachten der Region rückten an. Zur Vorsicht und zur Sicherstellung schneller Hilfe im Notfall stieg ein Hubschrauber auf.

Die Brucker Feuerwehrleute befragten nun an der Halbinsel andere Bootfahrer, ob sie etwas gesehen hätten. Tatsächlich: einer von ihnen hatte. Ein Mann stehe mit nur einer Badehose bekleidet ein ganzes Stück flussaufwärts am Ufer. Die Brucker Feuerwehrleute wollten sich gerade zu Fuß auf den Weg am Ufer entlang zu dem Mann machen, da bot ein zufällig anwesender Passant an, seinen Motorroller zur Verfügung zu stellen. So kämen die Helfer doch viel schneller zu dem Vermissten. Die Einsatzkräfte nahmen das an und rollten flugs amperaufwärts. Sie fanden den Mann unversehrt an einer Bank – er war offenbar ortsunkundig und hatte wirklich nichts dabei als die Badehose. Er hatte also nicht mit seiner Familie Kontakt aufnehmen können. Er wartete in der Hoffnung, die Familie würde doch noch mit dem Boot vorbeifahren.

Helfer bringen die Familie in Schöngeising wieder zusammen

Die Feuerwehrleute brachten ihn mit einem ihrer regulären Fahrzeuge dann zur Halbinsel, wo der Roller-Besitzer geduldig auf die Rückgabe seiner Maschine gewartet hatte, wie Michael Ott anerkennend und dankbar berichtet. Außerdem stand hier ein Rettungswagen zur Verfügung. Schließlich konnten die Helfer die Familie in Schöngeising wieder zusammenbringen.

Angesichts der spontanen Hilfe eines Passanten, was ja nicht mehr so selbstverständlich ist und natürlich auch angesichts des glückliches Ausgangs des Einsatzes kommentierte Michael Ott am Sonntag: „Solche Einsätze macht man gerne.“

st

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